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radar-reuters  Rund 130 Teilnehmer hatte am Samstag laut Polizei ein Autokorso im hessischen Flörsheim, mit dem für die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen

Der deutsch-türksiche «Welt»-Korrespondent Deniz Yücel sitzt in der Türkei in Untersuchungshaft. bild: radar reuters

Erdogan schliesst Auslieferung von Journalist Deniz Yücel an Deutschland aus



Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat eine Auslieferung des inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel an Deutschland ausgeschlossen. Die Deutschen verweigerten auch die Auslieferung türkischer Staatsbürger, sagte Erdogan.

Daher würden Deutsche wie Yücel nicht überstellt, betonte er am Donnerstagabend gegenüber dem Sender TGRT in Istanbul. «Wenn uns einer von denen in die Hände fällt, werden sie dieselbe Behandlung erfahren.» Zu einer möglichen Auslieferung von Inhaftierten wie Yücel sagte er: «Auf keinen Fall, solange ich in diesem Amt bin niemals.»

Erdogan bezog sich auf Vorwürfe, wonach Deutschland keine türkischen Terrorverdächtigen ausliefert. Die deutsche Regierung fordert die Freilassung des «Welt»-Korrespondenten Yücel, der in der Türkei unter Terrorverdacht in Untersuchungshaft sitzt.

Zu Vorwürfen, Yücel habe Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehabt, sagte Erdogan: «Natürlich, auf jeden Fall. Uns liegt Bildmaterial vor. Das war ein richtiger Agent und Terrorist.»

Yücel war Ende Februar in der Türkei in Untersuchungshaft genommen worden. Als Begründung hatte der Haftrichter Terrorpropaganda und Volksverhetzung angeführt.

Im Gerichtsprotokoll war von Spionage aber keine Rede. Diese Beschuldigung erhob später Erdogan. Beweise für ihre Vorwürfe legten bisher weder die Justiz noch der Präsident vor. (sda/dpa)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 14.04.2017 08:20
    Highlight Highlight Rettet die Türkei vor Erdogan!
  • rodolofo 14.04.2017 07:55
    Highlight Highlight Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass das Referendum über die Allmachts-Befugnisse von Erdogan angenommen wird.
    Grosse Teile der Opposition können nicht abstimmen, weil sie entweder im Gefängnis sitzen, oder durch Bürgerkrieg von den Urnen ferngehalten werden.
    Bei der Auszählung der Stimmen dürfte die Motivation für AKP'ler, auch "terroristische" Nein-Stimmen zu zählen, minimal sein...
    Nachher kommt auch noch die Einführung der Todes-Strafe!
    Und dann wird Erdogan einen Massenmord durchführen, und dabei mit seinem listigen Blick erklären, er führe nur den "Willen des Türkischen Volkes" aus...
  • RacKu 14.04.2017 07:33
    Highlight Highlight Erdi hat recht.
  • Linus Luchs 14.04.2017 07:30
    Highlight Highlight Erdogan ist ein Geiselnehmer. Mit der Geisel Deniz Yücel versucht er, Deutschland zu erpressen. Methoden aus dem Verbrechermilieu, angewendet von einem gewählten Staatspräsidenten. Arme Türkei. Armer Deniz Yücel.
    • RacKu 15.04.2017 07:32
      Highlight Highlight Nope. Der Türkische Reporter hat angeblich Kontakte zu Terroristen und das darf doch untersucht werden?
    • Linus Luchs 15.04.2017 16:05
      Highlight Highlight RacKu: 1. Für Erdogan ist jemand ein Terrorist, der mir Erdogan nicht einverstanden ist. In seiner Türkei gibt es nur Erdogan-Wähler und Terroristen. 2. Deniz Yücel ist Journalist, und Journalisten tun ihre legitime Arbeit, wenn sie mit Menschen aus allen möglichen Lagern Gespräche führen. Das nennt sich Medienfreiheit, RacKu. Wer Journalisten wegen irgendwelcher Kontakte verhaftet, hat die Grundsätze der Demokratie nicht begriffen.
  • pamayer 14.04.2017 05:29
    Highlight Highlight Tyrann.
    • Ursus ZH 14.04.2017 07:41
      Highlight Highlight Tyrann, Despot, Geistes kranker, alles zusammen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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