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Weisse Nationalisten sind laut Experten so gefährlich wie Islamisten

Weisse Nationalisten rund um den Globus eint vor allem eines: die Furcht davor, zur Minderheit zu werden. Eine fragwürdige Rolle kommt Donald Trump zu.



Der Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch mit 49 Todesopfern wirft ein Schlaglicht auf die Bewegung der weissen Nationalisten. Gewalttätige Einzeltäter wie der 28-Jährige Brenton Tarrant sorgen dafür, dass die weltweite Bewegung neue Anhänger gewinnt.

Sicherheitsexperten sehen im weissen Nationalismus daher eine ebenso grosse Bedrohung wie im militanten Islamismus.

epa07440843 US President Donald J. Trump delivers remarks on the national security and humanitarian crisis on the southern border and vetoes the legislation that strikes down his national emergency declaration at the southern border a ceremony in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 15 March 2019. President Trump's veto, his first, sends the resolution back to Congress where it will require a 2/3 vote in each house to overturn.  EPA/SHAWN THEW

Donald Trump sagt, er sehe den weissen Nationalismus nicht als eine wachsende Gefahr an. Bild: EPA/EPA

Sie sind antisemitisch oder islamfeindlich, wollen im Kapitalismus oder im Sozialismus leben: Die Vorstellungen der weissen Nationalisten sind alles andere als einheitlich, auch eine feste Führungsstruktur gibt es nicht.

Was sie rund um die Welt verbindet, sind die Ablehnung von Einwanderung, die Vorstellung eines «europäischen» Ideals und das Verbreiten oft brutaler Drohungen im Internet. Der Attentäter von Christchurch hatte in seinem 74-seitigen Manifest davon gesprochen, er wolle die «Einwanderung vernichten» und Rache nehmen für Anschläge in Europa.

«Diese Menschen haben Angst vor dem demografischen Wandel. Sie benutzen den Begriff ‹Völkermord an Weissen›», sagt Brian Levin vom Zentrum für Extremismusforschung an der California State University in San Bernardino. Experten sind sich einig, dass die weissen Nationalisten zwar eine zersplitterte Bewegung sind, die über das Internet jedoch von Europa über Russland bis hin nach Kanada und in die USA vernetzt ist.

Rechtsradikale Websites helfen dabei, über Kontinente hinweg Kontakt zu halten. Nach dem Anschlag von Christchurch wimmelte es auf einschlägigen Websites rasch von Reaktionen.

Grösste extremistische Bedrohung in den USA

Laut Levin stellen weisser Nationalismus und Rechtsextremismus in den Vereinigten Staaten derzeit «die grösste extremistische Bedrohung» dar. Seit Jahren gibt es in den USA mehr Anschläge von weissen Nationalisten als von Dschihadisten.

Sophie Bjork-James, Professorin an der Vanderbilt-Universität in Nashville, sieht bei den weissen Nationalisten vor allem eines, das sie eint: die Furcht davor, dass weisse Christen zur Minderheit in den Gesellschaften werden könnten, die sie seit Jahrhunderten dominieren. Aus dieser Vorstellung heraus entstand etwa die identitäre Bewegung mit Wurzeln in Frankreich.

Anschläge von Einzeltätern wie jetzt in Neuseeland sorgen dafür, dass die Bewegung der weissen Nationalisten Zulauf bekommt. Laut Bjork-James sind solche Einzeltäter Teil einer weltweiten Strategie: Die Bewegung verstehe sich bewusst als «Widerstand ohne Anführer», dessen Mitglieder stattdessen versuchten, sich untereinander zu Taten anzustacheln.

Zulauf erhalten die weissen Nationalisten auch dank des Aufstiegs einer Reihe von Politikern, die extrem konservative Standpunkte vertreten und gegen Einwanderung kämpfen. Dazu gehören etwa Marine Le Pen in Frankreich, Viktor Orban in Ungarn, Wladimir Putin in Russland und Donald Trump in den USA.

Trumps fragwürdige Rolle

Trump hatte in seinem Wahlprogramm für strengere Einwanderungsregeln geworben und so eine überwiegend weisse Wählerschaft erreicht. Seit seiner Wahl zum Präsidenten fiel Trump wiederholt dadurch auf, dass er rechtsextreme Gewalt nicht klar verurteilte – etwa nach dem Marsch weisser Nationalisten im Ort Charlottesville, bei dem ein Rechtsextremer eine Gegendemonstrantin tötete.

Laut Bjork-James sehen die weissen Nationalisten den US-Präsidenten als «unglaubliche Gelegenheit, ihren Einfluss auszuweiten». Der Attentäter von Christchurch bezeichnete Trump in seinem Manifest als Symbol einer «erneuerten weissen Identität».

Trump löste am Freitag neue Kontroversen aus, als er den Anschlag zwar verurteilte, aber gleichzeitig erklärte, er sehe den weissen Nationalismus nicht als eine wachsende Gefahr an: «Das tue ich wirklich nicht. Ich glaube, das ist eine kleine Gruppe von Leuten», sagte der US-Präsident vor Journalisten im Oval Office.

(dsc/sda/afp)

Attacke auf zwei Moscheen in Neuseeland

49 Tote, ein Manifest und grosse Trauer

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93Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gogl Vogl 17.03.2019 11:16
    Highlight Highlight Man braucht gar nicht bis in den Garten der USA zu schielen. Die rechtsextremen Tendenzen innerhalb von Bundeswehr und Poizei machen mir viel mehr Sorgen. Einige aktive Soldaten, Ex-Soldaten und Polizeikräfte sollen sich über Veteranenvereine wie Uniter für den Staatsstreich vorbereiten. Laut Chatprotokollen sollen Prominente und Politiker des linken Spektrums an speziellen Orten exekutiert werden, falls Tag X eintreffen sollte. Die Fäden ziehen sich bis zur AfD im Bundestag.
  • Zingoo 17.03.2019 08:00
    Highlight Highlight Sie haben Angst vor Demographischem Wandel! Aber sie haben vergessen, dass sie die Ureinwohner in Nordamerika, Australien, New Zeland zu Minderheiten gemacht haben.
    • _kokolorix 17.03.2019 10:23
      Highlight Highlight Du hast Südamerika vergessen...
      Den Maori in NZ geht es verglichen mit den anderen indigenen Kulturen noch am besten, aber auch sie unterliegen der allumfassenden Unterdrückung des weissen, männlich dominierten Kapitalismus
  • rodolofo 17.03.2019 07:30
    Highlight Highlight Das Augenmerk auf "Weisse Nationalisten" ist ebenso Fragwürdig, wie diese "Weissen Nationalisten" selber.
    Denn es gibt auf dieser Welt immer mehr Gelbe- und Braune Nationalisten.
    Ich schlage also vor, das Augenmerk auf den Nationalismus zu legen, der sich modernisierte, indem er den plumpen Rassismus hinter sich liess und sich neu mit einem "Kultur-Rassismus" als Teil eines Hochspielens der "Identitäten-Frage" profiliert und sich (in einem offensichtlichen Widerspruch zum Nationalismus) international vernetzt!
    Nazi-Psychopathen, wie Breivik und dieser Neuseeländer gibt es trotzdem noch...
  • Domino 17.03.2019 00:23
    Highlight Highlight Es ist doch schlicht ein Kulturkampf. Die stärkere Kultur überlebt. Ist man für Aufklärung, freie Meinungsäusserung etc. So ist man gegen jede dieser Ideologien.
    Ich habe keine Lust in einer islamischen, nationalsozialistischen oder sozialistischen Gesellschaft zu leben. Wehrt sich unsere Kultur nicht, so können wir nochmals die Aufklärung, französische Revolution und mehrere Weltkriege durchmachen, bis wir wieder frei leben. Auf das habe ich keine Lust, da schon zu viele für unsere Freiheiten gestorben sind.
    • _kokolorix 17.03.2019 10:19
      Highlight Highlight Ich persönlich habe allerdings auch keine Lust in einer kapitalistischen Gesellschaft zu leben. Die Freiheit welche uns hier vorgegaukelt wird ist nämlich keine. Wir werden mit Nachdruck in unsere Rolle im Produktionssystem gedrängt. Wer dem nicht nachkommt wird recht drastisch abgestraft. Das Leben als Randständiger ist auf jeden Fall erniedrigend und für die Gesundheit nicht eben zuträglich.
      Ausserdem begehen wir wohl gerade einen Genozid an unseren Nachfahren.
      Wir täten gut daran uns an der Lebenseinstellung der überlebenden indigenen Bevölkerungen in aller Welt zu orientieren.
  • Yolo 16.03.2019 20:48
    Highlight Highlight Logisch, es sind doch beides Fundamentalisten.
  • Rotom 16.03.2019 19:31
    Highlight Highlight Eines dürfte doch jedem vernünftigen Menschen klar sein, jede Art von Extremismus ist gefährlich. Es gab und gibt immer wieder gute Beispiele in unserer Geschichte. Bedenklich ist aber auch, dass die Medien die Extremisten manchmal schon fast pushen. Ihnen wird somit viel zu viel Beachtung geschenkt.
    • Rabbi Jussuf 16.03.2019 22:02
      Highlight Highlight Bei den Extremismen gibt es aber gewaltige Unterschiede, die im Artikel einfach pauschalisierend übergangen werden. So kann man nie verstehen, was momentan auf der Welt abläuft.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 17.03.2019 07:54
      Highlight Highlight @Rabbi Jussuf: Ob einer im Namen Allahs in eine Kirche stürmt und 50 Menschen massakriert oder ob ein Weisser Nationalistischer Rechtsextremer eine Moschee stürmt und 50 Menschen massakriert spielt keine Rolle.

      Beide handeln im Namen ihrer Ideologie, wobei der Kern aller Extremistischen Ideologien immer gleich ist. "Ich / Wir sind die Guten, wir sind besser, wir dürfen daher die anderen Bösen umbringen wie es uns beliebt"
    • Fly Baby 17.03.2019 08:43
      Highlight Highlight Ja Rabbi, der eine hat blondes Haar, der andere schwarzes Haar. Oder klär mich doch bitte auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watson - die Weltwoche der SP 16.03.2019 19:13
    Highlight Highlight Meines Wissens gibt es aber keine mit dem IS vergleichbare rechte "Terrororganisation", die in Europa oder in Amerika riesige Landstriche erobert hat.
    • Firefly 16.03.2019 20:41
      Highlight Highlight Naja ganz Amerika wurde so erobert. Und in Europa wütete der Nationalismus im letzten Jahrhundert wie kaum irgendwo anders. Im Moment ist es dank EU etwas ruhiger geworden
    • Juliet Bravo 16.03.2019 21:25
      Highlight Highlight Ähm die Nazidiktatur?
    • Maracuja 16.03.2019 21:30
      Highlight Highlight @Roterriese

      Sie wollen echt den destabilisierten Irak und das Bürgerkriegsland Syrien mit Europa und den USA vergleichen? Die Gefahr, die von Rechtsextremen ausgeht, betrifft aktuell Terroranschläge und glücklicherweise noch nicht die Eroberung von Landstriche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Conca 16.03.2019 19:11
    Highlight Highlight Wenn Trumb‘s aussehen und verhalten das Ideal für den „weissen Mann“ bedeutet!?
    Na dann gute Nacht.
  • Cédric Wermutstropfen 16.03.2019 18:44
    Highlight Highlight Die demografischen Veränderungen kann man durchaus als Problem sehen, die sind ja auch nicht von der Hand zu weisen. Vielleicht sollte man dieses Thema einfach nicht tabuisieren und den Rechtsextremen überlassen, sondern eigene Lösungsvorschläge liefern.
    • Juliet Bravo 16.03.2019 21:31
      Highlight Highlight Was willst du an demografischen Eintwicklung genau ändern? Mehr Kinder oder mehr Frauen mit Karrieren im Beruf kommen mir spontan in den Sinn..? Die zweite Variante liesse sich durchaus relativ rasch vorantreiben. Aber dann ists ja auch wieder nicht recht. Und die Unterstützung von der bürgerlichen Seite bröckelt.
    • Maracuja 17.03.2019 00:38
      Highlight Highlight @Cédric: . Vielleicht sollte man dieses Thema einfach nicht tabuisieren und den Rechtsextremen überlassen, sondern eigene Lösungsvorschläge liefern

      Dann gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran und präsentieren selbst einen Lösungsvorschlag statt von anderen einen zu verlangen.
    • Juliet Bravo 17.03.2019 00:41
      Highlight Highlight Du bist immer so fixiert. Geh doch drauf ein
  • Heinzbond 16.03.2019 18:34
    Highlight Highlight Wer duldet, dass so genannte Politiker wie Trump, Putin, Erdogan, Orban und Konsorten weiterhin das (politische) Klima vergiften mit ihrem Seich aus Hass, Angst, Neid und Vorurteilen, der muss sich nicht wundern, dass es immer mehr verrückte und grössenwahnsinnige Attentäter gibt...
  • Jungleböy 16.03.2019 18:31
    Highlight Highlight Kann das sein, dass es den menschen an liebe mangelt? Anders kann ich mir den hass nicht erklären. Es nützt einfach mal gar nichts, wenn man die ursache des extremismus nicht entfernt.
    • Ueli der Knecht 16.03.2019 23:21
      Highlight Highlight Genau, Jungleböy. Liebe und Empathie sind in den heutigen Zeiten Mangelerscheinungen.
    • Jungleböy 17.03.2019 07:51
      Highlight Highlight Exakt, stellt sich nur die frage weshalb das so ist. Ich habe da so meine vermutung.
      Benutzer Bild
    • Fly Baby 17.03.2019 08:50
      Highlight Highlight @Ueli, dann nenne mir doch eine Epoche, wo es vor Liebe und Empathie nur so strotzte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AdvocatusDiaboli 16.03.2019 18:23
    Highlight Highlight Das mag zwar stimmen, wenn wir über die potenzielle Gefahr sprechen. Wenn man aber auf einen Verlauf sieht, dann ist diese Balance schnell nicht mehr gegeben.

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_terrorist_incidents_in_January_2019

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_terrorist_incidents_in_February_2019

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_terrorist_incidents_in_March_2019
  • dulee2789 16.03.2019 17:49
    Highlight Highlight Die paar islamistisch motivierten Terroranschläge im Westen sind nichts im Vergleich zu dem, was der weisse Rassist alles schon angestellt hat.
    • Rabbi Jussuf 16.03.2019 21:27
      Highlight Highlight kannst du deinen Seich bitte für dich behalten?
    • dulee2789 17.03.2019 00:59
      Highlight Highlight Holocaust, sebrenica, massaker von sétif...
    • Mr. Kr 17.03.2019 02:30
      Highlight Highlight Beim Thema Weisse Nationalisten, sind unsere amerikanischen Freunde, eines der besten Beispiele. In 201 Konflikten seit 1945 hat das US-Regime über 30 Millionen Menschen für die EIGENEN geopolitischen Zwecke töten lassen. Davon schätzungsweise 90 Prozent unschuldige Zivilisten. Und das sind zahlen die man nachlesen kann. Denke die zahl wird viel höher sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • katerli 16.03.2019 17:48
    Highlight Highlight Putin in einer Reihe mit Le Penn, Orban und Trump zu nennen, ist jetzt aber nicht euer Ernst? Er mag ja vieles sein, aber ein weisser Nationalist und islamfeindlich ist der nun wirklich nicht. Erst 2015 hat er persönlich bei der Einweihung der grössten Mosche Europas in Moskau beigewohnt.
    https://www.google.ch/amp/s/amp.welt.de/politik/ausland/article146762739/Putin-nennt-Islam-traditionelle-russische-Religion.html

    • Juliet Bravo 16.03.2019 21:33
      Highlight Highlight So lange er sie gefügig hat und sie keine Zeitungen gründen ist alles easy bei Putin.
    • Juliet Bravo 16.03.2019 21:37
      Highlight Highlight Rassist ist er wohl kaum, würd ich auch sagen. Es geht aber mehr um Nationalismus im Text hier und den Hang zu - gelinde gesagt - starken Führungspersönlichkeiten.
    • Neruda 16.03.2019 23:28
      Highlight Highlight Im Fall von Putin kann man nicht wirklich von Nationalismus sprechen. Wenn schon von Patriotismus. Putin hat noch nie die slawisch-russische Nation als das einzig Wahre gefördert. Er weiss ganz genau, dass er die 25 Millionen russischen Muslime nicht ausgrenzen darf, wenn er keine tschetschenischen Verhältnisse im ganzen Land will. Russland ist ein Vielvölkerstaat und wie im Falle der Schweiz ist die Bezeichnung Nationalismus ungenau. Schliesslich würd das z. B. bedeuten, die Deutschschweizer wollen allen Schweizern Deutsch als Amtssprache aufdrücken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Oxymora 16.03.2019 17:44
    Highlight Highlight Mediale Sprachregelungen

    Wer glaubt mit Terror und Gottes Hilfe die Feinde des Christentums zu bekämpfen ist dem weissen Nationalismus verfallen.

    Das Territorium des Weissen Nationalisten erstreckt sich rund um den Globus von Neuseeland bis Europa. Das ist doch sehr interessant, da sich Nationalismus primär über die Grenzen einer Nation definiert und nicht über den Globus.

    “Wenig pigmentierter Internationalismus“ wäre da vielleicht die bessere Bezeichnung, und auch so werden Hinweise zu religiösen Komponenten des Weltbildes vermieden. Terror hat schliesslich nichts mit Religion zu tun.
    • Knäckebrot 16.03.2019 19:26
      Highlight Highlight Dir scheint es wichtig zu sein, herauszustellen, dass die Wurzel dieser weissen Herrenrassler (gibts ein besseres deutsches Wort für Supremacist?) im Christlichen Glauben liegen muss.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.03.2019 20:19
      Highlight Highlight Ob der christliche Glaube der Ursprung ist, wenn sich darauf berufen wird?
      Ist denn der muslimische Glauben der Ursprung wenn sich darauf berufen wird?
    • Oxymora 16.03.2019 21:06
      Highlight Highlight @ Knäckebrot

      Supermatisten betrachten die nordische „Rasse“ als „Gottes auserwähltes Volk“.

      Der New-Zealand-Shooter hat 76 A4 Seiten zur “Befreiungsaktion“ veröffentlicht.
      Medien blenden den religiösen Schwachsinn aus.

      Ist religiöser Terror islamisch motiviert soll die Chance, dass Medien auf den Zusammenhang hinweisen angeblich 350 mal grösser sein, als wenn er christlich motiviert ist.

      Wie kann man Terror in Zukunft vermeiden, wenn man den Nährboden, Ursachen und Wirkung ausblendet?
    Weitere Antworten anzeigen
  • leu84 16.03.2019 17:05
    Highlight Highlight Extremismus ist in den meisten Fällen immer ein Problem. Speziell dann, wenn physische Gewalt angewandt wird. Unabhängig vom politischen Spektrum oder Gruppierung.
    • Juliet Bravo 16.03.2019 19:53
      Highlight Highlight Was denn jetzt: immer oder nur meistens?😅
  • reaper54 16.03.2019 16:47
    Highlight Highlight Währe mal spannend zu wissen wie Nationalismus denn genau von diesen Personen definiert wird.
    Ist es das blosse stolz sein auf den Staat dem man angehört, der wille dieses System zu verteidigen wo beginnt dieser hier als gefährlich angesehene Nationalismus?
    • Magnum 16.03.2019 18:03
      Highlight Highlight Ein kleiner Tipp:
      Der gefährliche Nationalismus beginnt dort, wo Feindbilder auf Grund von Staatszugehörigkeit konstruiert werden. Wo Fremde per Definition als Problem gesehen werden, das gelöst werden muss - bis hin zur Endlösung. Und wo Gewalt als legitimes Mittel in einer Ausnahmesituation gesehen wird. Mit einem harmlosen "stolz sein auf den Staat, in dem man lebt", hat das alles rein gar nichts zu tun.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.03.2019 19:39
      Highlight Highlight @Realer
      Jetzt mal ganz im Ernst, es besteht ein klarer Unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus.
      Nur haben wir in der heutigen Zeit viele Menschen, die den Unterschied entweder nicht kennen oder ihn ganz gezielt zu verwischen versuchen.
    • Firefly 16.03.2019 20:50
      Highlight Highlight Beim Überlegenheitsgedanken
  • salamandre 16.03.2019 16:44
    Highlight Highlight Etremismus ist immer gefährlich ganz egal woher er kommt.
    Die mehr oder weniger demokratischen Regierungen dieser Welt gehn das Problem aber nicht an und in die dunkle Ecke gedrängt wird der Nationalismus nur größer.
    • Magnum 16.03.2019 17:21
      Highlight Highlight In welche dunkle Ecke siehst Du das hasserfüllte Rechtspack gedrängt, wenn Politiker ihre Forderungen Schritt für Schritt erfüllen? Wenn viel zu viele Medien ihre Themen unkritisch aufgreifen und so verbreiten?

      Wir stehen hier vor dem exakt gleichen Problem wie mit islamistischen Gewalttätern: Einer online und dezentral erfolgenden Radikalisierung, und einer Eskalationsdynamik unter Tätern. Gegen Menschen, die Gewalt aus nationalistischen Motiven gut heissen, muss der Staat genauso hart durchgreifen wie gegenüber Islamisten. Denn beide wollen kein Zusammenleben, wie es real existiert.
    • salamandre 17.03.2019 06:54
      Highlight Highlight Magnum, ich weiss nicht wie stark sich Nationalisten durch die Svp vertreten fühlen, sie randalieren groß und tragen nichts Regierungsbildendes bei, müssen sie ja nicht und will man auch nicht.
      Und eines Tages (ich hoffe nicht) sind sie dann wieder so zahlreich wie auch schon. Die Probleme sind z.B. in Deutschland noch größer weil gar nicht hingeschaut wird.
      Als Hayder in Österreich gewählt wurde, ging ein Raunen durch Europa. Das Problem hat sich fast von selbst erledigt, unser Chefpolteri Blocher hat auch wenig bewirkt in der Regierung.
  • Christian Mueller (1) 16.03.2019 16:27
    Highlight Highlight Schon mehr als Zynisch, sie haben Angst, eine Minderheit zu werden. Deshalb massakrieren sie Minderheiten... Wer das ihnen wohl einredet?
  • Cédric Wermutstropfen 16.03.2019 16:18
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • pun 16.03.2019 17:59
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • DemonCore 16.03.2019 16:17
    Highlight Highlight Am Schluss sind es zwei Gruppen die aus irrationalen Gründen die Alleinherrschaft einer bestimmten Gruppe (entweder der weissen Christen oder aber der Muslime) anstreben. Der Unterschied besteht im Wesentlichen darin, dass westliche Eliten den Islam verharmlosen, während bei den Rechtsextremen/Rassisten zwar die Gefährlichkeit der Ideologie anerkannt wird, aber wenig konkret unternommen wird.

    Lösung: Bei Rechten nachrichtendienstlich und polizeilich ähnlich aggressiv vorgehen wie bei Islamisten und gleichzeitig die ideologischen Probleme des Islams endlich ernsthaft ansprechen.
    • Maracuja 16.03.2019 19:35
      Highlight Highlight @DemonCore: die Alleinherrschaft einer bestimmten Gruppe (entweder der weissen Christen oder aber der Muslime) anstreben

      Unter den weissen Rechtsextremen gibt es auch neuheidnische und atheistische Gruppierungen. Gegen Rechtsextremismus wird tatsächlich zu wenig unternommen, über Probleme des Islams wird hingegen seit Jahren gesprochen. Wenn Sie Ernsthaftigkeit in dieser Debatte bemängeln, wie sähe denn diese aus?
    • Oxymora 16.03.2019 21:50
      Highlight Highlight @Maracuja

      “Unter den weissen Rechtsextremen gibt es auch neuheidnische und atheistische Gruppierungen.“

      Stimmt.

      Wie sieht es so aus mit neuheidnisch, wicca, druidisch, romuvaisch, etc. motivierten Terroranschlägen?

      Denkbar wär's.
    • Maracuja 16.03.2019 23:53
      Highlight Highlight @Oxymora

      Es gibt rechtsextreme Mörder, die sich klar und eindeutig zum Christentum bekennen wie Breivik. Das soll klar benannt und nicht verschwiegen werden. Es gibt aber andere (z.B. NSU) bei denen nichts über einen allfälligen religiösen Hintergrund bekannt ist. Scheint mir nicht korrekt, alle Täter pauschal dem Christentum zuzurechnen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 16.03.2019 15:43
    Highlight Highlight Danke! Meine Worte und dass schon seit Jahren!

    Beifügen möchte ich nur, dass die Brutstätte nicht wie im Artikel suggeriert die USA ist, sondern dass diese kranke Ideologie hier in Europa, direkt vor unseren Augen, das Licht der Welt erblickte und dass die Schweiz dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt hat!
  • rodolofo 16.03.2019 15:36
    Highlight Highlight Das sagen Eine hier auf Watson schon lange!
    Rechtsnationalisten und Islamisten gleichen sich, wie ein faules Ei dem Andern.
    Beide Arten von Macho-Vereinen spielen sich als Beschützer auf von Menschen, die gar nicht von ihnen beschützt werden wollen!
    Und dafür verlangen sie dann Schutzgelder, in Form von Abgaben an die Mafia, oder in Form von Steuergeldern für Armee und Polizei.
    Das ist etwas krass ausgedrückt, denn in unserem Staat sind ja Gott sei Dank nur 1/3 SVP-Vertreter!
    Und mit "Gott" meine ich nicht den Selben, wie CVP-Pfister meint...
    • hill 16.03.2019 20:22
      Highlight Highlight Wie schon mal erwähnt. 9% der Schweizer Bevölkerung wählt SVP. Der Rest wählt anders oder gar nicht (weil sie nicht wollen oder nicht dürfen).
    • rodolofo 17.03.2019 06:59
      Highlight Highlight @ hill
      Stimmt!
      Es ist tatsächlich viel weniger schlimm, als es scheint, wenn wir nur die Resultate von Wahlen und Abstimmungen betrachten.
      Es gibt ein Leben neben dem Absterben!
  • roger.schmid 16.03.2019 15:25
    Highlight Highlight "Weisse Nationalisten sind laut Experten so gefährlich wie Islamisten"

    Krasse Erkenntnis.. Ich habe ausserdem festgestellt, dass der Himmel blau ist..

    Nein, wäre gut, wenn diese Erkenntnis endlich bei Geheimdiensten, Politikern und der Bevölkerung so langsam ankommt.
    • Yogi Bär 16.03.2019 18:38
      Highlight Highlight Nun viele dieser Organisationen haben auch extreme Mitarbeiter..
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.03.2019 19:44
      Highlight Highlight Ich sage selbst schon sehr lange, dass diese Typen wie der IS sind.
      Ähnliche Rhetorik, ähnliche Ziele nur dass sich der IS auf Allah und Mohammed bezieht und die weissen Nationalisten auf Gott und Jesus.

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