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Die Attentäter von Sri Lanka hatten im Ausland studiert und waren wohlhabend



epa07522912 Students of Gurukul Art of school painted a drawing and paid tribute to people who died in the Sri Lanka bombings, in Mumbai, India, 23 April 2019. According to police at least 320 people were killed in a coordinated series of blasts during the Easter Sunday service at churches and hotels in Sri Lanka on 21 April 2019.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Bild: EPA/EPA

Die Selbstmordattentäter vom Ostersonntag in Sri Lanka waren wohlhabend und hatten im Ausland studiert. Die meisten von ihnen seien gebildet gewesen und hätten der oberen Mittelschicht angehört.

Das sagte Sri Lankas Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene am Mittwoch an einer Pressekonferenz. Einer der Attentäter habe vermutlich in Grossbritannien und Australien studiert und sei danach nach Sri Lanka zurückgekehrt.

Es seien insgesamt neun Selbstmordattentäter an den Anschlägen beteiligt gewesen, darunter eine Frau. Acht von ihnen seien bislang identifiziert worden, sagte Wijewardene.

Sieben sri-lankische Attentäter hatten sich am Ostersonntag nahezu zeitgleich in drei Kirchen in mehreren Städten sowie in drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo in die Luft gesprengt. Ein weiteres Attentat auf ein Fünf-Sterne-Hotel scheiterte.

Einige Stunden später gab es zwei weitere Explosionen in einem kleinen Hotel und einem Wohnhaus in Vororten Colombos. Bei der achten Explosion kamen laut Polizei die Frau, zwei Kinder und ein weiterer Verwandter eines der Attentäter sowie drei Polizisten ums Leben.

Die Zahl der Toten lag nach Polizeiangaben vom Mittwoch bei 359 - darunter 34 Ausländer. Mehr als 400 Verletzte wurden noch in Spitälern behandelt.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Anschläge am Dienstag für sich reklamiert. Zu möglichen IS-Verbindungen werde noch ermittelt, sagte Wijewardene. Die Regierung hatte eine wenig bekannte einheimische Islamistengruppe verantwortlich gemacht, mit ausländischer Hilfe die Anschläge verübt zu haben.

Als Motiv vermutete die Regierung Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März. Es könnten noch Verdächtige auf freiem Fuss sein, erklärte Wijewardene. «Wir bitten die Leute, wachsam zu sein.» (sda/dpa)

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