US-Regierung senkt Zahl der für Kinder empfohlenen Impfungen
Die Impfempfehlung solle nur noch für die elf «schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten» gelten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. «Eltern können ihren Kindern weiterhin alle Impfungen verabreichen lassen, falls gewünscht», schrieb Trump weiter. Die Kosten dafür würden weiter von den Krankenkassen übernommen.
Ankündigung zur Überarbeitung bereits vor einem Monat
Bis Ende 2024 waren laut Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC noch 17 Immunisierungen für Kinder vorgesehen. Zu den Impfungen, die nun nicht mehr allgemein empfohlen werden, gehören jene für Rotaviren, Hepatitis A, Hepatitis B, RSV-Infektionen, Meningokokken B und Meningokokken ACWY. Das ging aus einer Übersicht der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor.
In der Schweiz werden vom BAG elf Basisimpfungen für Kinder empfohlen, es handelt sich um die folgenden:
- Diphtherie
- Starrkrampf (Tetanus)
- Keuchhusten (Pertussis)
- Kinderlähmung (Polio)
- Hirnhaut- und Kehlkopfentzündung durch Haemophilus influenzae Typ b
- Hepatitis B
- Pneumokokken
- Masern
- Mumps
- Röteln
- Windpocken (Varizellen)
Weitere Impfungen gegen Rotaviren und Meningokokken werden hierzulande Eltern empfohlen, die ihre Kinder spezifisch gegen diese Erreger schützen möchten. Eine Immunisierung gegen weitere Krankheiten wie Covid-19, FSME oder die Grippe wird für Kinder, die einer Risikogruppe angehören, empfohlen.
Die Schweizer Liste ähnelt jener der angepassten in den USA. Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag mitteilte, wurden bei der jüngsten Neubewertung 20 «vergleichbare Industrieländer» herangezogen. Weiterhin empfiehlt die Behörde nun in den USA noch Impfungen gegen:
- Diphtherie
- Tetanus
- Keuchhusten
- Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
- Pneumokokken
- Polio
- Masern
- Mumps
- Röteln
- Humane Papillomviren (HPV)
- Windpocken (Varizellen)
Kritik von Ärzten
Der US-Berufsverband der Kinderärzte (AAP) kritisierte die neuen, eingedampften Impfempfehlungen als «gefährlich und unnötig». Weiter hiess es:
Die Krankheitsrisiken und Gesundheitssysteme beider Länder würden sich «erheblich» voneinander unterscheiden.
(con/sda/dpa)
