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Thailand

Bangkok-Attentat: Bombenmaterial sichergestellt – Menschenschmuggler im Visier der Fahnder 

Bangkok-Attentat: Bombenmaterial sichergestellt – Menschenschmuggler im Visier der Fahnder 

31.08.2015, 08:4231.08.2015, 09:44
Polizisten durchsuchen die Wohnung eines Verdächtigen.
Polizisten durchsuchen die Wohnung eines Verdächtigen.Bild: RUNGROJ YONGRIT/EPA/KEYSTONE

Bei den Ermittlungen zum Bombenanschlag in Bangkok hat die Polizei nach der Festnahme eines ersten Verdächtigen in einer zweiten Wohnung Material zum Bau von Bomben sichergestellt. Nach den zwei Bewohnern wurde eine Fahndung gestartet.

«Wir haben Düngerbeutel, Uhren und Wecker gefunden, Dinge, um Bomben und elektrische Ladungen zu erzeugen», sagte Polizeisprecher Prawut Thavornsiri am Montag. Die zwei Bewohner des Appartements werden wegen des Anschlags auf den Erawan-Schrein vor zwei Wochen gesucht, bei dem 20 Menschen getötet worden waren.

Gefahndet werde nun nach einer 26-jährigen Thailänderin und ihrem Mitbewohner, einem Mann unbekannter Herkunft, sagte Prawut im Fernsehen. Er nannte den Namen der Verdächtigen und veröffentlichte ein Foto von ihr, das sie mit einem Kopftuch zeigt.

Am Samstag hatten die thailändischen Behörden bei einer Grossrazzia einen ersten Verdächtigen festgenommen, in dessen Wohnung Material zum Bombenbau sowie zahlreiche offenbar gefälschte Pässe sichergestellt worden waren. 

Sichergestelltes Material: «Dinge gefunden, um Bomben herzustellen.»
Sichergestelltes Material: «Dinge gefunden, um Bomben herzustellen.»Bild: HANDOUT/REUTERS

Identität ungeklärt

Die Nationalität des Festgenommenen war weiter unklar. Er trug einen türkischen Pass bei sich, der aber offensichtlich gefälscht war. «Die Identität ist noch nicht festgestellt», sagte eine Sprecherin der türkischen Botschaft. Ob Diplomaten den Mann besucht haben, wollte sie nicht sagen. Er ist auf einem Militärstützpunkt in Haft.

Die Ermittler vermuten, dass der nicht identifizierte Ausländer zu einer Bande von Menschenschmugglern gehört, die sich mit dem Anschlag womöglich für die Festnahme von Einwanderern rächen wollten, die illegal über die Grenze gelangt waren.

Bei dem Anschlag auf den Erawan-Schrein in der thailändischen Hauptstadt waren am 17. August 20 Menschen getötet und mehr als 120 weitere verletzt worden. Unter den Todesopfern waren mehrere Ausländer, sie kamen aus China, Hongkong, Grossbritannien, Malaysia, Singapur und Indonesien.

Polizeichef Somyot Phumpanmuang kündigte unterdessen an, dass die drei Millionen Baht (80'000 Franken) Belohnung für die Aufklärung der Tat an die Polizei gehe. Ihre Ermittlungen seien ausschlaggebend gewesen. Er präsentierte das Bargeld vor der Presse in einer Plastiktüte. Am Samstag hiess es noch, die Vermieterin des Mannes hätte der Polizei den entscheidenden Tipp gegeben. (wst/sda/afp/dpa)

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