DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A boy stands amid debris while residents inspect damage after what activists claimed was shelling by forces loyal to Syrian President Bashar al-Assad at a market in central Duma in the eastern al-Ghouta, near Damascus June 15, 2014. REUTERS/Mohammed Abdullah (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT)

Verwüstung in der Stadt Duma, im Nordosten von Damaskus (Archivbild). Bild: MOHAMMED ABDULLAH/REUTERS

Syrische Stadt Duma von heftigen Luftangriffen getroffen – es droht ein zweites Aleppo



Neben Aleppo ist auch die belagerte syrische Stadt Duma am Montag zum Ziel heftiger Luftangriffe geworden. Allein am Vormittag seien mindestens zehn Luftangriffe auf den Vorort von Damaskus geflogen worden, meldete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP.

Die Menschen flüchteten in ihre Häuser, Schulen und Geschäfte wurden geschlossen. Die syrische Armee versucht seit fünf Monaten mit Hilfe verbündeter Milizen, die von Rebellen kontrollierte Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen. Dabei rückte sie nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bis auf drei Kilometer an Duma heran.

Die Bewohner befürchten nun, dass ihnen ein ähnliches Schicksal bevorsteht wie den Menschen im umkämpften Aleppo. «Alles ist möglich. Es könnte uns so ergehen wie Ost-Aleppo», sagte der Aktivist Mohammed mit Blick auf den von Rebellen kontrollierten Ostteil Aleppos, der von der syrischen und russischen Luftwaffe seit Tagen mit einem Bombenhagel überzogen wird. Die Menschen in Duma bereiteten sich bereits «auf das Schlimmste» vor.

Duma liegt in der Region Ost-Ghuta im Nordosten von Damaskus und ist eine Hochburg der mächtigen Rebellengruppe Dschaisch al-Islam. Seit 2013 wird die Stadt von Regierungstruppen belagert. Im Juni hatte zum ersten Mal seit drei Jahren ein Konvoi mit Hilfsgütern die eingeschlossenen Menschen erreicht. Nach Angaben von Ärzten werden die Vorräte an Medikamenten aber bereits wieder knapp. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Operation «Tigerpranke»: Erdogan bombardiert Nordirak – 4 Dinge, die du dazu wissen musst

2014 ermordete die Terrormiliz «Islamischer Staat» tausende Jesidinnen und Jesiden. Die Bilder des Völkermords an der religiösen Minderheit gingen um die Welt. Sechs Jahre später wirft die Türkei über dem Jesiden-Gebiet Bomben ab.

Das türkische Militär wirft wieder Bomben auf fremdes Staatsgebiet ab. Seit Wochen führt Präsident Recep Tayyip Erdogan erneut einen aggressiven Kurs gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK. Seit einer Woche wird mit der Offensive «Adlerkralle» und «Tigerpranke» das Kandil- und Sinjar-Gebirge im Nordirak schwer unter Beschuss genommen. Auf dem Gebiet leben auch tausende Jesiden, die 2014 vor der Terrormiliz Islamischer Staat geflohen waren. Ein Überblick in vier Punkten.

Am Montag, 15. Juni …

Artikel lesen
Link zum Artikel