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Ein Kämper des kurdisch-arabischen Rebellenbündnisses Demokratische Syrische Kräfte (SDF) blickt auf den Euphrat nördlich von Rakka (08.03.2017).
Ein Kämper des kurdisch-arabischen Rebellenbündnisses Demokratische Syrische Kräfte (SDF) blickt auf den Euphrat nördlich von Rakka (08.03.2017).Bild: RODI SAID/REUTERS

Knapp 300 Familien von «IS»-Kämpfern aus Rakka geflohen

11.03.2017, 19:4012.03.2017, 10:15

Angesichts eines erwarteten Angriffs auf die syrische «IS»-Hochburg al-Rakka sind Aktivisten zufolge zahlreiche Familien von Kämpfern der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») aus der Stadt geflohen.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) teilte am Samstag mit, seit Freitagmorgen hätten 300 Familien ausländischer «IS»-Kämpfer die Stadt verlassen, um in der östlich gelegenen Provinz Dair as-Saur und der westlich gelegenen Provinz Hama Zuflucht zu suchen. «Die Familien der Dschihadisten konnten den Fluss mit Schiffen überqueren und fliehen», sagte der Leiter der oppositionsnahen Beobachtungsstelle mit Sitz in Grossbritannien, Rami Abdel Rahman.

Das von der US-geführten Koalition unterstützte kurdisch-arabische Rebellenbündnis Demokratische Syrische Kräfte (SDF) startete im November eine Offensive zur Rückeroberung al-Rakkas und steht inzwischen acht Kilometer vor der Stadt.

Verbindungen gekappt

In den vergangenen Wochen wurden die Hauptverbindungsachsen zwischen Stadt und Umgebung gekappt und so der Weg für einen Angriff auf al-Rakka freigemacht. Die Strassen nach Osten, Norden und Westen sind versperrt, nur die zum Fluss Euphrat gelegene Südflanke ist noch offen. Über diesen Weg konnten die Angehörigen der «IS»-Kämpfer nun fliehen.

Nach Einschätzung von US-Militärs ist die als «Hauptstadt» des «IS» in Syrien geltende Stadt inzwischen weitgehend vom Rest des Einflussgebietes der Miliz isoliert. US-Geheimdiensten zufolge haben die Anführer des «IS» begonnen, al-Rakka zu verlassen.

Am Donnerstag kündigten die USA an, ihre militärische Unterstützung für die Offensive zu verstärken und 400 zusätzliche US-Soldaten zu entsenden. Dem «IS» waren bereits in der letzten Phase der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama grosse Teile seines Territoriums wieder entrissen worden. Nachfolger Donald Trump hat angekündigt, den Kampf gegen die Miliz zu verstärken. (sda/afp)

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