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7 historische Gründe, warum sich der Iran und die USA hassen

Revolution, Putsch, Geiselnahme: Die USA und der Iran sind seit Jahrzehnten verfeindet. Vor allem ein Ereignis wirkt immer noch nach. 

Ali Vahid Roodsari / t-online



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USA vs. Iran: Eine lange Geschichte der Feindschaft.

Ein Artikel von

T-Online

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran droht dramatisch zu eskalieren: Bei einem amerikanischen Luftangriff im Irak ist der Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, Ghassem Soleimani, getötet worden. Nach Angaben irakischer Sicherheitskräfte trafen drei Raketen zwei Fahrzeuge seines Konvois. Der Befehl zum Angriff kam von US-Präsident Donald Trump. Teheran kündigte massive Vergeltung an.

Beobachter befürchten eine gefährliche Zuspitzung in der Golfregion. Gleichwohl sind der Iran und die USA in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder aneinandergeraten: Die beiden Staaten verbindet eine lange Geschichte, die seit Jahrzehnten von Gegnerschaft, Gewalt und Misstrauen geprägt ist. Eine Chronik der wichtigsten Ereignisse.

1953: Operation Ajax

Im August 1953 stürzten der britische MI6 und die US-amerikanische CIA den iranischen Premierminister Mohammed Mossadeq. Die Geheimdienste stachelten Iraner zum Putsch auf und bezahlten unter anderem Bürger für Demonstrationen. Mossadeq war 1951 demokratisch gewählt worden und hatte dann die britische Anglo-Iranian Oil Compay verstaatlicht. Der Konzern hatte grosse Summen mit iranischem Erdöl erwirtschaft, von denen der Iran nur geringfügig profitierte. Während US-Präsident Harry S. Truman den Briten zunächst Hilfe verweigerte, liess sein Nachfolger Dwight D. Eisenhower die CIA den Aufstand organisieren. Codename: «Operation Ajax». Denn Eisenhower fürchtete, dass der Iran sich der Sowjetunion zuwenden könnte.

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Der Putsch gilt als Schlüsselereignis in den Beziehungen zwischen dem Iran und den USA: Schah Mohammad Reza Pahlavi regierte von da an allein, als Autokrat, mit Wohlwollen der USA. Unter anderem gründete er den Geheimdienst SAVAK, der die iranische Bevölkerung überwachte und die Opposition unterdrückte.

1979: Die iranische Revolution

FILE - In this Feb. 1, 1979, file photo, Ayatollah Ruhollah Khomeini sits inside the chartered airplane in Paris before flying back to Iran after 14 years of exile. Shah Mohammad Reza Pahlavi had expelled Khomeini from Iran in 1964, and he spent most of his time in Najaf, Iraq, but fled to France in 1978. He spent several months in Neauphle-Le-Chateau, a village outside Paris, where he launched the Iranian revolution 40 years ago. (AP Photo/Thierry Campion, File)

Ajatollah Chomeini Bild: AP/AP

Im Jahr 1979 wurde der Schah in der iranischen Revolution gestürzt und durch Ajatollah Chomeini und die islamische Republik ersetzt. Für Ajatollah Chomeini und seine Regierung galten die USA als «Grosser Satan», als Feind und durch und durch verdorben. Die islamische Republik bestreitet seit Beginn ausserdem das Existenzrecht Israels, einem der engsten Verbündeten der USA. Zudem unterstützt der Iran Gruppen wie die Hisbollah aus dem Libanon, die nicht nur den USA als Terrororganisation gilt. Die USA strafen den Iran dafür seit knapp 40 Jahren mit umfangreichen Sanktionen.

1979: Geiselnahme von Teheran

ARCHIV ? ZUM 40. JAHRESTAG DES BEGINNS DER BESETZUNG DER US-BOTSCHAFT IN TEHERAN, IRAN, AM 4. NOVEMBER 2019 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Radical Iranian students storming the United States embassy in Teheran on 4 November 1979. Iranian president-elect Mahmoud Ahmadinejad is accused of having helped the hostage-takers at the US Embassy in 1979 by former US hostages who identified them as one of their captors, media reported on Friday,01 July 2005 (KEYSTONE/EPA/IRNA)

Bild: EPA

Wegen der iranischen Revolution 1979 war der krebskranke Schah nach mehreren Zwischenstationen zur Behandlung in die USA geflüchtet. Der Iran forderte seine Auslieferung, Chomeini rief zu Angriffen auf die USA auf. Am 4. November 1979 besetzten iranische Studenten die amerikanische Botschaft in Teheran. Die Besetzung wurde bald zur Geiselnahme. Erst nach 444 Tagen, am 20. Januar 1981, kamen die letzten Geiseln frei. Sahen die USA den Iran trotz Revolution noch nicht per se als Feind, endeten die Botschaftsbeziehungen beider Länder mit dem Ereignis. 

1980–1988: Iran-Irak-Krieg

Der Iran- Irak -Krieg begann im September 1980 mit einem Angriff des Irak auf den Iran. Der Krieg dauerte bis August 1988. Hunderttausende Menschen starben, die meisten auf iranischer Seite.

FILE - In this Friday Jan. 16, 1987 file photo, Iranian soldiers wear gas masks near a canal in the Shalamcheh area, southeast of Basra, Iraq. Iraqi dictator Saddam Hussein was accused of using mustard gas and the nerve agent taubun in his country's war with neighboring Iran as well as his 1987-88 crackdown on Iraq's Kurdish minority. (AP Photo, File)

Bild: AP/AP

Um den Irak zu unterstützen, nahmen die USA das Land von ihrer Liste der Staaten, die als Terrorunterstützer galten. Ab 1984 setzten sie den Iran auf die Liste. Zudem unterstützten die USA den Irak mit Informationen zu iranischen Truppenaufstellungen und -bewegungen. Wie später bekannt wurde, tolerierte die damalige Reagan-Regierung auch den Einsatz von Giftgas seitens des Irak gegen den Iran.

Trotz eines offiziellen Embargos belieferten die USA allerdings ab 1985 auf Umwegen auch den Iran mit Waffen, wie im Zuge der Iran-Contra-Affäre bekannt wurde.

1988: Abschuss des Iran-Air-Flugs 655

(TEH-4) Funeral for Airbus victims - Seventy-six coffins containing the remains of some of the 290 victims of the Iran Air passenger plane which was shot down Sunday in the Persian Gulf by the USS Vincennes are arrange in a line in front of the Iranian parliament prior to a funeral procession in Theran Thursday, according to the official Iranian news agency which released this photo. (AP-Photo/IRNA) 7.7.1988

Bild: AP

Am 3. Juli 1988 schoss der US-Kreuzer «USS Vincennes» unter Leitung des Kapitäns William C. Rogers einen iranischen Airbus 300 mit 290 Menschen an Bord ab. Das Passagierflugzeug befand sich auf einem knapp halbstündigen Flug von Bandar Abbas nach Dubai über den Persischen Golf. Die «Vincennes» war im Golf stationiert, um Öltanker vor iranischen Angriffen zu schützen und befand sich zum Zeitpunkt des Abschusses in einem Gefecht mit iranischen Schnellbooten.

Für den Abschuss wurde ein Computerfehler auf der «Vincennes» verantwortlich gemacht: Während eine automatische Abfrage den Airbus als Zivilflugzeug erkannte, identifizierte das neuartige Aegis-Kampfsystem die Passagiermaschine als F-14 Tomcat Kampfjet. Rogers liess mehrere Nachrichten auf zivilen und militärischen Kanälen abschicken. Als diese unbeantwortet blieben, liess er das Flugzeug abschiessen.

Im Iran setzen Tausende ihr Leben aufs Spiel

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Video: srf

Zur Empörung des Iran verteidigte der damalige Vizepräsident George H. W. Bush den Einsatz Rogers. Erst 1996 einigte sich die Clinton-Regierung mit dem Iran auf Entschädigungszahlungen in Höhe von knapp 131 Millionen Dollar, wovon etwa 61 Millionen den Hinterbliebenen zustanden. Eine Schuld erkannten die USA nicht an.

2002: Bush erklärt Iran zum Teil der «Achse des Bösen»

FILE - In this Jan. 29. 2002, file photo, President George W. Bush labels North Korea, Iran and Iraq an

Bild: AP/AP

Nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 beschrieb Präsident George W. Bush im Januar 2002 drei Länder als «Achse des Bösen»: Nordkorea, den Irak und den Iran. Der iranischen Regierung gefiel das gar nicht. Dabei sollen der Iran und die USA zuvor im Geheimen sogar miteinander kooperiert haben: Grund war ein gemeinsamer Kampf gegen die Taliban, die beide Seiten gleichermassen als Feind sahen. Nach Bushs Aussage endete jede Zusammenarbeit.

2015 und 2016: Das Atomabkommen und die Wahl Trumps

FILE - In this June 24, 2019, file photo, President Donald Trump holds up a signed executive order to increase sanctions on Iran, in the Oval Office of the White House in Washington, with Treasury Secretary Steven Mnuchin, left, and Vice President Mike Pence. Trump is now three for three. Each year of his presidency, he has issued more executive orders than did former President Barack Obama during the same time-span. (AP Photo/Alex Brandon, File)
Donald Trump,Steve Mnuchin,Mike Pence.

Bild: AP

Bereits zu Schah-Zeiten arbeitete der Iran an einem Atomprogramm, das die USA unterstützten. Mit der iranischen Revolution endete die Hilfe, der Iran führte das Programm aber nach kurzer Pause fort. Im Jahr 2002 wurde bekannt, dass der Iran Atomanlagen besitzt. Mit der Wahl des Hardliners Mahmud Ahmadinedschad als Präsidenten 2005 intensivierte sich der Konflikt, auch weil Ahmadinedschad Israel massiv bedrohte.

 Nach dem Atomabkommen von 2015, das die Regierungen von Barack Obama und Hassan Ruhani und zahlreiche weitere Staaten ausgehandelt hatten, entspannte sich die Situation. Die US-Sanktionen wurden gelockert. Donald Trump, der 2016 zum Präsidenten gewählt wurde, kündigte das Abkommen aber einseitig auf und reaktivierte die US-Sanktionen gegen den Iran. Als Reaktion verkündete der Iran im Mai 2019, wieder Uran anzureichern. Die USA verhängten daraufhin neue Sanktionen. Die Situation verschärfte sich in den letzten Wochen immer weiter bis zum aktuellen Konflikt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Snowy 06.01.2020 10:50
    Highlight Highlight Nothing more to add.
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  • Ueli der Knecht 05.01.2020 14:08
    Highlight Highlight Apropos Historie:

    Wieviele Kriege hat die USA seit 200 Jahren angezettelt?
    Unzählige.

    Wieviele Kriege hat der Iran seit 200 Jahren angezettelt?
    Keinen einzigen.

    Das spricht für sich.
    • MartinZH 05.01.2020 17:09
      Highlight Highlight Bei "Krieg" denken heute noch viele an den 1. oder 2. WK, an Vietnam, Korea, Iran-Irak oder an die Golf-Kriege...

      Das ist Vergangenheit..! Die Strategien der modernen Kriegsführung haben sich seit dieser Zeit verändert... Offene Kriege, mit klaren Fronten, existieren heute praktisch nicht mehr.

      Seit rund 20 Jahren spricht man von Hybridkrieg oder hybrider Kriegführung.

      Was dann im TV gezeigt wird, z.B. Syrien, ist dann nur die Spitze des Eisbergs...

      So auch in der Ukraine: V.a. ein Hybridkrieg (Krim, Cyber, ..), jedoch gekoppelt mit konventionellem Krieg, tagtäglich verwundete und Tote.
    • just sayin' 05.01.2020 18:46
      Highlight Highlight @ MartinZH

      „Offene Kriege, mit klaren Fronten, existieren heute praktisch nicht mehr.“

      da bin ich einig mit dir.

      „ Seit rund 20 Jahren spricht man von Hybridkrieg oder hybrider Kriegführung“

      und da mischt iran überall in der region mit und destabilisiert und hetzt, um ihre agenda zu evrfolgen.
  • Trump's verschwiegener Sohn 04.01.2020 20:06
    Highlight Highlight Im Iran-Irak-Krieg starben 1 Million Menschen. Ein Krieg, der vom Psychopathen Saddam Hussein angefangen wurde. Saddam Hussein hatte die Unterstützung der Cia und der USA im allgemeinen. Diesen Horror sollen die Iraner einfach vergessen. Die Vietnamesen konnten das ja auch mit ihren 2 Millionen Opfern. Nach der Logik der Amerikaner.
  • Gummibär 04.01.2020 18:54
    Highlight Highlight Donald Trump hat seinen Mitbürgern ein besonderes Neujahres-Ei gelegt. Waren es bisher vor allem Leute im Mittleren Osten die in permanenter Angst lebten zum Kollateralschaden eines amerikanischen Angriffs zu werden, so sind es jetzt Amerikaner die weltweit nervös über ihre Schulter schauen, weil sie nicht wissen wo und in welcher Form der Iran versuchen wird Rache zu nehmen.
  • Maese 04.01.2020 18:18
    Highlight Highlight Ich denke der nahe Osten ist und bleibt unstabil, solange die bestehenden Grenzen gelten. Das osmanischen Reich regierte die "Länder" nach Glaubensrichtung (Sunniten, Schiiten, Kurden, ect) und beachtete die regionalen Gegebenheiten. Nach dem 1WK kamen mit den Verträgen von Sevres bzw. Lausanne die Künstlichen Grenzen, ohne die Religionen zu beachten...
    • rodolofo 04.01.2020 22:31
      Highlight Highlight Die syrischen Kurden sind offenbar fähig, auch innerhalb bestehender Grenzen eine multikulturelle Gesellschaft zu organisieren (ohne nicht integrierbare IS-Islamisten).
      Zu was neue Grenzen aufgrund von Ethnizität und Religion führen, zeigt ja sehr abschreckend der Balkan:
      Zuerst hatte man neue Ex-Yugoslawische Länder. Dann wollten bereits innerhalb dieser neuen Länder abtrünnige Regionen von Minderheiten die Länder-Zugehörigkeit wechseln, usw.
      Am Ende kann der Balkan-Flickenteppich froh sein, wenn alle Teile wieder zusammen kommen, sobald sie der Europäischen Union beitreten dürfen...
    • Kruk 06.01.2020 04:02
      Highlight Highlight "Die syrischen Kurden sind offenbar fähig, auch innerhalb bestehender Grenzen eine multikulturelle Gesellschaft zu organisieren"
      Rodolofo machst du einen Witz?

      Du weisst dass auch die Kurden, wie dies bei fast allen modernen Staatsgründungen der Fall war, zuerst einen Konsens in der Bevölkerung für den neuen Staat schaffen wollen. Vertreibung nicht Kurdischer Menschen, Morde etc.
      Dass die kurdischen Milizen im Westen so heroisiert werden ist mir ein Rätsel. Wie alle anderen Kriegsparteien verfolgen sie eiskalt ihre Agenda.

    • Kruk 06.01.2020 04:06
      Highlight Highlight Nur die Spitze des Eisbergs.

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2015-10/syrien-amnesty-international-bericht-vertreibungen

      Im Irak haben sie ihre Geschwister die Jessiden entwaffnet und im Stich gelassen, ein Tag bevor der IS kam. um sie dann etwas später Medienwirksam zu retten.
  • Andre Buchheim 04.01.2020 17:07
    Highlight Highlight Könnten wir den Schwachsinn des Krieges nicht einfach mal lassen und dafür weltweit unsere Kräfte, Gelder, Forschungen und Ressourcen darauf verwenden, die Welt wieder ins ökologische und soziale Gleichgewicht zu bringen? Wäre das eine denkbare Alternative zu Krieg, Ich-Sucht und Gewinnmaximierung, zu dieser gefährlichen und giftigen Mentalität der Ausbeutung? Das ist nicht so schwer. Und jeder Einzelne kann etwas beisteuern und sich dementsprechend einbringen.
    • rodolofo 04.01.2020 18:14
      Highlight Highlight Wie schon vielfach festgestellt:
      Die Welt wird von Satanisten regiert, die dem Satan alles Üble zuschieben, das sie verbrochen haben.
      Den Satan würde ich gerne kennenlernen, wenn es ihn gäbe. Aber bei Satanisten (meistens tarnen sie sich geschickt als fromme Biedermänner) halte ich wohlweislich Abstand.
    • DemonCore 04.01.2020 18:23
      Highlight Highlight Könnte man, wenn man nicht im wesentlichen damit beschäftigt wäre mit allen Mitteln darüber zu streiten wer die bessere Religion hat. Könnten wir uns von der künstlichen Balkanisierung der Menschheit in ein knappes Dutzend grosse Religionen befreien, hätten wir unendlich viele Möglichkeiten. Rassisten und Theisten machen unnötige Unterscheidungen und säen Streit.
    • Andre Buchheim 04.01.2020 21:24
      Highlight Highlight Was hat dieser Angriff denn mit Religion zu tun?
  • Domino 04.01.2020 15:59
    Highlight Highlight Der Konflikt ist schon viel älter und startete nach dem Tod Mohammeds, als sich Sunniten und Schiiten gebildet haben. Die USA sitzt mit den Sunniten im Boot und handelt kräftig Waffen und Öl mit Saudi Arabien. Russland dasselbe mit den Schiiten / Iran.
    • MAOAM 04.01.2020 17:11
      Highlight Highlight Ganz so einfach ist es nicht, aber ja...
    • Tamtam87 04.01.2020 17:54
      Highlight Highlight Quelle?
    • efrain 05.01.2020 12:04
      Highlight Highlight Interessanterweise sind Al Qaeda und IS beide sunnitisch. Die USA haben's also mit den beiden Seiten etwas verkackt. Diese haben auch beide den Westen, inkl. Europa, in der Vergangenheit "terrorisiert".

      Mit Religion hat das Ganze m.E. gar nicht so viel zu tun. Das sind einfach die Sollbruchstellen, um Othering zu rechtfertigen.
  • Smeyers 04.01.2020 15:52
    Highlight Highlight Was bei dieser Zusammenfassung fehlt, wie der Iran kontinuierlich versucht alle Staaten im nahen Osten zu destabilisieren und Terroranschläge durchführen sei es in Syrien, Libanon oder eben im Irak. Und dies seit die Mullahs an der Macht sind. Dies auch in Ländern wo die USA nicht vertreten sind. Die Hizbolah im Libanon und die Hamas in Faza sind die besten Beispiele.
    • Snowy 04.01.2020 20:52
      Highlight Highlight Und warum sind die Mullahs an der Macht?

      Dies ist eine direkte Folge davon, dass der demokratisch gewählte Präsident Mossadegh weggeputscht wurde von der CIA.

      Es ist ein Schande, wenn man sieht was für ein fortschrittliches Land der Iran in den 60- ern war...
      Benutzer Bild
    • rodolofo 04.01.2020 22:22
      Highlight Highlight Damals gab es auch grosse und starke kommunistische Parteien in allen arabischen und persischen Ländern.
      Alles wurde damals der simplen Logik des Kalten Krieges unterworfen und geopfert.
      Für die US-Strategen war alles Linke und demokratische automatisch kommunistisch.
      Wenn wir hören, wie Trump heute über die Demokratische Partei spricht, dann ist das auch heute noch so.
      Dafür nenne ich ihn im Gegenzug "Ballon-Mann" (Für den Faschismus ist Trump zu faul und zu bequem.).
    • Smeyers 04.01.2020 22:31
      Highlight Highlight @snowy; das die Mullahs an der Macht sind und Ihr Volk bis heute unterdrücken ist eine Entscheidung der Iranischen Regierung. Die USA waren der Auslöser, aber Ayatollah und die Mullahs unterdrücken ihr Volk wie Diktatoren und bezahlen Terroristen in den Nachbarländern wie Syrien, Libanon und Irak um die Region zu destabilisieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 04.01.2020 15:48
    Highlight Highlight Oh Wunder, die Sachlage ist komplizierter als USA böse Iran super.

    Man darf durchaus auch feststellen dass die Briten überall ihre Finger im Spiel hatten, wenn es darum ging Länder in ihrem ehemaligen Einflussbereich zu manipulieren und Unruhe zu stiften. Das weckt Erinnerung an ihre jüngsten Spielchen mit den europäischen Nachbarn.
    • rodolofo 04.01.2020 16:49
      Highlight Highlight Hat das denn jemand behauptet?
      Der geschichtliche Abriss soll ja zeigen, wie sich der heutige Konflikt seit langem anbahnte und hochschaukelte.
    • FrancoL 04.01.2020 17:12
      Highlight Highlight Naja, da gibt es eine gewissen DemonCore, der sogar die Fahne gewechselt hat um mit Nachdruck den Iranern an den Karren fahren zu können.
      Und ich habe in wenigen, bzw in keinem Post gelesen, dass die Iraner super sind, ausser bei Dir, der immer wieder diese Simplifikation den anderen Kommentierenden in den Mund legen wollte.
    • DemonCore 04.01.2020 18:20
      Highlight Highlight Ich habe die Flagge gewechselt um die antiamerikanischen Hetzer hier zu triggern, zu denen du leider auch gehörst. In dutzenden von Posts wurde die USA mit dem Mullah-Regime gleichgesetzt. Der Iran betreibt nukleare Proliferation und befeuert Bürgerkriege, unterdrückt seine eigene Bevölkerung und bedroht Nachbarn mit verdeckten Operationen. Alles Dinge die man den USA nicht vorwerfen kann. Die USA haben Berlin aus der Luft versorgt, haben Myanmar und Indonesien mehrfach bei Naturkatastrophen unterstützt, haben den Kosovo vor den Serben beschützt, haben Afghanistan vor den Taliban beschützt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Tirador 04.01.2020 15:38
    Highlight Highlight erstaunt mich wenig, dass am Anfang das Öl eine wichtige Rolle spielte.
  • Beggride 04.01.2020 15:35
    Highlight Highlight "Was kriegst du, wenn du einen geistig verwirrten 'Staat von innen implodieren lässt, seine Bevölkerung danach' im Stich lässt und behandelst wie Dreck?" - Joker/Iran
  • circumspectat animo 04.01.2020 15:28
    Highlight Highlight Grund 1. USA
    Grund 2. USA
    Grund 3. USA
    Grund 4. USA
    Grund 5. USA
    Grund 6. USA
    Grund 7. USA
    • DemonCore 04.01.2020 18:27
      Highlight Highlight Ich geb dir eine etwas kreativere Auswahl:
      1. Religiöse Sektiererei
      2. Rassismus
      3. Revisionismus (massgeblich durch starke Religiosität)
      4. künstlich aufrechterhaltene Armut (durch totalitäre Regimes)
      5. künstlich aufrechterhaltener Bildungsmangel (durch Religion)
      6. Geldgier
      7. Fehlender Respekt für das menschliche Leben (ebenfalls wegen der Religion)
    • reactor 05.01.2020 12:39
      Highlight Highlight Demon Care, warum lassen sich diese 7 Punkte fast nahtlos auf grosse Regionen innerhalb der USA übertragen... ja die Auswahl ist wirklich kreativ.
    • just sayin' 05.01.2020 20:34
      Highlight Highlight @reactor

      „Demon Care, warum lassen sich diese 7 Punkte fast nahtlos auf grosse Regionen innerhalb der USA übertragen?“

      weil du eventuell von us amerikanischen hass zu verblendet bist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pascolo 04.01.2020 15:09
    Highlight Highlight Die Religioten und ihre Religion sind schuld, wie meistens wenn getötet und gestorben wird!
    • Firefly 04.01.2020 16:31
      Highlight Highlight Nein, schuld sind immer Menschen mit Macht, die Befehle geben zu töten und Menschen die töten.
    • MAOAM 04.01.2020 17:14
      Highlight Highlight @Firefly: Pascolo hat recht. Schau in die Geschichtsbücher.
    • Eisvogel 04.01.2020 17:38
      Highlight Highlight Pascolo- eher Macht ist schuld, hier geopolitische von wegen Erdöl.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 04.01.2020 14:51
    Highlight Highlight Nach dem Schah-Sturz hat es das Mullah-Regime leider nie geschafft, einen prosperierenden Staat mit einer freien Gesellschaft aufzubauen. Einzig der Gewalt ist der Gottesstaat treu geblieben. Und so sind die Perser heute die grössten Sponsoren des weltweiten islamistischen Terrors, im Kampf gegen die Freiheit. Der Iran darf einfach nie Gewalt über nukleare Waffen erlangen, denn zu was die mit ihrem Dschihad in der Lage sind, wissen wir leider alle nur zu gut..! 😔

    Wäre schön, wenn das 80-Mio.-Volk bei freien, demokratischen Wahlen über sich selbst bestimmen könnte. Aber das ist eine Illusion.
    • eiSat 04.01.2020 16:18
      Highlight Highlight Wenn’s soweit kommen würde, wären die Briten und Amis wieder zur Stelle...
    • rodolofo 04.01.2020 16:54
      Highlight Highlight Sind nicht die Saudis die grössten Sponsoren?
    • Hierbabuena 04.01.2020 17:37
      Highlight Highlight Sorry, du erzählst kompletten Mist: Der auch in der westlichen Welt geführte Dschihad ist sunnitisch, Iran schiitisch. Schiiten verabscheuen den IS, al kaida, etc zu tiefst. Bitte informiere dich zuerst, bevor du deine Expertise abgibst. Der Unterstützer Nummer 1 des weltweiten islamistischen Terrors ist nachweislich Saudi Arabien. Dass der Säbeltanzende Donald das nicht versteht, überrascht mich weniger.... aber du?????
      Beim zweiten Teil deiner Ausführungen bzgl. Demokratie im Iran gebe ich dir allerdings recht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madiba 04.01.2020 14:32
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, wie der nahe Osten daher käme, wenn die Briten und die Amis den damals sehr fortschrittlichen und modernen Iran unter Mossadegh nicht destabilisiert hätten...
    • KrasseChecker 04.01.2020 17:38
      Highlight Highlight Ich verstehe die Spekulation nicht. Der Iran ist nicht Teil des Nahen Ostens oder wollen Sie auf die Konflikte des Irans mit dem Nahen Osten andeuten?
    • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 04.01.2020 17:40
      Highlight Highlight Hier noch ein Bild von den 70erJahre
      Benutzer Bild
    • pamayer 04.01.2020 17:40
      Highlight Highlight Demokratisch. Vielleicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nathalie Zickli 04.01.2020 14:16
    Highlight Highlight Da kommt mir die Galle hoch wenn ich sowas lese. Die Amerikaner sind seit 1960 die grössten Kriegsverbrecher auf diesen Planeten und werden nie sanktioniert. Es wird Zeit dies zu ändern. Amerika soll bluten für all die Gräueltaten von Ureinwohner über Vietnam bis zum Golf.
    • Garp 04.01.2020 16:44
      Highlight Highlight Bluten klingt mehr nach Rache, statt nach Gerechtigkeit.
    • MAOAM 04.01.2020 17:27
      Highlight Highlight Ja aber es ist historisch festzustellen, dass sie nicht die einzigen sind. Aber ja sie fallen in den letzten paar Jahren auf. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen?wprov=sfla1
    • Tamtam87 04.01.2020 18:06
      Highlight Highlight Ich finde vergeltung keine Lösung, zumal es weder dem Irak noch sonstwem was nützt. Besser wären Friedensangebote seitens Amerikanern, finanzielle Entschädigungen, sowie Akzeptanz des Staates Iran. Man müsste all diesen unterdrückten Menschen, die sich teilweise terrororganisationen angeschlossen haben ihr recht zurückgeben. Irgendwann, wenn es diesen menschen so elend geht, dass sie den tod als erlösung sehen, werden sie den atomkrieg herbeisehnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wiedergabe 04.01.2020 14:12
    Highlight Highlight Interessant welcher Partei die Präsidenten abgehörten, die jeweils die Situation entschärften versuchten oder bewusst eskalierten liessen.
    Truman, Clinton, Obama vs Eisenhower, Reagan, Bush, Trump.
    Zieht sich durch die Jahrzehnte durch, sogar bis zu Trump.
  • Pinkerton 04.01.2020 13:43
    Highlight Highlight Die USA „hassen“ den Iran nicht. Das iranische Volk geniesst im Gegenteil grossen Respekt. In Los Angeles lebt die grösste iranische Diaspora der Welt. Allerdings schätzt die USA das brutale und rücksichtslose Regime richtig ein. Und an alle, die jetzt wieder schiefe Analogien zu den USA ziehen wollen: Nein, die USA steinigen keine Ehebrecherinnen und werfen auch keine Schwulen von Türmen. Es gibt auch keine Amputationen als Körperstrafe. Aber ich verstehe schon, das muss man beim grassierenden USA-Hass halt ausblenden.
    • Ichiban 04.01.2020 16:37
      Highlight Highlight Mmmhhh und wieso haben sie dann die regierung 1953 gestürzt? Da gab es keine steinigungen...
    • Firefly 04.01.2020 16:38
      Highlight Highlight Nun die USA und ihre Kultur (politisch wie gesellschaftlich) stehen mir um einiges näher als die des Iran, oder Russlands oder Chinas...

      Auch wenn der Trump da einiges wettmacht.

      Jedoch denke ich, dass dies kein intelligenter Zug war. Die Welt wäre besser gefahren mit einem Atomabkommen, wie Obama es ausgehandelt hat als mit einem toten iranischen General. Europa wird letzten Endes leidtragende sein, denn die Flüchtlinge kommen hiereher first.
    • Pisti 04.01.2020 17:01
      Highlight Highlight Nun mit Abschluss des Atomabkommens ging es mit der Wirtschaft des Irans gleich bergauf. Und siehe da der Iran hat seinen Einfluss im nahen Osten gleich massiv ausgebaut und das nicht zum positiven.
      Irgendwie verständlich kündigen die USA das Abkommen. Ein wirtschaftlich starker Iran mit dieser islamistischer Regierung ist brandgefährlich.
      Und was Europa oder zumindest die Schweiz angeht wir sollten uns raushalten und auch keine Flüchtlinge aufnehmen aus diesem Gebiet, das ist ein muslimischer Konflikt mit Beteiligung der USA.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 04.01.2020 13:23
    Highlight Highlight Titelbild from Hell

    Falls sich jemand gefragt haben sollte, auf welcher Seite die Bildredaktion steht ...
    • schuldig 04.01.2020 13:50
      Highlight Highlight @toerpe zwerg
      Ich kann da keine Parteinahme erkennen.
    • MartinZH 04.01.2020 14:51
      Highlight Highlight @schuldig: Ironie oder Du bist blind.
    • Raphael Stein 04.01.2020 15:17
      Highlight Highlight Gibt es denn noch "Seiten" wo man stehen soll?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rolf stühlinger (1) 04.01.2020 13:17
    Highlight Highlight Also wenn man das so liesst, könnte man zum schluss kommem, trump will einen krieg mit dem iran!
    Hofft er so wiedergewählt zu werden?
    • AoxoToxoA 04.01.2020 16:53
      Highlight Highlight Auch, aber hauptsache es lenkt vom Impeachment ab ;)
    • rodolofo 04.01.2020 18:29
      Highlight Highlight Trump will anscheinend auf eine besonders dumme Art beweisen, dass er nicht immer nur blufft.
      Nach der Tötung der Nummer 2 des Iranischen Régimes schlägt er den Mullah's dann augenzwinkernd vor, doch jetzt wieder "normal" zu werden und sich an einen Verhandlungstisch zu setzen...
      Entweder, Trump tut nur so, als ob er ein durchgeknallter Vollpfosten mit Null Einfühlungsvermögen in Andere sei, oder er ist tatsächlich ein total unfähiger Präsidentendarsteller, dem sein eigenes Theater immer mehr über den Kopf wächst.
      Ich glaube an Letzteres, denn das scheint mir etwas weniger schlimm zu sein...
  • Vecchia 04.01.2020 13:11
    Highlight Highlight Gute Zusammenfassung!

    Und nun ist das eingetreten, was keiner für möglich gehalten hätte. Die scheinbar grenzenlose historische Ignoranz und Dummheit der letzten Bush-Aera wurde getoppt...
    • Rabbi Jussuf 04.01.2020 18:35
      Highlight Highlight Nö,
      es wurde nur etwas unternommen, was früher oder später sowieso hätte passieren müssen.
  • Mikey51 04.01.2020 13:08
    Highlight Highlight Lesen wir die Chronologie der Ereignisse so ist klar, dass über Jahrezehnte die Amerikaner die Aggressoren waren und es somit verständlich ist, dass der Iran den Amerikanern zu tiefst misstraut. Die USA war eigentlich immer der Aggressor in diesen Ländern dabei ging es nicht um politische Interessen, sondern um Erdöl/Gas und geopolitische Positionen. Abgesehen davon hat der Iran mehr Kultur und historische Vergangenheit im linken Finger als die USA als Ganzes seit ihrer Gründung.
    • Rabbi Jussuf 04.01.2020 18:39
      Highlight Highlight Mikey
      Meinst du mit "historischer Vergangenheit" des Iran, dass Persien schon über Jahrhunderte immer wieder Erfahrung als Aggressor gesammelt hatte?
    • Koppsi-GAP 04.01.2020 19:03
      Highlight Highlight IMHO existiert in den USA gar keine Kultur.

      Mir wird kotzübel wenn ich irgendwelche Heinis mit der Hand am Herz sehe.
      Auf was bilden die Amis sich etwas ein?
      Sie haben die Ureinwohner nahezu ausgerottet; Menschen versklavt; sie sind eine Einwanderer-Nation ohne jeglichen Hintergrund.
      Ihr habt Tell, Zwingli, Dunant, eine viersprachige Kultur, ...
      Ich war 6 Jahre bei der OMS tätig. Daher war ich ziemlich oft bei den UN in NY und beim CDC in Atlanta. Und was war ich froh endlich wieder nach" good old Europe" Richtung Genf fliegen zu dürfen.
    • just sayin' 05.01.2020 23:17
      Highlight Highlight @Koppsi-GAP

      „IMHO existiert in den USA gar keine Kultur.“

      das beweist, dass du entweder nie da warst, oder aber, dass du dich nie auf ihre kultur eingelassen hast.

      „Sie haben die Ureinwohner nahezu ausgerottet...“

      du weisst schon, dass sich die ureinwohner auch gegenseitig ausgerottet haben?

      „...Menschen versklavt“

      das haben wir europäer auch.

      dein verklärtes bild vom harmlosen europa und vom grundbösen amerika ist erschreckend.

      sie haben vieles falsch gemacht - wie andere auch.

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