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Spur der Paris-Attentäter in Datenleck von IS-Terrormiliz



In den kürzlich aufgetauchten Akten der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») finden sich nach Recherchen der Sender NDR und WDR sowie «Süddeutscher Zeitung» auch die Namen mehrerer Attentäter von Paris. So seien drei der Terroristen vermerkt, die am 13. November 2015 an dem Massaker in der französischen Hauptstadt beteiligt waren, teilte der WDR am Freitag mit.

Sie seien 2013 und 2014 in die vom «IS» beherrschten Gebiete eingereist. Auf den Personalbögen hätten sie lediglich angegeben, für die Terrormiliz kämpfen zu wollen, einen Einsatz als Selbstmordattentäter kreuzten sie demnach nicht an.

An anderer Stelle finde sich der mutmassliche Kopf der Gruppe, Abdelhamid Abaaoud, der offenbar mit seinem Kampfnamen Abu Omar Al-Beljiki als Bürge für die Einreise eines weiteren französischen Islamisten in den «IS»-Machtbereich fungiert habe.

epa05091329 Police officers stand guard near a shooting scene after a man carrying a knife attempted to enter a Paris police station in the Goutte d'Or area, northern Paris, France, 07 January 2016. A man has been shot dead outside a Paris police station after apparently attacking the facility, amid fears that the incident might be an act of terrorism. uc Poignant of the police union said the man allegedly shouted

Woher kamen die Attentäter von Paris?
Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Der Einreisebogen von Abaaoud selbst befinde sich nach einer ersten Analyse nicht in den Unterlagen. Der belgische Islamist war bei einer Razzia erschossen worden. Die Auswertung der Dokumente könnte zur Aufklärung der Hintermänner von Paris beitragen, wie es heisst.

Bei der Anschlagsserie in Paris hatten «IS»-Extremisten 130 Menschen getötet. In dieser Woche waren – offenbar als Teil eines grösseren «IS»-Datenlecks – Angaben zu 22'000 Dschihadisten der Terrormiliz aufgetaucht.

Die Dokumente stammen den Angaben zufolge überwiegend aus den Jahren 2013 und 2014 und wurden von der «General-Grenz-Verwaltung» des «IS» angelegt. Da es zahlreiche Dopplungen in dem Material gebe, sei allerdings die Zahl der tatsächlich vom «IS» registrierten Kämpfer erheblich niedriger. Nach einer ersten Auswertung soll das Material wenige Tausend Einzelpersonen betreffen. (jas/sda/dpa)

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