Kobel schwärmt: «Den macht er brutal» – und Wirtz outet sich als Nati-Fan
Bei dieser Partie hat sich das Eintrittsgeld gelohnt: Die Schweiz unterlag im mit 34'316 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauften Basler St. Jakob-Park 3:4 gegen Deutschland. Es war eine durchgehend unterhaltsame Partie mit vielen sehr sehenswerten Toren. Besonders der Treffer zum 3:2 für Deutschland dürfte Fussballfans noch länger in Erinnerung bleiben: Florian Wirtz schlenzte den Ball vom Strafraumeck unhaltbar unter die Latte.
Nati-Goalie Gregor Kobel staunte danach: «Den macht er brutal. Ich habe komplett mit der Flanke gerechnet, aber so, wie er trifft … Weltklasse!» Selbst der Torschütze zeigte sich etwas überrascht von sich selbst: «Ich verstehe, dass er mit einem solchen Schuss nicht gerechnet hat, weil der von weit draussen kommt. Aber ich wollte den Ball schon aufs Tor bringen. Dass der dann so einschlägt, ist ein kleines Extra – geiles Tor!»
In der Schlussphase musste sich Kobel beim Tor zum 4:3-Endstand Wirtz ein weiteres Mal geschlagen geben. Der Deutsche Jungstar sagte nach seinen beiden Treffern aus der Distanz: «Ich erwarte von mir selbst, ein Team anzuführen und Spiele zu entscheiden. Das ist mir heute gelungen, deshalb bin ich froh.» Danach lobte er aber auch die Schweiz, die gegen Deutschland zehnmal wechselte: «Es spricht für die Schweiz und ihr Kader, dass sie selbst bei so vielen Wechseln noch so viel Qualität auf dem Platz hat.» Ausserdem sei er «ein grosser Fan davon, wie die Schweiz Fussball spielt. Sie versuchen, mitzuspielen und vorne draufzugehen.»
Das sind die weiteren Stimmen zu der Partie zwischen den beiden Nachbarn:
Trainer Murat Yakin
Wir waren wieder sehr effizient, aber wir haben auch gesehen, dass wir gegen einen starken Gegner mehr machen müssen. Phasenweise konnten wir unser Spiel durchziehen. Wir sind auch gut gepresst worden, was wir sonst nicht so gewohnt waren, da haben wir gute Erkenntnisse gewonnen, wo wir auch in der Defensive noch arbeiten müssen. Schliesslich bereiten wir uns auf unseren ersten WM-Gegner Katar vor.
Dieses Spiel bot uns gute Möglichkeiten, einige Spieler auch länger anschauen zu können. Noah Okafor hätte ich auch gern eingesetzt, aber er hat sich beim Einlaufen muskuläre Probleme zugezogen. Gegen Norwegen am Dienstag werden wir auch wieder gefordert sein, und ich hoffe, dass wir vor allem in den Umschaltphasen gefährliche Situationen kreieren können.»
Breel Embolo
Captain Granit Xhaka
Gregor Kobel
Denis Zakaria
(nih/sda)
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