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Florian Wirtz outet sich nach Spiel gegen die Schweiz als Nati-Fan

Schuss von Florian Wirtz Deutschland Germany geht in den Winkel, Torwart/Goalie Gregor Kobel Schweiz, Switzerland, Suisse, 01 guckt entsetzt hinterher und hat keine Chance - Basel 27.03.2026: Schweiz  ...
Beim Schuss von Florian Wirtz konnte sich Gregor Kobel noch so strecken.Bild: www.imago-images.de

Kobel schwärmt: «Den macht er brutal» – und Wirtz outet sich als Nati-Fan

28.03.2026, 00:0628.03.2026, 00:10

Bei dieser Partie hat sich das Eintrittsgeld gelohnt: Die Schweiz unterlag im mit 34'316 Zuschauerinnen und Zuschauern ausverkauften Basler St. Jakob-Park 3:4 gegen Deutschland. Es war eine durchgehend unterhaltsame Partie mit vielen sehr sehenswerten Toren. Besonders der Treffer zum 3:2 für Deutschland dürfte Fussballfans noch länger in Erinnerung bleiben: Florian Wirtz schlenzte den Ball vom Strafraumeck unhaltbar unter die Latte.

Nati-Goalie Gregor Kobel staunte danach: «Den macht er brutal. Ich habe komplett mit der Flanke gerechnet, aber so, wie er trifft … Weltklasse!» Selbst der Torschütze zeigte sich etwas überrascht von sich selbst: «Ich verstehe, dass er mit einem solchen Schuss nicht gerechnet hat, weil der von weit draussen kommt. Aber ich wollte den Ball schon aufs Tor bringen. Dass der dann so einschlägt, ist ein kleines Extra – geiles Tor!»

In der Schlussphase musste sich Kobel beim Tor zum 4:3-Endstand Wirtz ein weiteres Mal geschlagen geben. Der Deutsche Jungstar sagte nach seinen beiden Treffern aus der Distanz: «Ich erwarte von mir selbst, ein Team anzuführen und Spiele zu entscheiden. Das ist mir heute gelungen, deshalb bin ich froh.» Danach lobte er aber auch die Schweiz, die gegen Deutschland zehnmal wechselte: «Es spricht für die Schweiz und ihr Kader, dass sie selbst bei so vielen Wechseln noch so viel Qualität auf dem Platz hat.» Ausserdem sei er «ein grosser Fan davon, wie die Schweiz Fussball spielt. Sie versuchen, mitzuspielen und vorne draufzugehen.»

Das sind die weiteren Stimmen zu der Partie zwischen den beiden Nachbarn:

Trainer Murat Yakin

«Wirtz' Kompliment nehmen wir sehr gerne an, können es aber auch zurückgenommen. Das war ein sehr spezielles Spiel von ihm, die beiden Tore zeigen seine Klasse.

Wir waren wieder sehr effizient, aber wir haben auch gesehen, dass wir gegen einen starken Gegner mehr machen müssen. Phasenweise konnten wir unser Spiel durchziehen. Wir sind auch gut gepresst worden, was wir sonst nicht so gewohnt waren, da haben wir gute Erkenntnisse gewonnen, wo wir auch in der Defensive noch arbeiten müssen. Schliesslich bereiten wir uns auf unseren ersten WM-Gegner Katar vor.

Dieses Spiel bot uns gute Möglichkeiten, einige Spieler auch länger anschauen zu können. Noah Okafor hätte ich auch gern eingesetzt, aber er hat sich beim Einlaufen muskuläre Probleme zugezogen. Gegen Norwegen am Dienstag werden wir auch wieder gefordert sein, und ich hoffe, dass wir vor allem in den Umschaltphasen gefährliche Situationen kreieren können.»

Breel Embolo

«Es war ein Spektakel. Und ich denke, dass am Ende die bessere Mannschaft gewonnen hat. Das ist schade, weil wir unbedingt gewinnen wollten. Wir haben trotzdem gute Ansätze gezeigt gegen einen grossen Gegner. Uns hat heute aber die Genauigkeit gefehlt, der Mut und das 2:2 kommt auch etwas unglücklich. Wir hatten etwas Mühe, die richtigen Räume zu bespielen. Vor allem in den ersten 35 Minuten waren wir sowohl mit als auch ohne Ball ungenügend, dann haben wir 10 bis 15 Minuten unsere Qualität gezeigt. Es war ein ärgerlicher Abend, aber die zwei Spiele dieses Zusammenzugs sind auch zum Testen da und wir können viel aus diesem Spiel mitnehmen.»
epa12855241 Switzerland's Breel Embolo, celebrates after scoring during a friendly soccer match between Switzerland and Germany at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 27 March 2026. ...
Embolo zeichnete sich als Torschütze aus.Bild: keystone

Captain Granit Xhaka

«Es war ein guter Test. Wir wussten, dass sie sehr, sehr viel Qualität mit und ohne Ball haben. Wir hatten aber zu viele einfache Ballverluste und das killt dich gegen solche Teams. Das haben sie heute gemacht und wir haben verdient verloren. Wenn jedes Mal die einfachen Pässe und Zweikämpfe verloren gehen, ist es schwierig, auch mal zu atmen. Davon können wir viel lernen.»

Gregor Kobel

«Es war kein einfaches Spiel gegen einen guten Gegner. Deutschland hatte viel den Ball, es uns phasenweise schwer gemacht und viele Torchancen. Es ist sicher nicht unser Anspruch, vier Gegentore zu kassieren. In der WM-Qualifikation haben wir dominiert und über viele Phasen das Spiel kontrolliert. Das war heute anders, und wir mussten oft verteidigen und Räume schliessen. Tah erwischt mich beim 1:1 im kurzen Eck. Es ist natürlich schade, dass ich nicht richtig an den Ball komme. Ich habe eher darauf spekuliert, dass er nochmal querlegt, aber am Ende war es nicht unser Spiel. Jetzt gegen Norwegen wollen wir ein anderes Gesicht zeigen und gewinnen.»

Denis Zakaria

«Es war schwierig für uns, weil wir den Ball in der zweiten Halbzeit nicht so viel hatten. Ich habe noch nie als Rechtsverteidiger gespielt, deshalb war die Position, in der ich heute aufgestellt wurde, neu für mich. Leider hatte ich nicht viele Möglichkeiten nach innen zu kommen. Ich muss auf der Position noch lernen, aber ich bin da, um der Mannschaft zu helfen und werde das auch auf dieser Position versuchen.»

(nih/sda)

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