Iranische Regierung verbietet Sportteams Teilnahme in «feindlichen Ländern»
Der Krieg im Iran weitet sich immer mehr auch in der Sportwelt aus. Wie diverse Medien berichten, hat die iranische Regierung allen Sportmannschaften die Teilnahme an Wettkämpfen in «feindlichen Ländern» untersagt. «Die Präsenz von National- und Vereinsmannschaften in Staaten, die als feindlich gelten und die Sicherheit iranischer Athleten und Teammitglieder nicht gewährleisten können, ist bis auf Weiteres verboten», hiess es in einer Mitteilung des iranischen Sportministeriums am späten Donnerstagabend.
Der Grund für das Verbot sei demnach ein anstehendes Duell des iranischen Fussballklubs Tractor SC mit Shabab al-Ahli Dubai aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in der AFC Champions League – dem asiatischen Pendant der europäischen Königsklasse. Die beiden Klubs, die nationalen Verbände sowie der asiatische Fussballverband sollen nun über eine mögliche Verschiebung des Spiels beraten.
Noch offen ist, wie lange dieses Verbot dauert, und ob die iranische Fussball-Nationalmannschaft ebenfalls davon betroffen wäre. Der Iran ist für die WM in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert und würde seine Spiele in Los Angeles und Seattle austragen. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die iranische Mannschaft sei an der WM grundsätzlich willkommen, eine Teilnahme sei jedoch «aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen».
Irans Sportminister Ahmed Donjamali erklärte dennoch die Absicht, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, und bat die FIFA, eine Verlegung der Spiele nach Mexiko zu prüfen. Eine Bitte, der der Weltfussballverband bislang nicht nachkam. (abu)
