DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Überreste des russischen Kampfflugzeuges in Idlib.
Die Überreste des russischen Kampfflugzeuges in Idlib.
Bild: EPA/EPA

Russisches Militär bestätigt Abschuss von Kampfjet in Syrien

03.02.2018, 17:03

In der Provinz Idlib im Nordwesten Syriens haben Rebellen am Samstag nach Angaben von Aktivisten ein russisches Flugzeug abgeschossen und den Piloten zunächst gefangen genommen. 

Das teilte der Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, mit. Demnach handelte es sich bei dem Flugzeug um ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Suchoi Su-25. 

Nun hat das russische Verteidigungsministerium hat den Abschuss eines seiner Kampfflugzeuge in Syrien bestätigt. Der Pilot habe sich zwar aus der Maschine katapultiert, er sei aber später im Kampf gegen «Terroristen» getötet worden, teilte das Ministerium in Moskau mit. Der Jet sei auf einem Flug über der Provinz Idlib wahrscheinlich von einer tragbaren Flugabwehrrakete getroffen worden. 

Unklar war zunächst, welche Rebellengruppe das Flugzeug abgeschossen hat. In der Provinz Idlib, die von Rebellen kontrolliert wird, sind auch viele islamistische und dschihadistische Gruppen aktiv.

Der russiche Präsident Wladimir Putin und Luftwaffenchef Sergei Surovkin.
Der russiche Präsident Wladimir Putin und Luftwaffenchef Sergei Surovkin.
Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Dschihadisten stark in Idlib

Die syrischen Regierungstruppen gehen mit russischer Luftunterstützung seit Ende Dezember gegen das Dschihadistenbündnis Hajat Tahrir al-Scham vor, das den Grossteil der Provinz Idlib kontrolliert. Das Bündnis wird vom früheren Al-Kaida-Ableger Fatah al-Scham dominiert.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bezieht ihre Angaben von einem Informantennetz in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen.

Angriff auf Flüchtlingskonvoi

Ausserdem sind bei einem Luftangriff auf einen Flüchtlingskonvoi in Afrin laut Rettungskräften mindestens sieben Zivilisten getötet. Zwölf weitere seien verletzt worden, sagte einer der Helfer am Samstag.

Bei den Opfern habe es sich vor allem um alte Menschen und Kinder gehandelt. Die Flüchtlingskolonne sei am Freitag in einer Gegend beschossen worden, in der syrische Soldaten und vom Iran unterstützte Milizen auf eine von Rebellen gehaltene Stadt in der nordwestlich gelegenen Provinz Idlib vorrücken.

Die Streitkräfte seien mittlerweile etwa zwölf Kilometer von Sarakeb entfernt und rückten unterstützt durch russische Militärflugzeuge auf die Fernstrasse zwischen Damaskus und Aleppo vor, hiess es in Kreisen der syrischen Rebellen.

Die Strasse wird von Tausenden Menschen genutzt, die angesichts der syrischen Offensive aus Gegenden südlich von Aleppo fliehen. Das staatliche Fernsehen berichtete am Samstag unter Berufung auf Armeekreise, mehrere Dörfer seien von Kämpfern der Al-Kaida zurückerobert worden.

Die syrische Armee geht seit Monaten gegen Rebellen und Extremisten in der Provinz Idlib vor. Immer mehr Syrer fliehen vor den heftigen Kämpfen in die Grenzgebiete zur Türkei. (leo/sda/afp/dpa)

Russland probt den Ernstfall:

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Flut-Reporterin schmierte sich mit Schlamm ein – nun ist sie beurlaubt

Um einen Beitrag über die Hochwasserkatastrophe authentischer wirken zu lassen, beschmierte sich Susanna Ohlen heimlich mit Schlamm. Ein Video davon ging im Netz viral, RTL zog Konsequenzen. Darauf hat die Moderatorin nun reagiert.

Seit mehr als zehn Jahren steht Susanna Ohlen für RTL vor der Kamera. Nun wurde sie vom Sender beurlaubt. Denn für einen Beitrag, in dem die 39-Jährige im Katastrophengebiet über die massiven Zerstörungen berichtete und sich selbst bei Aufräumarbeiten zeigte, soll sich die Reporterin mit Schlamm beschmiert haben.

Ein Video, welches die angebliche Aktion zeigt, wurde zuvor auf Twitter verbreitet. «Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren …

Artikel lesen
Link zum Artikel