International
Syrien

«Kampf gegen Terrorismus als Ausrede»: Amnesty prangert Verletzung der Menschenrechte syrischer Kurden an

Syrische Flüchtlinge auf dem Weg in die Türkei. 
Syrische Flüchtlinge auf dem Weg in die Türkei.
Bild: STR/EPA/KEYSTONE

«Kampf gegen Terrorismus als Ausrede»: Amnesty prangert Verletzung der Menschenrechte syrischer Kurden an

08.09.2015, 05:0508.09.2015, 08:36

Kurdische Behörden im Norden Syriens nutzen den Kampf gegen die Terrormiliz IS nach Ansicht von Amnesty, um gegen friedliche Kritiker und Zivilisten vorzugehen. Die Menschenrechtsorganisation befragte Häftlinge, in von der Kurden-Partei PYD kontrolliertem Gebiet.

Die Häftlinge hätten berichtet, sie seien willkürlich bis zu ein Jahr lang ohne Anklage festgehalten worden, teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Montag mit.

Andere Inhaftierte erzählten demnach von unfairen Prozessen, bei denen sie sich nicht angemessen hätten verteidigen können. Neben dem Zugang zu Rechtsanwälten sei ihnen auch der Kontakt zu Verwandten verwehrt worden.

«Die von der PYD geführte autonome Verwaltung kann ihren Kampf gegen Terrorismus nicht als Ausrede dafür benutzen, die Rechte von Einzelnen zu verletzen», kritisierte Amnesty. Die Organisation Human Rights Watch hatte im vergangenen Jahr bereits ähnliche Vorwürfe erhoben. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Nummer 1 in der Schweiz: «Peaky Blinders»-Film legt einen starken Start hin
In den ersten Tagen bei Netflix hat der britische Kriminalfilm «Peaky Blinders: The Immortal Man» mit Cillian Murphy schon viele Millionen Zuschauende gefunden. Die Wochencharts zeigen, wie viele Menschen den Film in den ersten Tagen abriefen.
Der Film markiert den Abschluss der Saga um den Gangsterboss Tommy Shelby und wurde offensichtlich erwartet, denn in den ersten drei Tagen (20. bis 22. März) registrierte Netflix schon 25,3 Millionen Abrufe für den Film von Regisseur Tom Harper (Drehbuch: Serienschöpfer Steven Knight).
Zur Story