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Frankreich: Europa-Ministerin glaubt, Lugano liege in Italien

epa07478317 Newly appointed French Foreign Affairs Junior Minister Amelie de Montchalin leaves the weekly cabinet meeting at the Elysee Palace in Paris, France, 01 April 2019. EPA/CHRISTOPHE PETIT TES ...
Für europäische Angelegenheiten zuständig: Die französische Staatssekretärin Amélie de Montchalin.Bild: EPA/EPA

Fauxpas à la française: Ausgerechnet die Europa-Ministerin glaubt, Lugano liege in Italien

18.09.2019, 17:5918.09.2019, 18:19

Seit dem 31. März dieses Jahres dient Amélie de Montchalin der traditionsreichen französischen Diplomatie als Staatsekretärin für europäische Angelegenheiten.

Die 34-jährige Abgeordnete von Staatspräsident Emmanuel Macrons Partei La République en Marche bringt dafür die besten Voraussetzungen mit. Sie studierte an der französischen Eliteschule HEC in Paris sowie an der renommierten John F. Kennedy School of Government der Universität Harvard, arbeitete in der Banken- und Versicherungsbranche sowie für die EU-Kommission.

Huber wär das nicht passiert!

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Doch mit de Montchalins Geografiekenntnissen über Europa scheint es nicht besonders weit her zu sein. Dies zeigte sich am Mittwoch, als die französische Nationalversammlung das trockene Traktandum «Gerichtliche Kompetenzen und Urteilsvollstreckungen in den Übersee-Gebieten» debattierte.

Der Fail im Video

In ihren einleitenden Worten erläuterte die Ministerin den anwesenden Parlamentariern die für dieses Geschäft relevanten internationalen Verträgen. Dabei erwähnte sie das Lugano-Übereinkommen. Und hier lag die Europa-Staatsekretärin ordentlich daneben. «Das Abkommen wurde am 16. September 1988 in der, wie Sie alle wissen, italienischen Stadt Lugano unterzeichnet», sagte de Montchalin. Wie viele der spärlich anwesenden Abgeordneten der französischen Nationalversammlung den Fehler bemerkten, ist nicht bekannt. (cbe/lha)

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