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Nach 9/11 sagte Salman Rushdie etwas sehr Gutes über Terrorismus. Es gilt auch heute noch



epa04965431 British writer Salman Rushdie poses for photographers as he presents the Spanish edition of his new novel 'Two Years Eight Months and Twenty-Eight Nights' in Madrid, Spain, 06 October 2015. The book tells about the fight between faith and reason.  EPA/FERNANDO ALVARADO

Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie gehört zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Literatur. Bild: EPA/EFE

«Die Fundamentalisten wollen weit mehr als einfach nur Häuser zerstören. Diese Leute sind – es folgt eine knappe Liste – gegen Redefreiheit, gegen ein Multi-Parteien-System, gegen das universelle Stimmrecht, gegen eine rechenschaftspflichtige Regierung, gegen Juden, Homosexuelle, Frauenrechte, gegen Pluralismus, Säkularismus, kurze Röcke, Tanzen, Bartlosigkeit, die Evolutionstheorie, gegen Sex. Sie sind Tyrannen, keine Muslime.

UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, dass wir uns in diesen Zeiten nicht nur dadurch definieren sollen, für was wir einstehen, sondern auch dadurch, wovon wir uns abgrenzen. Ich würde diesen Vorschlag gerne umkehren, denn es ist glasklar, wovon wir uns abgrenzen. Sich suizidierende Mörder, welche riesige Flugzeuge ins World Trade Center und ins Pentagon rammen und dabei tausende Menschen umbringen: Hm ja, da bin ich dagegen. 

Aber wofür stehe ich ein? Wofür würde ich mein Leben riskieren, um es zu verteidigen? Können wir einstimmig übereinkommen, dass sämtliche Dinge der obigen Liste – ja, auch die kurzen Rücke und das Tanzen – es wert sind, dafür zu sterben? 

Der Fundamentalist ist der Überzeugung, wir würden an nichts glauben. Er glaubt, seine Weltanschauung sei in Stein gemeisselt, während wir in Genusssucht untergehen.

Um zu beweisen, dass er falsch liegt, müssen wir als erstes wissen, dass er falsch liegt: Sich in der Öffentlichkeit küssen, Specksandwiches, Meinungsverschiedenheiten, die neuste Mode, Literatur, Grosszügigkeit, Wasser, eine fairere Verteilung der Ressourcen dieser Welt, Filme, Musik, Meinungsfreiheit, Schönheit, Liebe. Das sind unsere Waffen. Nicht mit Krieg, sondern mit unserer furchtlosen Lebensweise werden wir sie besiegen. Wie kann man Terrorismus besiegen? Indem man sich nicht terrorisieren lässt. Lass Angst nicht dein Leben dominieren. Auch wenn du dich fürchtest.»

Salman Rushdie in «Step Across This Line: Collected Nonfiction 1992-2002»

(tog)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dan Ka 25.05.2017 10:26
    Highlight Highlight Gasche bringts auf den Punkt:

    http://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/Anschlagsopfer-Und-die-Kriegsopfer

    @Watson: Wo sind die Berichte über Jemen, Irak? Wo die Forderung nach Sanktionen anstatt RUAG Überstunden? Ihr habt eine Verantwortung!
  • Kronrod 24.05.2017 06:11
    Highlight Highlight Nein, den ISIS schlägt man, indem man klar macht, dass das Loser sind. Denn das ist das letzte, was junge Männer sein wollen. Monster zu sein nehmen sie in Kauf für ein bisschen Krieg, aber nicht Versager.
    • Firefly 24.05.2017 08:09
      Highlight Highlight Blödsinn, eben gerade diese Weltsicht von Versager und Gewinner führt dazu, dass sich die Versager gegen die Gewinner mit Gewalt zur wehr setzen wenn es für sie keine anderen Perspektiven gibt. In einer Welt ohne Loosers gibt es keine Gewinner. Denk mal darüber nach.
  • Wolf2000 23.05.2017 19:32
    Highlight Highlight Wie soll ich das verstehen? Ich verliere durch einen Anschlag meine Frau und Kinder. Und das ist dann ok so? Und weil niemand darüber berichtet werden wir dann irgendwann verschont??? Träumt weiter...
    • Firefly 23.05.2017 21:02
      Highlight Highlight Was ist ihre Alternative?
    • SemperFi 25.05.2017 18:29
      Highlight Highlight Die Toten von Manchester, St. Peterburg, Paris und Nizza werden durch die Medienhypes nicht mehr lebendig. Aber islamistische Wirrköpfe sehen, was der Lohn für ihr Opfer ist: weltweite mediale Auftritte und Berühmtheit bei ihren Glaubensbrüdern. Natürlich wirkt das motivierend.
  • Maracuja 23.05.2017 15:39
    Highlight Highlight Mittlerweile bin ich dieser Durchhalteparolen, dieses Getue als könnten wir verhindern, dass diese Verbrechen und ihre abstossende mediale Aufbereitung Einfluss auf unsere Psyche hat, in nur noch müde. Der zitierte Herr Rushdie hat sich übrigens auf die konkrete Bedrohung Personenschutz zugelegt ubd sich somit durchaus ängstigen und einschränken lassen.
    • SemperFi 23.05.2017 17:32
      Highlight Highlight @Maracuja: Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob eine Person oder eine Gesellschaft bedroht wird. Eine Person kann man mit dem entsprechenden Aufwand physisch schützen, eine Gesellschaft nicht. Wer etwas anderes behauptet betreibt Bauernfängerei. Deshalb darf sich eine Einzelperson durchaus ängstigen und auch physische Gegenmassnahmen ergreifen, eine Gesellschaft sollte sich aber ihre Reaktionen gut überlegen und rational handeln. Repression und Durchhalteparolen alleine werden da nicht genügen.
    • Scott 23.05.2017 18:27
      Highlight Highlight "Eine Person kann man mit dem entsprechenden Aufwand physisch schützen, eine Gesellschaft nicht."

      Augen zu und durch oder was?
    • Maracuja 23.05.2017 19:32
      Highlight Highlight @SemperFi

      Ich habe niemand das Recht abgesprochen sich zu schützen noch nach Repression gerufen. Gut überlegt handeln kann m.E. nur, wer auch unangenehmen Tatsachen ins Auge schaut und sich bewusst ist, dass so wie der Terror der 70er-Jahre die damaligen Gesellschaften veränderte, auch unsere Gesellschaft durch den Terror verändert werden wird, wir können nur steuern wohin. Verdrängung im Stil "wir leben weiter wie bisher" führt nur dazu, dass der Xte Anschlag wie der sprichw. Tropfen das Fass zum Überlaufen bringen könnte und die verleugnete Angst in gewalttätiger Weise an Oberfläche dringt.
  • PenPen 23.05.2017 13:39
    Highlight Highlight Na dann immer schön lächeln wenns knallt!
    Wir schaffen das!
    • Bene86 23.05.2017 17:26
      Highlight Highlight Schaffen das wir! Wertvoller als Gold!
  • Lii 23.05.2017 13:38
    Highlight Highlight Vor einigen Wochen fragten mich Freunde aus den USA, ob ich, wenn ich (ausserhalb der Schweiz) unterwegs sei, Angst habe.
    Ich sagte nein. Wenn ich Angst hätte, könnte ich einige meiner besten Freunde nicht mehr besuchen. Ich könnte kein West End Musical schauen gehen. Ich könnte an kein Konzert, kein Festival, keine Party, kein Fussballspiel. Und das ist mir ein falsches Gefühl von Sicherheit einfach nicht wert.
    • Christian Gerber 23.05.2017 20:27
      Highlight Highlight Ich würde diese Freunde auch den USA mal fragen, ob sie nicht täglich Angst hätten bei rund 30'000 Todesopfern pro Jahr durch Schusswaffen.
  • TheMan 23.05.2017 13:28
    Highlight Highlight Wie wäre es mal mut Grenzen schliessen? Ach ne geht nicht, das wollen die Linken nicht. Dabei öffnet man mit offenen Grenzen Tor und Tür für so Terroristische Anschläge.
    • Hierundjetzt 23.05.2017 14:07
      Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich, wie unglaublich klein die Geographiekenntnisse einiger Schweizer sind.

      Man "kennt" die halbe Welt, reist wie blöd in der Welt rum, weis aber nicht dass nur ein kleinster Teil der Grenze bewacht wird. ZB Kanton Jura, Neuenburg oder Waadt: dort hast Du keine Ahnung wo die Schweiz aufhört und Frankreich beginnt. Ab und zu ein Grenzstein. Mehr nicht. Darum heissts auch "grüne Grenze"

      Also, willst Du jetzt einen Zaun bauen? Eine Mauer?

      Zudem: Nix da Linke wollen nicht. Die Mehrheit im Parlament ist FDP und SVP und *die* wollen keinen Zaun.

      Also...
    • Thrasher 23.05.2017 14:16
      Highlight Highlight Die einfachste Lösung ist nunmal nicht die beste. Denn auch die Bewegungsfreiheit ist eines der Werte, die es zu verteidigen gilt.
    • Mr. Malik 23.05.2017 17:01
      Highlight Highlight Ud dann?
      Ihr alleswisser geht immer irgendwie davon aus, dass dann plötzlich alles gelöst ist..
      Aber eben, dann musst du die grenzen verminen.. und was machst du dann mit muslimen und arabern die schon drinn sind?
      Muss ich auch raus?
      Touristenstopp?
      Oder muss man zuerst in der schweiz wohnen um einen anschlag zu machen?
      Wohl kaum..

      Ah ja das internet muss vielleicht auch ausgesperrt werden..

      Das problem mit deiner "lösung" ist, dass wir ALLE wissen, dass sie eine fasade ist.

      Es widert mich an, wenn leute wie du das leid unschuldiger schamlos für xenophobe zwecke missbrauchen..

    Weitere Antworten anzeigen
  • piatnik 23.05.2017 13:27
    Highlight Highlight Leere Worthülsen.
    Aber auf Facebook kommen sie gut an.
    • Gummibär 23.05.2017 15:31
      Highlight Highlight Eben nicht leere Worthülsen und facebook. Salman Rushdie steht seit 1989 und der veröffentlichung von "Satanic Verses" unter Mordrohung, für sein Umbringen sind 2 Millionen US $ Kopfgeld versprochen. Mehrere Jahre lebte er unter Polizeischutz. Trotzdem trat er bereits 1993 öffentlich auf. Ein mutiger Mensch der nie seine kritische Haltung aufgegeben hat.
      Autor von Midnight's Children, Shame , The Jaguar Smile, East-West usw.
  • Zünglein 23.05.2017 13:04
    Highlight Highlight "Terror kann man nicht bekämpfen oder verhindern, das sollte heute jedem klar sein. Terror kann man nur ertragen, in Würde und ohne seine demokratischen Werte zu verlieren."
    Volker Pispers
  • Domino 23.05.2017 12:56
    Highlight Highlight Was wirkt wohl besser: Tolleranz und waffen verbieten, obwohl die Terroristen sowiso Waffen haben. Oder dass wir uns selbst bewaffnen und schützen, wenn das der Staat nicht mehr kann?
    Man kann soviele "Waffen verboten Schilder" aufstellen wie man will, die Terroristen verstehen nur eine Sprache:
    User Image
    • phreko 23.05.2017 15:32
      Highlight Highlight Ah ja? Funktioniert ja sogar in Afghanistan und dem Irak, wo die Terroristen gegen hochgerüstete westliche Truppen vorgehen.

      Dein Schild ist bloss eine Beruhigungspille für Angstbürger.

    • SemperFi 23.05.2017 17:12
      Highlight Highlight @Domino: Unbedingt alle Schweizer bewaffnen. Damit hätten von den letzten 10 Terrorattacken in der Schweiz mindestens sechs frühzeitig beendet werden können.
    • Mr. Malik 23.05.2017 18:08
      Highlight Highlight Und dann, alle die verdächtig aussehen abknallen?
      Arme hipster...
      Oder wie sonst?
      Hättedt du ihm den sprengstoffgürtel vom körper geschossen?
      Deine logik, kaum vorhanden...
      Dein lösungsansatz ist genau so dumm, wie die ideologie der sie entsprungen ist..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccara - Team Nicole 23.05.2017 12:56
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach gibt es eine effektive Waffe im Kampf gegen den Terror (..diesen Terminus schätze ich wirklich nicht besonders). Die Berichterstattung.
    Solche Anschläge sollten Randnotizen bleiben.
    Nicht, weil man die Opfer geringschätzen will, sondern weil man keine Bühne bieten sollen. Man muss nicht haarklein über Bomben, Vorgehenweise, Hintergrund des Täters und weiss der Geier alles berichten - denn hier gilt: auch er (der Täter) ist jetzt eine Berühmtheit.
    Der Ball läge bei den Medien. Aber die Sensationsgeilheit siegt.
  • nick11 23.05.2017 12:56
    Highlight Highlight Korrekter Ansatz für jeden einzelnen. Wie aber kriegen wir es hin, dass dies auf die Masse überschwappt? Eigentlich nur über die Medien. Wie kriegen wir die Medien (und zwar alle) dazu, anders und weniger über sowas zu berichten? Dafür kenne ich leider keine Lösung. Es bräuchte z.B. etwas, dass mehr Leser anzieht und als "wichtiger" gilt.
  • Dong 23.05.2017 12:47
    Highlight Highlight Ich finde, Rushdie liegt falsch: Würden die Terroristen gegen Redefreiheit, Demokratie und unsere Kultur kämpfen, weshalb machen sie denn auch Anschläge in der Türkei und anderswo?
    Diese Gewalt ist in erster Linie politisch motiviert, Vergeltung für erlittene Gewalt.

    Das Problem ist nun, wie der Westen aus der Gewaltspirale rauskommt, gegen einen Feind, der letztlich genau das Resultat dieser Gewaltspirale ist. Ich persönlich würde empfehlen, die ganze Interventions-Waffen-Saudi-Regime-Change-Lobby zu feuern und durch vernünftige, am Frieden interessierte Leute zu ersetzen.
    • phreko 23.05.2017 15:34
      Highlight Highlight Wer wurde jeweils in der Türkei denn angegriffen?

      Der Nachtclub als Hort des konservativen Islams?
    • Gummibär 23.05.2017 15:40
      Highlight Highlight Wenn Vergeltung erlittener Gewalt das Motiv wäre müsste Salman Rushdie ein Advokat für Terrorismus sein. Salman ist ein "Midnight Child" und seine Familie fällt unter die Gewaltsopfer.
      Der Sunni-Shia Konflikt ist Jahrhunderte alt und der Westen hat sich erst durch Oelinteressen hineinziehen lassen.
    • peeti 24.05.2017 00:05
      Highlight Highlight "hineinziehen lassen" ja mol, so kann man es auch nennen.
  • Silent_Revolution 23.05.2017 12:31
    Highlight Highlight Nein, in erster Linie sollte man selbst keinen Terrorismus verbreiten.

    Mehr als ein Jahrzehnt wird nun auf Basis von 9/11 ein Kampf gegen den Terrorismus geführt, Nota bene in Staaten die nichts damit zu tun hatten. Regierungsumstürze, Bomben auf Unschuldige inklusive. Ja, sowas kann Menschen erzürnen.

    Islamische Terrorakte werden verurteilt aber Saudi Arabien was nichts anderes als der "IS"ist, ist Handelspartner westlicher Nationen. Waffendeals werden kritik und problemlos durchgezogen von Politikern die sich nach den Terroranschlägen wieder auf den Strassen versammeln. Ein Trauerspiel!
  • Emanuel Ludi 23.05.2017 12:10
    Highlight Highlight Bis in die 90er gab es in Europa sehr viel Terror (Irland, England, Korsika, etc.). Darüber wurde zwar ebenfalls berichtet, jedoch bei weitem nicht so reisserisch, wie das nun mit dem islamistischen Terror geschieht. Man wurde informiert, aber nicht zusätzlich sinnlos verängstigt und aufgewiegelt wie heute. Und genau darauf stehen die Terroristen.
    Terror lebt ausschliesslich von der Angst der Terrorisierten und genau die wird von den verkaufsgeilen Medien gefördert.
    • Domino 23.05.2017 12:39
      Highlight Highlight Diese damaligen Terroranschläge waren auf langjährige politische Meinungsverschiedenheiten in der Bevölkerung zurückzuführen und nicht auf eine Ideologie. Die heutigen Anschläge stammen von einer fremden und importierten Kultur, welche unsere Gesellschaft als ganzes hasst und zerstören möchte. Darum auch der Angriff auf Kinder an einem westlichen Popkonzert.
    • pachnota 23.05.2017 12:49
      Highlight Highlight @Emanuel Ludi
      Das ist leider absolut nicht dasselbe.
      Der RAF Terror, Brigade Rossi und auch der palästinensische Terror, hatte nicht die gleichen Ressourcen und konnte nicht auf ein solches riesiges Feld von potenziellen Nachwuchs und Mittläufern etc. zurückgreifen.
      Der Islamismus ist eine monströs große u internationale Bewegung.
      Er speist sich, aus einer Religion, die Milliarden von Anhängern hat.
      Der Vergleich mit den 70Jahren, versucht zu verharmlosen und ist deshalb gefährlich.
    • AlteSchachtel 23.05.2017 12:58
      Highlight Highlight ich will den Terror der RAF, ETA, IRA etc. keineswegs beschönigen, aber so extrem brutal und gezielt auf unschuldige Zivilisten verlief der Terror damals noch nicht.

      Ausschliesslich die Medien verantwortlich zu machen, ist dann wohl doch sehr billig.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 23.05.2017 12:02
    Highlight Highlight Erinnert mich an die Gnuherden, die durch die Steppe trampeln, von putzigen Miezekatzen begleitet werden und sich wundern, dass ab und zu ein Kollege fehlt. Dann gibt es die Erdmännchen, die sich warnen und verstecken bei Gefahr. Jeder Mensch soll selber entscheiden, ob es ihm egal ist, wenn er blind in sein Verderben läuft oder ob er schlau ist und sich schützen will. Ich habe aber grösste Hochachtung von Gutmenschen, die sich nicht schrecken lassen und damit ihre moralische Überlegenheit zeigen. Die wird sich sicher auch nicht ändern, wenn sie selber mal Opfer werden.
    • phreko 23.05.2017 12:55
      Highlight Highlight Leb du in deinem Erdloch. Hab schlicht keine Lust darauf.

      Und statistisch gesehen solltest du Fussgängerstreifen vermeiden...
    • Lii 23.05.2017 13:32
      Highlight Highlight Wenn du gerne den Rest deines Lebens in einem Erdloch verbringst, nur zu. Ich glaube, da geh ich lieber tanzen. Das Risiko, ein dummes Gnu zu sein, nehme ich in kauf.
    • peeti 24.05.2017 00:10
      Highlight Highlight Nur blöd, dass "der" Terrorist selten wie eine Gnuherde angerannt kommt.
  • Posersalami 23.05.2017 11:48
    Highlight Highlight 100% einverstanden mit jeder einzelnen Zeile! Diese Terroristen lassen sich nicht mit Bomben und Raketen besiegen. Was allerdings noch fehlt mMn ist Partizipation am wirtschaftlichen Erfolg für alle. Working Poor und Perspektivlosigkeit sind der Nährboden für Terrorismis in Europa. Leider wird die neoliberale Politik das Problem vergrössern..
    • Posersalami 23.05.2017 15:30
      Highlight Highlight Du bist echt ein.. egal. Das Problem lässt sich nicht monokausal mit Stammtischparolen beschreiben. Aber das wirst du wohl nie kapieren.
    • peeti 24.05.2017 00:14
      Highlight Highlight @stipps:da gibts nichts zu entscheiden, beides kann zu terroristischen Altivitäten führen. Die Attentäter aus Paris zb wurden hier in Europa sozialisert. Da fehlt es offensichtlich an Bildung und Perspektive.
  • kEINKOmmEnTAR 23.05.2017 11:44
    Highlight Highlight Auch Watson kann seinen Teil daran beitragen indem es beim nächsten Terroranschlag keine Live-Ticker macht, keine Photos vom Täter und den Opfer verbreitet sondern lediglich eine kurze Agenturmeldung irgendwo weit unten platziert und ganz oben Beiträge zur Demokratie, der Liebe und unserem Verständnis von Freiheit schreiben?

    Das wäre mal mutig!
    • MisterM 23.05.2017 12:38
      Highlight Highlight Genau. Fordern wir jedes Mal, aber...
    • fabsli 23.05.2017 12:55
      Highlight Highlight Gute Idee! Kann ich nur unterstützen. Würde mal zeigen, dass ihr euch vom ganzen Rest abhebt.
    • maatze 23.05.2017 18:43
      Highlight Highlight Bin auch dieser Meinung und hab das auch schon auf anderen Newsplattformen vorgeschlagen.

      Kein Live-Ticker mehr, einfach eine Meldung irgendwo in der Mitte der Startseite.

      WATSON: Wie wärs?
  • Besserwisser 23.05.2017 11:37
    Highlight Highlight Auch wenn ich bei einigen Dingen Herrn Rushdi zustimme, sehe ich sein "Lösungsansatz": "Wie kann man Terrorismus besiegen? Indem man sich nicht terrorisieren lässt. Lass Angst nicht dein Leben dominieren. Auch wenn du dich fürchtest." als Hohn für alle Opfer von Terroranschlägen und zeugt mehr von Abgestumpftheit als von Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer. Diese Art der Betrachtung von brutalster menschlicher Gewalt auf Unschuldige als etwas "naturgegebenes" darf nicht akzeptiert werden.
    • Captainlvs 23.05.2017 12:33
      Highlight Highlight In welcher Weise zeigt dies Hohn gegenüber den Opfern? Man kann ohne sich terrorisieren zu lassen und ohne sich zu fürchten den Opfern und den Angehörigen Liebe spenden und Ihnen Helfen. Ich denke sogar wenn man sich nicht terrorisieren lässt kann man sogar besser helfen und mehr tun.
  • Theor 23.05.2017 11:16
    Highlight Highlight Ich habe bei der steigenden Anzahl an Terrorakten und dem Umstand, dass sie nun sogar gezielt Kinder bebomben, irgendwie nicht das Gefühl, dass der Westen mit seiner Strategie, nach jedem Anschlag vor die Kameras zu treten und "Wir lassen uns nicht unterkriegen!"-Durchhalteparolen anzustimmen (und sonst gar nichts unternimmt), diesen Krieg am gewinnen ist...

    --- Und nun ist die Diskussion dazu eröffnet! ---
    • bcZcity 23.05.2017 11:44
      Highlight Highlight Was willst Du machen? Einzeltäter sind praktisch nicht ausfindig zu machen und mehr Sicherheit gibt es nur durch Abgabe von deiner Freiheit. Uns so tragisch es auch ist, es passiert relativ wenig für dass das diese Terroristen immer grosse Reden schwingen nur weil deren Schnäbi zu klein ist.

      Es darf einem beunruhigen, aber nicht vor Angst die Freiheit nehmen, denn dies ist dass was die anscheinend nicht haben, Freiheit im Denken und Handeln.
    • Snowy 23.05.2017 11:48
      Highlight Highlight "...und sonst gar nichts unternimmt"... ?? Dein ernst?
      Seit den 9/11 wurden 4 Länder erobert und zwischen 1,5 und 2 Millionen Menschen getötet beim Versuch "den Terror zu besiegen".
      Ich finde es wurde schon genug "getan". Nun wäre es an der Zeit die Geheimdienste ihren Job tun zu lassen und die Waffen der Streitkräfte ruhen zu lassen (hat offensichtlich nichts genutzt).
    • phreko 23.05.2017 11:53
      Highlight Highlight Also fleissig weiter Bomben hageln lassen und mit den Saudis fette Waffendeals schmieden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 23.05.2017 11:16
    Highlight Highlight Grossartig diese Zeilen. Jede einzelne.
    Jedesmal wenn die USA/Saudis/Israel Raketen auf ein muslimisches Land schiessen, ist dies ein Gewinn für die Terroristen - ganz egal wieviele vermeintlich echte Terroristen bei dem Angriff getötet werden.

    Was die Terroristen wirklich schmerzt: Heute keine Rachestatements auf Facebook liken,keine rechten Populisten wählen, dem Dönermann ein Lächeln schenken (im Wissen darum, dass er nun angefeindet wird), eine Reise nach London buchen, sich beim Mittagessen mit Kollegen über das sonnige Wochenende freuen (anstatt irrationale Angstgespräche zu führen).
    • Wilhelm Dingo 23.05.2017 11:44
      Highlight Highlight Was auch hilft: Partein wählen welche die ungeheure Lieferung von Waffen an die Saudis im Umfang von 300 Mia USD in den kommenden 10 Jahren auf das schärfste verurteilen. Und Parteien wählen welche auch die schweizer Waffenlieferungen in Unrechtssrätaaten verbieten wollen.
    • Zerpheros 23.05.2017 14:06
      Highlight Highlight Quatsch. Die Fusselbärte und Frömmler sind ein
      Export bzw. Reimport des Westens.
      Bei dieser leidigen Minarettabstimmung vor ein paar Jahren wurde in der Schweiz versäumt, Bedingungen zu stellen, z. B. nationale Ausbildung von Imamen, gleichzeitig Verpflichtung auf die Verfassung, keine fremdfinanzierten Gemeinden. Aber Rechte denken ja selten weiter als bis zur eigenen Schuhspitze.
    • Dan Ka 23.05.2017 15:55
      Highlight Highlight @Aron77: Passender wäre die Aussage: "Sie haben meine Kinder und meine Frau heute weggebombt, als sie im Spital waren"... Ich würd mir wahrscheinlich trotzdem keinen Sprengstoffgürtel umlegen und an einem Konzert Kinder töten. Aber, ich kann den Hass gegen den Westen nachvollziehen. Dieser, von uns geschürte, Hass treibt nun Blüten der schlimmsten Sorte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 23.05.2017 11:14
    Highlight Highlight Zum glück hat man diese Strategie bei den Nazis nicht angewendet.
    • Zerpheros 23.05.2017 14:11
      Highlight Highlight Appeasement ist Ihnen ein Begriff?
  • Lowend 23.05.2017 11:13
    Highlight Highlight Danke dafür, dass Watson an diesen Text eines kritischen Muslims erinnert.

    Die einzigen "Ungläubigen" sind eben genau diese Bastarde, die das Leben und die Vielfalt der menschlichen Lebensansichten derart verachten, dass sie unschuldige Kinder ermorden!, damit die Welt zu dem grauenhaften Ort wird, den sie sich in ihrem Hass und in ihrem religiösen Wahn erträumen.
    • Lowend 23.05.2017 13:42
      Highlight Highlight Das was Sie hier betreiben ist Hetze, um Hass gegen Muslime zu schüren. Genau das gleiche tun diese Bastarde, wie ich sie übrigens nenne, wenn Sie mich korrekt zitieren würden um Hass gegen die "Ungläubigen" zu schüren. Ich finde beides verachtenswert.

      99% der Muslime sind etwa gleich gläubig, wie vergleichbare Christen, oder vergleichen Sie auch alle Christen mit den christlichen Extremistensekten, die hier in der Schweiz ihr Unwesen treiben?
  • Illyria & Helvetia 23.05.2017 11:03
    Highlight Highlight Danke für diese Worte, Watson.

    Terrorismus ist eine Ideologie der Verzweiflung und der Zerstörung. Terrorismus und Islam sind aber nicht das Gleiche. Man muss hier klar differenzieren, denn Terrorismus war schon immer bloss ein Symptom von einem grösseren und komplexeren Sachverhalt. Die Wurzel allen Übels liegt in der sozialen Ungerechtigeit und auch daran, dass die Staat durch die neoliberalistische Beeinflussung nicht mehr an der "Republik", der öffentlichen Sache bzw. dem Allgemeinwohl, orientiert sind, sondern an internationalen Unternehmen. Die Symptome deswegen sieht man in Vororten.
    • Rabbi Jussuf 23.05.2017 12:01
      Highlight Highlight Tja Nik
      Aber bloss dort wo der Islam vorherrscht sieht man diese Folgen.

      Es hat natürlich trotzdem rein gar nichts mit dem Islam zu tun! Wie kann man nur auf eine solch abstruse Idee kommen!
    • Sir_Nik 23.05.2017 13:10
      Highlight Highlight @ Rabbi Jussuf

      Das ist nicht korrekt! In Afrika und Südamerika breiten sich immer mehr fundamentale christliche Freikirchen aus die ebenfalls extremistische Tendenzen aufweisen.

      In Asien gibt es ähnliche Phänomene in nicht muslimischen Staaten. Moderne Selbstmordattentate beispielsweise sind eine Erfindung der Tamil Tigers.....und die waren vieles aber sicher nicht muslimisch.

      Und auch der jüdische Staat Israel zeichnet sich nicht gerade durch seine Friedfertigkeit und Toleranz aus. Wie schauen wohl die israelischen Kommandoaktionen von der anderen Seite her betrachtet aus?
    • Snowy 23.05.2017 13:31
      Highlight Highlight Da muss ich dem Rabbi leider recht geben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • wololowarlord 23.05.2017 11:03
    Highlight Highlight
    User Image
  • herpderpschlerp 23.05.2017 11:00
    Highlight Highlight guter mann
  • Petrum 23.05.2017 10:55
    Highlight Highlight Hab ich Specksandwiches gehört?

Wilderer muss im Gefängnis jeden Monat mindestens einmal «Bambi» schauen

Ein Wilderer ist am Montag in den USA dazu verdonnert worden, im Gefängnis jeden Monat den Walt-Disney-Klassiker «Bambi» anzuschauen. Richter Robert George verhängte im US-Bundesstaat Missouri eine einjährige Haftstrafe gegen den Wiederholungstäter David Berry.

Er verfügte zudem, vor dem 23. Dezember müsse Berry im Gefängnis erstmals «Bambi» schauen – und dann während seiner Haftstrafe jeden Monat mindestens ein weiteres Mal.

Berry und andere Mitglieder seiner Familie sollen über einen Zeitraum …

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