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Swiss national Xavier Justo is escorted by Thai police commandos as he arrives at the Immigration Detention Center in Bangkok, Thailand, December 20, 2016.  REUTERS/Chaiwat Subprasom      TPX IMAGES OF THE DAY

Xavier Justo bei seiner Freilassung am Dienstag in Bangkok. Bild: CHAIWAT SUBPRASOM/REUTERS

Thailands neuer König lässt Schweizer frei, der 1MDB-Skandal ins Rollen brachte



Der Schweizer Xavier Justo ist am Dienstag aus dem Gefängnis in Thailand freigelassen worden. Andre Xavier Justo hat den vermutlich grössten Korruptionsskandal in Südostasien ins Rollen gebracht. Seine vorzeitige Haftentlassung hat Justo einer im August erlassenen Amnestie durch den kürzlich verstorbenen thailändischen König Bhumibol zu verdanken. Die Amnestie wurde nun von seinem Sohn und Nachfolger bestätigt.

Justo arbeitete von März 2010 bis April 2011 als Direktor bei der Ölfirma Petrosaudi International. Dort kopierte er vor seinem Austritt belastende Daten und E-Mails, die auf dubiose Machenschaften hinter dem malaysischen Staatsfonds 1Malaysian Development Berhad (1MDB) hinweisen. Von dessen am Kapitalmarkt aufgenommenen Milliarden ist ein Grossteil in vermeintlichen Ölfeldern Turkmenistans und in Offshore-Oasen wie den Seychellen und den British Virgin Islands versickert.

Mit den Daten wollte er Petrosaudi erpressen. Als die Firma nicht darauf einging, hat Justo das Material an die Presse weitergegeben und damit den 1MDB-Skandal ins Rollen gebracht.

Ermittlungen auch in der Schweiz

Auch in der Schweiz laufen Ermittlungen. Gemäss Dokumenten des malaysischen Online-News-Portals Sarawak Report soll die Grossbank UBS Milliardenzahlungen vom 1MDB-Staatsfonds für einen dubiosen Empfänger entgegengenommen haben.

Im Jahr 2014 sollen insgesamt fast zwei Milliarden Dollar von einem Konto des malaysischen Staatsfonds 1MDB bei der Tessiner Privatbank BSI auf ein UBS-Konto der Aabar Investments PJS Limited in Singapur geflossen sein.

150'000 Gefangene begnadigt

Thailands neuer König Maha Vajiralongkorn hat 150'000 Gefangene begnadigt. Von dem Dekret profitieren unter anderem weibliche Ersttäter und schwer kranke oder behinderte Häftlinge, wie es am Montag im Amtsblatt «Royal Gazette» hiess. 

Vajiralongkorn hatte den thailändischen Thron Anfang des Monats bestiegen. Sein Vater, der langjährige König Bhumibol, war am 13. Oktober im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Tod des Monarchen hatte Thailand in tiefe Trauer gestürzt.

Vajiralongkorn ist deutlich weniger bekannt und beliebt als sein Vater. Er verbrachte viel Zeit im Ausland, vor allem in Deutschland, wo er in diesem Jahr ein Anwesen am Starnberger See im Bundesland Bayern kaufte. (whr/sda/afp)

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