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20.12.2019, Rheinland-Pfalz, Speyer: Stofftücher bedecken den Bug eines im Hafen liegenden Fahrgastschiffs. Bei einer Kollision eines Fahrgastschiffes mit einem Tankmotorschiff auf dem Rhein bei Speyer sind 20 Menschen verletzt worden. Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die «MS Thurgau Prestige» am Tag nach dem Unfall. Bild: dpa

Crash mit 20 Verletzten: Bilder zeigen starke Schäden an der «MS Thurgau Prestige»



Auf dem Rhein in Deutschland ist das Passagierschiff «MS Thurgau Prestige» der Reederei Scylla in Baar ZG frontal mit einem Tankschiff zusammengestossen. Laut Polizei wurden 20 Personen verletzt. Es ist der dritte Unfall eines Schiffes der Scylla innert zweier Jahre.

Nun zeigen Bilder das Ausmass des Crashs. Die «MS Thurgau Prestige» wurde am Bug stark beschädigt. Auch das Tankschiff wurde in Mitleidenschaft gezogen.

So stark sind die Schäden an der «MS Thurgau Prestige»

Video: watson

Der jüngste Unfall ereignete sich gemäss Mitteilung von Thurgau Travel in der Nacht auf Freitag in dichtem Nebel in der Nähe von Speyer im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich 103 Gäste und 36 Besatzungsmitglieder an Bord des Flusskreuzfahrtschiffs «MS Thurgau Prestige» befunden.

Gemäss Angaben der zuständigen Polizei in Deutschland wurden etwa 20 Menschen verletzt. Thurgau Travel schreibt in einer Mitteilung, eine Person habe vom Notarzt direkt vor Ort versorgt werden können. Neun Personen sind den Angaben zufolge ins Spital gebracht worden, wobei acht von ihnen das Spital wieder verlassen konnten.

Hoher Sachschaden

An beiden Schiffen entstand laut Polizei ein Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich. Die genaue Unfallursache war zunächst unklar.

Die «MS Thurgau Prestige» gehört zur Flotte der Reederei Scylla mit Sitz in Baar ZG. Das Schiff war unterwegs in Richtung Frankfurt.

Nach der Kollision legte das Schiff im Hafen von Speyer an. Die Passagiere haben auf dem Schiff übernachtet und wurden am Freitag per Bus zurück in die Schweiz gefahren.

«Wir bedauern die Kollision und haben uns entschieden, die Passagiere heute per Bus in die Schweiz zurück zu bringen», teilte Daniel Pauli, Geschäftsleiter von Thurgau Travel, am Freitag mit. «Wir setzen alles daran, um zur raschen Klärung des Zwischenfalls beizutragen und stehen auch in Kontakt mit den Angehörigen.»

Dritter Unfall innert zwei Jahren

Bereits am 20. März 2019 war ein Passagierschiff der Reederei Scylla in einen Unfall verwickelt. Damals stiess die «MS Edelweiss» auf der Waal im niederländischen Nimegen mit einem Frachtschiff zusammen. An Bord waren 160 Schweizer Passagiere und 42 Besatzungsmitglieder. Die Passagieren kamen damals mit dem Schrecken davon.

Ferner war es am 26. Dezember 2017 zu einem Unfall mit einem Schiff der Reederei Scylla gekommen. Das Schiff mit Namen «Swiss Crystal» war damals auf dem Rhein bei Duisburg in einen Pfeiler einer Autobahnbrücke gefahren. Fast 30 Passagiere wurden verletzt. Es waren damals vor allem Niederländerinnen und Niederländer an Bord.

Es gebe kein Sicherheitsproblem, sagte Scylla-Mediensprecher Jes Pelkmans am Freitag auf Anfrage zu dieser schwarzen Serie. Die Häufung der Unfälle sei Zufall. Derzeit werde die Ursache des jüngsten Unfalls untersucht. Ein mechanisches Problem könne ausgeschlossen werden. Die Reederei Scylla unterhält insgesamt 33 Passagierschiffe, die europaweit auf Flüssen und Wasserwegen unterwegs sind. (cma/sda/afp)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Murky 21.12.2019 12:48
    Highlight Highlight Ja, wir sind eben schon immer eine äussert nautische Nation gewesen.

    Gute Besserung den Verletzten und der Reederei welche langsam aber sicher ein paar Fragen über sich ergehen lassen muss...
    • Sherlock_Holmes 21.12.2019 14:57
      Highlight Highlight Kompetenz ist nicht in erster Linie eine Frage der Nationalität, sondern der Ausbildung und Erfahrung, nicht zuletzt der Rahmenbedingungen und der Verantwortung der Reederei.

      In diesem Fall sind viele Fragen offen, welche mit Sicherheit eingehend untersucht und geklärt werden müssen.

      Der Vorfall wirft kein gutes Licht auf eine zunehmend in Kritik geratene Branche.

      Bevor jedoch keine gesicherten Ergebnisse vorliegen, bringt es nichts, voreilige Schlüsse zu ziehen.

      Die Rheinschifffahrt – welche aus Schweizer Sicht eine lange Geschichte hat – ist zudem grossen Veränderungen unterworfen.


    • Murky 21.12.2019 15:28
      Highlight Highlight Natürlich. :-) Ich mache niemals irgendwas an einer Nationalität fest. Aber es passte gerade so gut. War also nicht so ernst gemeint. ;-)

      Ich stimme dir also uneingeschränkt zu.
  • Butschina 21.12.2019 12:33
    Highlight Highlight Ich habe keine Ahnung wie solche Schiffe ausgerüstet sein müssen. Gibt es nicht eine Art Radar die solche Zusammenstösse verhindern könnte?
    • DrDeath 21.12.2019 13:32
      Highlight Highlight Rada haben dier sicher aber wenn du mal ein Radarbild angeschaut hast, wirst du gemerkt haben, dass das nicht gerade einfach zu interpretieren ist. Überdies heisst "sehen" nicht unbedingt "Ausweichen können". So ein Riesenpott driftet, bremst schwer und wehrt sich mit Händen und Füssen gegen jede Richtungsänderung. Wasser hat eben nicht nur keine Balken, sondern auch keine Schienen...
    • Pigeldi 21.12.2019 14:38
      Highlight Highlight Wenn die flussschifffahrt (haha, trippel s&f in einem wort🤗) wirklich so unsicher wäre wie du behauptest, dann würde kein mensch mehr auf so einen kahn steigen: die müssen ein radar korrekt interpretieren können und der motor muss genug pfupf haben, um im fluss kontrolliert manövrieren zu können.
      Sprich: die 3 unfälle scheinen systemisch bedingt
    • DrDeath 21.12.2019 19:12
      Highlight Highlight @Pigeldi: Wir spielen mal zusammen einen Schifffahrtssimulator und posten dann deine Leistungen hier als Video, was hältst du davon? So ein Flusskreuzfahrtschiff ist kein Schnellboot. Mal schnell die Richtung ändern ist da Fehlanzeige. Wenn du da mit viel "Pfupf" rangehst, weichst du VIELLEICHT dem Schiff aus, landest aber dafür in der Uferböschung weil du nicht schnell genug gegensteuern kannst. Ausserdem kommt der Smut mit dem langen Messer hinter dir her, weil ihm von der Schlagseite die Töpfe vom Herd gerutscht sind.
  • TheRealSnakePlissken 21.12.2019 12:12
    Highlight Highlight Herzig, wie aus PR-Gründen mit Bettlaken Schäden und Namen abgedeckt werden - wie damals, als die FIFA-Funktionäre aus dem Baur au Lac geholt wurden. Ich erwarte jetzt aber doch mal Fortschritte: Firmen mit angeschlagenem Image sollten für solche Fälle ihr Personal mit grossen Blachen ausrüsten, die entweder mit lustigen Emojis oder mit Sprüchen wie „Hier gibt’s gar nichts zu glotzen!“ oder mit Androhung rechtlicher Schritte bedruckt sind. QR-Codes nicht vergessen 😂.
    • DrDeath 21.12.2019 19:21
      Highlight Highlight Wenn du dir das Video noch mal ansiehst, wirst du glaub ich feststellen, dass der hauptsächliche Schaden auf der anderen Seite ist, da wo die Bettlaken nicht sind.
    • TheRealSnakePlissken 22.12.2019 13:40
      Highlight Highlight Sicher, sicher. Abgedeckt wurde dort, wo Ship Spotter etc. Fotos machen können. Diese Fotos sind dann jahrelang auf den einschlägigen Webseiten einsehbar. Es gibt sogar Kreuzfahrt-Rating-Seiten, die für die Zusendung von Fotos bezahlen.
  • DrDeath 21.12.2019 11:20
    Highlight Highlight Tjaja, so ein Schiff hat Gewicht, da ist ordentlich Massenträgheit hinter. Da braucht es nicht mal viel Geschwindigkeit für. Ein Glück ist der Schaden über der Wasserlinie, mit dem Loch wär der Pott sonst auf Tiefe gegangen wie ne tauchende Ente. Haben so Flussschiffe überhaupt wasserdichte Schotten?

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