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epa05750019 German former foreign minister Joschka Fischer holds the laudatory speech for awardee Helga Schmid during the Manfred Woerner Medal award ceremony in Berlin, Germany, 25 January 2017. The Manfred Woerner Medal is awarded by the German Defence Ministry to people with special achievements for freedom and peace in Europe. EPA/OLIVER WEIKEN

Einige der wenigen deutschen «Elder Statesmen»: Der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer. Bild: EPA

Interview

Joschka Fischer: «Von einem Krieg mit Iran wäre auch die Schweiz betroffen»

Der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer hält den Konflikt zwischen den USA und dem Iran noch immer für gefährlich. Bewunderung hat er dagegen für die Klimajugend übrig – genau wie für die Schweiz und ihre Geschichte.

Fabian Hock / ch media



Von ihnen hat Deutschland nicht allzu viele zu bieten: Ehemalige Spitzenpolitiker, deren Stimme heute auch weit über die Landesgrenzen hinweg Gewicht hat. Joschka Fischer ist zweifellos einer dieser wenigen «Elder Statesmen», wie diese Gattung von Weltpolitikern gerne genannt wird.

Dass es einmal so weit kommt, hätte zu Fischers Jugendzeiten wahrlich niemand kommen sehen können. In den 70ern war er ein Linksradikaler. Fischer gehörte der militanten Gruppe «Revolutionärer Kampf» an und war selbst an Strassenschlachten mit der Polizei beteiligt. Gegen Ende des Jahrzehnts dann die Wandlung: Fischer schwor der Gewalt ab und ging in die Politik. Anfang der 80er schloss er sich den Grünen an. 1985 folgte das erste Ministeramt in Hessen – zur Vereidigung kam er in weissen Turnschuhen. 1998 wurde Fischer Aussenminister und Vizekanzler in der Regierung Gerhard Schröders.

Bundeskanzler Gerhard Schroeder, rechts, begruesst Aussenminister Joschka Fischer vor seiner Regierungserklaerung zum Irak-Konflikt im Bundestag in Berlin am 13. Februar 2003. Fischer will offenbar nicht als EU-Aussenminister nach Bruessel gehen. Sein Sprecher Walter Lindner wollte am Donnerstag, 28 August 2003, in Berlin nicht Berichte dementieren, wonach der Gruenen-Politiker bei der Bundestagswahl 2006 noch einmal antreten wolle. (AP Photo/Markus Schreiber)

Auf dem Höhepunkt der Macht: Aussenminister Joschka Fischer (l.) mit Kanzler Gerhard Schröder. Bild: AP

Der Rat des 71-Jährigen ist gefragt. In Berlin hat Fischer eine Beratungsfirma, weltweit hält er Vorträge. In dieser Woche war er am Worldwebforum in Zürich zu Gast. Während seines Auftritts sorgte er für einen Lacher beim Schweizer Publikum: «Kommt bloss nicht in die EU», rief er den Anwesenden zu. «Wir haben schon genug Europaskeptiker!» Nach der Veranstaltung traf er die «Schweiz am Wochenende» zum Gespräch.

Eben auf der Bühne haben Sie der Schweiz energisch von einem EU-Beitritt abgeraten. Warum denn das?
Joschka Fischer: Ich mag die Schweiz, und ich möchte keinen Ärger haben. Das ist eine Entscheidung der Schweizer Stimmbürger.

Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU derzeit?
Entspannt und gut nachbarschaftlich.

Europa gibt aussenpolitisch aktuell nicht die stärkste Figur ab. Stimmen Sie zu?
Das hat Europa nie. Oder besser: selten. Es ist eine schwierige Zeit im Moment. Europa ist kein machtpolitischer Faktor, wo es ums Militärische geht. Seit Donald Trump ist das Verhältnis zwischen der EU und den USA, das für beide Seiten sehr wichtig ist, zudem schwierig geworden.

Nehmen wir die aussenpolitisch derzeit wohl brisanteste Situation: den Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Europa hat hier keine wirkliche Rolle gespielt. Würden Sie sich wünschen, dass sich Europa stärker engagiert?
Nein, das würde ich so nicht sehen. Europa war in den langjährigen Verhandlungen über das Nuklearabkommen mit dem Iran von entscheidender Bedeutung. Die europäische Diplomatie wird sich nun darauf konzentrieren müssen, beide Seiten dazu zu bringen, vom Abgrund wegzugehen.

Die Schweiz hat im Iran-Konflikt eine Sonderrolle – sie vermittelt zwischen den beiden Seiten. Wie sehen Sie die Rolle der Schweiz?
Positiv. Die Schweiz vertritt die Interessen der USA in Teheran seit langem. Sie verfügt über entsprechende Erfahrung. Das ist sehr positiv.

Wie gefährlich ist dieser Konflikt?
Sehr gefährlich. Sollte es zu einer heissen Konfrontation kommen, wäre das eine, die alles bisher Gekannte im Nahen Osten übersteigt. Das würde keine positiven Auswirkungen haben. Wir haben es im Irak gesehen, welche Konsequenzen ein Krieg hat. Das Land ist bis heute destabilisiert. Der Iran wurde durch den Irak-Krieg entscheidend gestärkt. Auch die Lage in Syrien wäre ohne den Irak-Krieg schwer denkbar. Ein offener Konflikt würde zu einer dramatischen Destabilisierung der Region mit enormen Folgewirkungen führen. Alle Parteien sind dazu aufgerufen, dass es so weit nicht kommt.

Die grössten Spannungen sind ja nun etwas abgemildert worden. Der Iran hat sehr verhalten auf die Tötung des Generals Soleimani reagiert. Ein Erfolg für Trump – vielleicht sogar sein aussenpolitisch grösster?
Es ist viel zu früh, das zu bewerten. Ich fürchte die Konfrontation. Vor allem aus europäischer Sicht hätte das gravierende Folgen. Als Europäer sind wir direkter regionaler Nachbar – ob in der EU oder nicht in der EU. Auch die Schweiz wäre davon betroffen. Es würde ein hohes Mass an Instabilität und Gewalt mit sich bringen. Was ich mich frage bei Donald Trump: Auf der einen Seite möchte er sich aus der Region zurückziehen, auf der anderen Seite schaltet er stark auf Konfrontation. Das ist ein Widerspruch, bei dem völlig unklar ist, wie sich die Entwicklung in Zukunft vollzieht.

«Donald Trump ist alles andere als ein Freund der EU, im Gegenteil.»

Welche Motive könnten denn dahinter stecken?
Ich weiss es nicht.

Sie kennen die USA sehr gut. Was meinen Sie, gewinnt Trump die Wahl im Herbst?
Es ist nicht auszuschliessen, dass der jetzige Präsident wiedergewählt wird. Das wäre eine grosse Herausforderung für Europa.

Was meinen Sie mit Herausforderung?
Donald Trump ist alles andere als ein Freund der EU, im Gegenteil. Auch was aus der Nato wird, die für unsere Sicherheit von existenzieller Bedeutung ist, wäre völlig offen, um es ganz milde zu formulieren.

Sie haben eine Beratungsfirma. Was genau machen Sie bei Fischer & Company?
Ich mache gar nichts. Es ist ein Unternehmen mit mittlerweile 18 Leuten. Die Frage des ökologischen Umbaus erfordert Strategien. Viele Unternehmen sind damit überfordert und wollen kompetenten Rat. Den liefern wir. Das Zweite ist die Unsicherheit in der Aussenpolitik. Auch damit sind viele Unternehmen überfordert. Auch in dem Bereich beraten wir.

ARCHIV - 12.12.1985, Hessen, Wiesbaden: Joschka Fischer (Grüne, r) wird von Holger Börner (SPD) als Minister für Umwelt und Energie im Landtag in Wiesbaden vereidigt. (zu dpa: Stricken an der Zukunft als Regierungspartei - Die Grünen werden 40) Foto: Heinz Wieseler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Heinz Wieseler)

Amtsantritt in Turnschuhen: Joschka Fischer 1985 bei seiner Vereidigung im Hessischen Landtag. Bild: DPA

Wenn Siemens-Chef Joe Kaeser vorher gefragt hätte, ob er der Klimaaktivistin Luisa Neubauer einen Platz im Aufsichtsrat anbieten soll (den sie medienwirksam ablehnte, d. Red.) – hätten Sie ihm dazu geraten?
Es zu lassen.

Sie selbst haben, mit Verlaub, eine durchaus wilde Vergangenheit. Welche Rolle hätten Sie in der heutigen Klimabewegung gespielt?
Diese konjunktivischen Fragen sind nicht zu beantworten. Ich finde es gut, dass die jungen Leute das Thema sehr ernst nehmen und dafür auf die Strasse gehen. Sie verdienen dafür nicht Kritik, sondern Anerkennung.

Verglichen mit den Protesten zu Ihrer Zeit wirkt Fridays for Future doch harmlos. Setzen die jungen Leute auf die richtigen Mittel?
Ich finde das, wie gesagt, hervorragend. Schauen Sie, die Schweiz wird aufgrund ihrer geologischen Exponiertheit in den Zentralalpen unter dem Klimawandel erheblich leiden. Das ist absehbar. Dass jüngere Menschen eine längere Perspektive haben als jemand, der 71 ist wie ich, ist auch nachvollziehbar. Dass die anfangen zu fragen: Was wird denn mit der Zukunft, wenn es so weitergeht, halte ich für überaus legitim. Früher oder später werden sie das in Politik übersetzen. Die jungen Leute machen Erfahrungen, die ein Leben lang von Bedeutung sein werden. Sie machen es im demokratischen, rechtsstaatlichen Rahmen, das ist sehr wichtig.

Revolutionär und Weltpolitiker

Joschka Fischer, Jahrgang 1948, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Als Schul- und Lehrabbrecher jobbte er in den 70ern unter anderem als Taxifahrer. Fischer zählte in dieser Zeit zur linksextremen Szene, war auch an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt. Um die Welt ging viele Jahre später ein Bild, auf dem er, mit einem Motorradhelm ausgerüstet, auf einen Polizisten einprügelt. Ende der 70er schwor er der Gewalt ab, kehrte der Szene den Rücken, ging in die Politik. Für die Grünen wurde er Mitte der 80er Minister in Hessen, Ende der 90er dann Aussenminister der Bundesrepublik Deutschland unter Bundeskanzler Gerhard Schröder, dessen Vize Fischer ebenfalls wurde. 2006 galt er als Favorit für den Posten des Aussenministers der EU, verzichtete aber. Heute hält Fischer Vorträge, kassiert pro Auftritt angeblich bis zu 30'000 Franken. Darüber hinaus hat er eine Beratungsfirma in Berlin . (fho)

Die Bewegung ist sehr auf Europa fixiert. Sollte man nicht viel eher die Emissionen in China oder Indien in den Fokus nehmen? Da wäre viel mehr zu machen.
Aus meiner Sicht ist es nicht nur ein Gebot der Solidarität, sondern auch der Klugheit und der eigenen Interessen. Wir werden mit der Technologie von heute morgen nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Es geht auch um die Zukunft der Arbeitsplätze. Der Umbau der Wirtschaft geht nur mit der Wirtschaft, aber er muss kommen. Da führt kein Weg daran vorbei.

Sie selbst waren Teil der ersten Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag. Heute ist die Partei in einigen Umfragen Nummer eins im Land. Hätten Sie sich diese Entwicklung damals träumen lassen?
Dazu hat meine Fantasie nicht ausgereicht, das gebe ich ehrlich zu. Das ist auch eine grosse Herausforderung für die Grünen. Aber ich bin mir sicher, sie werden sie bestehen.

Können Sie sich einen grünen Kanzler vorstellen?
Vorstellen kann man sich alles, aber dazu sage ich nichts. Wenn ich da jetzt Ja sage, dann sagen Sie gleich: Und, wer wird’s? Nein, dazu sage ich nichts.

Deutschland steuert auf das Ende der Ära Angela Merkel zu. Wagen Sie eine Bilanz?
Ich bin kein Historiker, und selbst wenn ich einer wäre, wäre das viel zu früh. In der Regel werden Bilanzen von Historikern nach Ableben des oder der Betreffenden gezogen, nicht vorher.

Aussenminister Joschka Fischer, links, Bundeskanzler Gerhard Schroeder, Mitte, und Kanzlerkandidatin Angela Merkel, rechts, sitzen am Montag 12. September 2005, in einem Fernsehstudio in Berlin, wo die Sendung

Joschka Fischer (links) mit Gerhard Schröder (Mitte) und Angela Merkel (rechts). Bild: AP

Was beim Blick nach Deutschland aus der neutralen Schweiz heraus auffällt, ist die extrem aufgeregte Diskussionskultur. Durch die sozialen Medien hat sich das noch verstärkt. Wie nehmen Sie das wahr?
Zunächst: Die Schweiz und Deutschland sind sich nah, aber sie haben eine sehr unterschiedliche Geschichte. Die Schweiz hat eine sehr glückliche, glorreiche Geschichte. Sie blickt ja nicht nur auf Neutralität zurück, sondern es war auch nicht einfach, gegenüber der Sogwirkung des Nationalismus im 19. Jahrhundert zu bestehen. Die Schweiz hat kluge Konsequenzen gezogen. Dazu bedurfte es auch eines kleinen Krieges: Der Sonderbundskrieg hat die föderale Schweiz, wie es sie heute gibt, geschaffen. Und die Bedingungen geschaffen, dass die Schweiz zusammen blieb und nicht ihre Teile zu den jeweiligen grossen Nationalismen gegangen sind. Dafür verdient die Schweiz echte Bewunderung. Das gilt auch für die direkte Demokratie – die allerdings nur in der Schweiz funktioniert.

Das Modell lässt sich nicht auf Deutschland übertragen?
Nein. Dazu ist die Tradition, die aus der Topografie der Schweiz entstand, zu besonders. Die abgeschiedenen Täler mussten für sich entscheiden. Es gibt eine ganz andere Tradition als in Deutschland. Insofern stellt sich die Frage nicht. Aber: Die Schweiz verdient viel Bewunderung dafür, dass sie auch in schwierigsten Zeiten wie im Zweiten Weltkrieg ihre Unabhängigkeit bewahrt hat. Das ging nicht ohne schwierigste Kompromisse. Deutschland dagegen ist gegenwärtig in einer schwierigen Rolle. Westdeutschland – und später das vereinigte Deutschland – war eigentlich ein Kind der USA. Dann kommt mit Trump ein Präsident, der einen Schlussstrich zieht. Plötzlich muss dieses Land Fragen beantworten, die es seit 1945 nicht mehr gewohnt war zu beantworten. Eine völlig andere Situation als die der Schweiz.

Gäbe es denn nicht einzelne Elemente aus dem politischen System der Schweiz, die sich Deutschland abschauen könnte, um die aufgeregten Debatten im Land abzukühlen?
In Baden-Württemberg und Bayern haben wir auf lokaler Ebene durchaus direktdemokratische Traditionen. Da lebt das. Direkte Demokratie bedarf einer langen Einübung, damit sie funktioniert.

Wie ist es denn insgesamt um die deutsche Demokratie bestellt?
Sie ist stabil, und sie wird stabil bleiben. Ein paar Aufgeregtheiten richten da keinen grossen Schaden an.

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Grötzu 19.01.2020 21:04
    Highlight Highlight oschka Fischer, Jahrgang 1948, blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Als Schul- und Lehrabbrecher jobbte er in den 70ern unter anderem als Taxifahrer. Fischer zählte in dieser Zeit zur linksextremen Szene, war auch an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt. Um die Welt ging viele Jahre später ein Bild, auf dem er, mit einem Motorradhelm ausgerüstet, auf einen Polizisten einprügelt.
    Keine Ausbildung. Aber grosse Schnauze, reicht locker für den Lebensunterhalt.
  • Sir Lanzelot 19.01.2020 18:09
    Highlight Highlight „Von einem Krieg mit Iran wäre auch die Schweiz betroffen“ ... ähhh Moment: „Nein!“
  • Locutus70 19.01.2020 13:39
    Highlight Highlight Der Mann war und ist die größte Lachnummer. Die meisten haben es nur nicht gemerkt ^^
  • koks 19.01.2020 13:03
    Highlight Highlight Der grüne Fischer hatte immerhin keine Probleme, zu seiner Zeit als Bundesminister des Auswärtigen den Kriegseinsatz deutscher Truppen in ex-Jugoslawien zu legitimieren.

    "Legitimieren" ist ein Zitat aus dem Wiki-Artikel zu seiner Kriegs-Rede vom 13.Mai 1999.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rede_Joschka_Fischers_zum_Nato-Einsatz_im_Kosovo

    Und er tat das mit martialischen Worten (Auschwitzvergleich) . Damit kann er Trump locker das Wasser reichen.
  • Auric 19.01.2020 12:30
    Highlight Highlight Der amerikanische Traum, vom Tellerwäscher zum Millionär

    der deutsche Traum, Joschka Fischer
  • Alnothur 19.01.2020 12:05
    Highlight Highlight Die Antwort auf "Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU derzeit?" ist ja mal ne echte Lachnummer... Schön wärs...
    • dan2016 19.01.2020 16:11
      Highlight Highlight selbstzufriedene, selbstüberschätzende Schweizer sehen es vermutlich nicht so. Vielleicht mal in Georgien, in Kuba, Mexico, in Taiwan, Bangladesh nachfragen, was es heisst, grosse Nachbarn zu haben.
  • Meyer Andrej 19.01.2020 11:17
    Highlight Highlight Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche, eine Eskalation wird kommen, das System wie sich die Welt dreht wird nicht so weiter gehen können.
  • Caissa15 19.01.2020 11:13
    Highlight Highlight Danke, warum versaut Ihr mir mit diesem Konterfei den sonnigen Sonntag?
    • Makatitom 19.01.2020 12:01
      Highlight Highlight Damit du was zu meckern hast
    • flyer64 19.01.2020 12:02
      Highlight Highlight @Caissa: Es hat dich niemand gezwungen Watson zu lesen.
    • Locutus70 19.01.2020 14:07
      Highlight Highlight @Caissa15 - nun mal nicht so memmenhaft :) Ich hab das Interview gern gelesen. Allein schon deshalb um mir wieder vor Augen zu führen, was Joschka Fischer für ein Dampfplauderer war und ist ^^
  • Rethinking 19.01.2020 10:29
    Highlight Highlight „Direkte Demokratie bedarf einer langen Einübung, damit sie funktioniert.“

    Daraus könnte man auch folgern, dass in die Schweiz eingewanderte Personen die direkte Demokratie erst üben müssen, damit das System stabil bleibt...

    Solange die Einwanderung langsam abläuft wird sie wohl vom System kompensiert. Eine schleichende Veränderung ist jedoch nicht auszuschliessen...
    • FrancoL 19.01.2020 11:11
      Highlight Highlight Ich glaube es geht weniger um die Menschen, denn dies würde bedeuten, dass wir das Stimmrechtsalter höher ansetzen müssten, sondern um das Zusammenspiel der verschiedenen demokratischen Ebenen.
    • Rethinking 19.01.2020 12:03
      Highlight Highlight @ FrancoL:

      Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Ich meine in wie vielen Ländern würden Steuersenkungen oder das Bedingungslose Grundeinkommen abgelehnt?

      Das geht nur wenn die Bürger eine gewisse Demokratische Reife haben und ihr Ego zumindest minimal zurück schrauben können...
    • FrancoL 19.01.2020 12:54
      Highlight Highlight @wolge, verstehe Dich nun gar nicht.
      Was soll die Frage mit den Steuersenkungen? Ist doch gerade das Paradebeispiel, dass der Bürger eigentlich eher egoistisch handelt auch in der Schweiz. In unserer Gemeinde senken wir die Steuern alle paar Jahre um sie dann wieder anzuheben, also ein unsinniger Akt, aber das ist Demokratie.
      Ich erkenne nun auch in der Schweiz kaum eine demokratische Reife des Bürgers, da wird wie überall in erster Linie die eigene Situation gestützt, gerade an der Basis in den Gemeinden geht es in die Ego-Richtung, was zu vielem Leerlauf führt.
  • FrancoL 19.01.2020 10:21
    Highlight Highlight Eine Aussage ist nicht zu übersehen und ist wohl auch entscheidend für das zukünftige Europa:

    "Deutschland dagegen ist gegenwärtig in einer schwierigen Rolle. Westdeutschland – und später das vereinigte Deutschland – war eigentlich ein Kind der USA"
    • FrancoL 19.01.2020 11:51
      Highlight Highlight Nein Häxxebäse, das hat nicht viel mit der Vorgeschichte zu tun, sondern eher mit der Idee der Amis in Europa genau das Land auszuwählen, dass durch dick und dünn zu ihnen hält. Da war es für die Amis klar, dass nur Deutschland in Frage kommt und sie wurden nicht enttäuscht.
    • dmark 19.01.2020 12:13
      Highlight Highlight "Weil deutschland die halbe welt ins unglück gestürzt hat"

      Der Schweiz hat es durchaus einiges an Geld und Gold eingebracht und man hat doch recht gut am Krieg mit verdient... Also wollen wir mal nicht so "bescheiden" sein.
    • FrancoL 19.01.2020 14:02
      Highlight Highlight @Häxxebäse; Hast Du Dir noch nie überlegt wieso nicht zB andere Westeuropäische Staaten ähnlich gefördert wurden wie Deutschland?
      Es ist doch etwas stossend, dass die die gegen Deutschland gekämpft haben, viel Leid erfahren haben, am Schluss eher benachteiligt wurden?
      Dein Schlusssatz ist richtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 19.01.2020 10:14
    Highlight Highlight Die einen sagen, es sei nicht verboten, "gescheiter" zu werden (also einzusehen, dass italienische Lackschuhe und Cüpli eben doch "kommoder" sind als Turnschuhe von Lidl).
    Die anderen sagen, er sei ein Verräter.
    Meine Meinung: Jemand, der erst mit 40 der geistigen Pubertät entschlüpft und dann auf die extreme Gegenseite wechselt, verrät sich selbst und die Hinterbliebenen und ist ein grandioser, gieriger Opportunist. Und fleischliche Lust gehört dazu (5. Ehe, 30 Jahre jünger!).
    Vor Verrätern und Opportunisten, fehlt mir die Achtung. Fischer ist eine ganz schlimme Nummer.
    • dmark 19.01.2020 12:23
      Highlight Highlight Einer, der sich durch Leben mogelte und sich mit Hilfe von Netzwerken - er gehörte u.a. zur sog. "Stammtischrunde", aus der auch Schröder hervor ging - in gut bezahlte Positionen brachte.
      Oder - wie ich immer fragte - wie soll ich es meinen Kinder erklären, dass sie etwas Vernünftiges lernen sollen, wenn man als ungelernter Taxifahrer Aussenminister werden kann?
  • CalibriLight 19.01.2020 10:07
    Highlight Highlight Ach Joschka.
    Jetzt fehlt nur noch, dass sein früherer Spezi Schröder auch noch zu Wort kommt.
  • Auric 19.01.2020 10:06
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Rethinking 19.01.2020 10:01
    Highlight Highlight „Sie haben eine Beratungsfirma. Was genau machen Sie bei Fischer & Company?„

    „Ich mache gar nichts.„

    Köstlich!

    Endlich mal ein Chef der dazu steht...
  • LaPalomaOhe 19.01.2020 10:00
    Highlight Highlight Ich sag nur: Völkerrechtswidrige Kriegsführung, das sollte reichen.
  • AnnikKilledTheStage 19.01.2020 09:45
    Highlight Highlight Kleine Aufgeregtheiten? Ich glaub mit der AFD und seiner Wählerschaft....aber vor allem die vielen sozialen Schwachstellen im System, die dazu führten, ist wohl *klein* untertrieben!
  • Dong 19.01.2020 09:08
    Highlight Highlight Ich mag die Olivgrünen in D sowieso nicht und dieses Interview macht es nicht besser. Die waren seinerzeit aus der Friedensbewegung entstanden, heute sind sie für die NATO und gegen direkte Demokratie. Danke an unsere CH-Grünen, dass sie noch Stallgeruch bewahrt haben 👍 !
    • FrancoL 19.01.2020 11:12
      Highlight Highlight Naja, warten Sie einmal ab bis die hiesigen Grünen im Zentrum der Macht ankommen. Wetten dass der "Stallgeruch" strak abnimmt?
    • Dong 19.01.2020 11:37
      Highlight Highlight Um mit dem Establishment ins Bett zu gehen haben wir doch extra die Grünliberalen erfunden 😉
    • FrancoL 19.01.2020 11:49
      Highlight Highlight Dong falsch, auch die Grünen werden mit ins Bett steigen, so wie es ALLE Parteien (inkl. SVP) tun. Das ist ein Part um einen Teil der Macht zu bekommen. Nur wer in diesem Bett liegt hat überhaupt eine minimale Chance etwas zu bewegen.
  • Basti Spiesser 19.01.2020 09:01
    Highlight Highlight Ach der kleine Kriegstreiber. Selten ein grössere Heuchler bei den Grünen gesehen.
    • Florotor 19.01.2020 11:26
      Highlight Highlight "I am not convinced!"
  • zeusli 19.01.2020 08:07
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  • Twinleaks 19.01.2020 08:04
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  • Eron 19.01.2020 07:30
    Highlight Highlight Ach bitte nicht Joschka Fischer ... wie Schröder hat er doch bewiesen, dass seine Expertisen sich selbst dienen um Geld damit zu verdienen. Wie kein anderer ausser Schröder hat er sich politisch soweit von seiner Basis entfernt, dass man das als Verrat an seinen Wählern betiteln muss. Wie stand es letzthin in einer Tageszeitung die eine Studie zu Führungspersonen in Wirtschaft und CEOś formulierte; Narzisten, Psychopathen ... gefährliche Personen.
  • atorator 19.01.2020 06:56
    Highlight Highlight Peinlich, wie der Interviewer immer wieder versucht, das Schweizer Modell anzubiedern. Am Schweizer Wesen soll die Welt genesen...
    • regen 19.01.2020 08:56
      Highlight Highlight dito, ist mir auch aufgefallen.
      der interviewer hat seine fragen abgehakt und selten nachgehakt, fast manipulativ.
      so konnte jf unwidersprochen seine standardfloskeln platzieren.
      einfach schwach......
  • Spooky 19.01.2020 06:43
    Highlight Highlight Haha! So allgemeines Zeugs wie der Fischer hätte ich auch von mir geben können. Da muss ich ja nur ab und zu etwas Zeitung lesen. Sogar nur die Schlagzeilen.
    _______

    "Ein paar Aufgeregtheiten richten da keinen grossen Schaden an."

    Tssss...!!! Okay, dann ist ja alles in Butter. 🙈
    • Noblesse 19.01.2020 08:55
      Highlight Highlight Genau Spooky: Es nervt! "Sie haben eine Beraterfirma. Was machen Sie da? ICH MACHE DA GAR NICHTS..." Das glaube ich sofort!!

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