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Schweizer Touristin in Phuket getötet, lebenslange Haft für Thai

Schweizer Touristin in Phuket getötet, lebenslange Haft für Thai

16.03.2022, 12:2616.03.2022, 14:02
FILE - In this Aug. 6, 2021, file photo, police tape cordons off the area where a woman was found dead a day earlier at a secluded spot on the southern island of Phuket, Thailand. A suspect in the dea ...
Der TatortBild: keystone

Ein Thailänder ist am Mittwoch wegen des Mordes an einer Schweizer Touristin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Leiche der Frau war in der Nähe eines Wasserfalls auf der Touristeninsel Phuket gefunden worden.

Im Juli 2021 war die Leiche der 57-jährigen Schweizerin mit dem Gesicht nach unten liegend entdeckt worden. In der Nähe des Opfers wurden eine Jeans, Turnschuhe und ein Mobiltelefon gefunden.

Die allein reisende Frau war während der Corona-Pandemie mit dem Programm nach Thailand gekommen, das es vollständig geimpften ausländischen Reisenden erlaubte, sich ohne Quarantäne in dem Land aufzuhalten.

Ein Gericht in Phuket entschied nun am Dienstag, dass ein 27-Jähriger der Frau in der Nähe des Wasserfalls mit der Absicht begegnet war, sie zu vergewaltigen, sie dann aber tötete und ihr Geld stahl, wie ein Justizsprecher erklärte. «In allen Punkten hat das Gericht den Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt», hiess es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

Bei der Tat ging es um 300 Baht, umgerechnet knapp neun Franken

Bei einer früheren Anhörung hatte der Mann die Tat gestanden und dem Gericht erklärt, dass er etwa 300 Baht, umgerechnet knapp neun Franken, gestohlen habe, nachdem er die Schweizerin erwürgt hatte.

Der Mord warf einen Schatten auf den Start des Pilotprojektes in Phuket, mit dem der schwer angeschlagene thailändische Tourismussektor nach einem Jahr strenger Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie wieder eröffnet werden sollte. (aeg/sda/afp)

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Die Reforma­ti­on im Bergell
Das Bergell war lange die geografische und kulturelle Verbindung zwischen dem italienischen, rätoromanischen und germanischen Europa. Das durch Handelsrouten, eine traditionell lokale Selbstbestimmung und religiöse Aufbruchsstimmung geprägte Tal wurde im 16. Jahrhundert zu einem einzigartigen Zufluchtsort für italienische Protestanten.
Aufgrund seiner Lage zum Septimer-, Julier- und Splügenpass liegt das entlegene Bündner Tal an einem wichtigen Knotenpunkt zwischen Süd- und Mitteleuropa. Im Mittelalter füllten der Handel und lukrative Zölle auf den Strassen im und rund ums Bergell die Kassen des Bischofs von Chur, ebenso wie jene der lokalen Oberschicht: der Familien Salis, Torriani, Castelmur und Prevosti.
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