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Südostasien

«Ethnische Säuberungen» gegen Rohingya: USA drohen mit Sanktionen gegen Myanmar

A Rohingya girl Tasleema Begum, left, and her sister Senuara Begum wait for their mother who has gone to get her family registered, after which they will be allowed to build a shelter in Kutupalong re ...
Rohingya-Kinder warten auf Hilfe. Bild: AP/AP

«Ethnische Säuberungen» gegen Rohingya: USA drohen mit Sanktionen gegen Myanmar

24.10.2017, 05:1724.10.2017, 06:16

Die US-Regierung verschärft ihren Kurs gegenüber Myanmar, um die muslimische Minderheit der Rohingya besser zu schützen. Das Aussenministerium in Washington erklärte am Montag, man erwäge eine Reihe weiterer Massnahmen, um der menschenunwürdigen Behandlung der Rohingya Einhalt zu gebieten.

Dazu zählten auch Sanktionen gegen Einzelpersonen oder Gruppen. «Wir sind zutiefst besorgt über die Ereignisse im Bundesstaat Rakhine und die gewaltsamen und traumatisierenden Misshandlungen, die Rohingya und andere Gemeinschaften erleiden mussten», erklärte das US-Ministerium. Es sei von allergrösster Bedeutung, dass alle Einzelpersonen oder Gruppen, die für Gräueltaten verantwortlich seien, zur Rechenschaft gezogen würden.

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quelle: epa/epa / nyunt win
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Vor der Gewalt sind mittlerweile fast eine Million Rohingya in das benachbarte Bangladesch geflohen. Ein Vertreter Bangladeschs sprach am Montag bei einer UNO-Geberkonferenz in Genf vom «grössten Exodus aus einem einzelnen Land seit dem Genozid 1994 in Ruanda». Entgegen anders lautender Darstellungen gehe die Gewalt in Rakhine weiter, betonte er. Täglich kämen weitere tausende Menschen über die Grenze.

Seit dem Aufstand von Rohingya-Extremisten in Myanmar im August geht das Militär drakonisch gegen die muslimische Minderheit vor. Die Vereinten Nationen und mehrere Staaten werfen der Armee des überwiegend buddhistischen Landes im Konflikt mit den Extremisten «ethnische Säuberungen» vor. Die Regierung des früheren Birma weist dies zurück. Sie stuft die Rohingya als Staatenlose ein, auch wenn sie seit Generationen in dem Land lebten. (sda/reu)

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