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Vor der WM: Frankreich-Trainer Deschamps motzt über US-Zustände

epa12852788 France head coach Didier Deschamps looks on before the international friendly match between Brazil and France in Foxborough, Massachusetts, USA, 26 March 2026. EPA/ADAM RICHINS
Didier Deschamps sieht noch viel Verbesserungsbedarf vor der WM in den USA.Bild: keystone

«Noch nie im Leben gesehen»: Frankreich-Trainer Deschamps motzt über Zustände bei US-Trip

Frankreich gehört 2026 erneut zu den Topfavoriten bei der WM. Doch während eines Vorbereitungsbesuchs äussert Trainer Didier Deschamps deutliche Kritik an den Umständen im Gastgeberland USA.
29.03.2026, 06:4829.03.2026, 07:12

Während die Schweiz unter anderem gegen Deutschland testete, tourt die französische Nationalmannschaft zur WM-Vorbereitung durch Nordamerika. Resultatmässig läuft es der Equipe Tricolore gut, gegen WM-Mitfavorit Brasilien gab es am Samstag trotz langer Unterzahl einen Sieg.

Doch zu den begleitenden Umständen hatte der seit 2012 amtierende und nach der WM abtretende Trainer der Franzosen, Didier Deschamps, nicht viel Positives zu berichten. Der 57-Jährige, der Frankreich 2018 zum WM-Titel führte, kritisierte an der Pressekonferenz nach dem Brasilien-Spiel diverse Dinge in den USA, wie der Kicker berichtet.

Unter anderem müsse sich die Organisation an der WM deutlich verbessern. «Wir haben Probleme mit den Anfahrtswegen. Nicht wegen der Entfernung, sondern wegen der Zeit.» Der Verkehr in den US-Städten sei sehr dicht, es drohten häufig Verspätungen und bei der aktuellen Reise müsse man womöglich geplante Trainingseinheiten absagen. Frankreich spielte gegen Brasilien in Foxborough im Bundesstaat Massachusetts, wo das Team auch eines der drei WM-Gruppenspiele austragen wird.

Ebenfalls wenig sinnvoll sei, dass die Mannschaft nicht im Stadion trainieren könne, dort aber die Medienaktivitäten abgehalten würden. Zwischen dem Training auf einem anderen Platz und dem Beginn von Medienterminen seien nur 45 Minuten eingeplant, was sehr kurz sei und dadurch für organisatorische Probleme sorge.

Deschamps kritisiert Flughafen-Kontrollen

Zudem hat laut Deschamps auch die politische Lage einen Einfluss auf die Verzögerungen. An den Flughäfen dauerten die Kontrollen sehr lange, auch für die Spieler. Deschamps:

«Es gibt Kontrollen, wie ich sie noch nie in meinem Leben gesehen habe.»

Die Regierung von US-Präsident Trump hatte die Kontrollen während dessen Amtszeit massiv verschärfen lassen. Da zuletzt das eigentliche Sicherheitspersonal an den Flughäfen wegen des Haushaltsstreits im US-Kongress nicht bezahlt wird und deswegen zu einem beträchtlichen Teil nicht zur Arbeit erscheint, hat Trump vor kurzem Beamte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE an die Flughäfen geschickt.

Der französische Natitrainer, der nach der WM seinen Posten mit Zinedine Zidane wohl einer anderen Fussballlegende überlässt, erklärte an der Medienkonferenz, dass das Vorgehen der Trump-Behörden schon bei der Klub-WM vergangenes Jahr für Probleme gesorgt habe.

«Ich habe mit den Spielern gesprochen, die dabei waren, und sie haben von einigen Situationen mit Komplikationen berichtet – mal mehr, mal weniger.»

Die ganz grosse WM-Vorfreude scheint der aktuelle US-Trip bei den Franzosen also nicht zu entfachen. Die Mannschaft von Didier Deschamps spielt am Sonntag noch gegen Kolumbien in der Nähe der US-Hauptstadt Washington. Bei der WM im Juni treffen Les Bleus in der Gruppenphase auf Senegal, Norwegen und den Sieger aus der Playoffpartie Irak gegen Bolivien. (con)

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75 Kommentare
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wasihrnichtsagt
29.03.2026 07:17registriert April 2018
Die USA gehört reisetechnisch boykottiert, basta! Die WM Teilnahme sollte aus Prinzip verweigert werden.
Man spielte damals bei Hitler und jetzt geht man zu den Spielen zu Trump.
Eine verpasste Chance einfach mal NEIN zu sagen.
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Eckhardt
29.03.2026 07:12registriert Juni 2024
Dazu kommt nun noch der Krieg mit Iran, mit vielen Unwägbarkeiten, nicht nur stark gestiegene Kerosin-Preise und andere Probleme mit der Luftfahrt. Diese WM wird ein voller Erfolg. Ironie aus.
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N. Y. P.
29.03.2026 07:25registriert August 2018
Falls es noch niemand mitgekriegt hat, das stabile Genie lässt B 52 Bomber Richtung Nahen Osten verlegen. Auch Bodentruppen werden verlegt. Wir werden in den nächsten Wochen massive Bombardements im Iran sehen. Die Strasse wird dann von den Mullahs definitiv für 2026 geschlossen. Der Ölpreis wird auf 260 Dollar pro Fass steigen.

Ja, die Probleme, die Didier Deschamps hier beschreibt, werden sich bis im Sommer in Luft auflösen. Die Europäische Union wird ihre Mannschaften nicht an die Trump Spiele schicken.
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