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Vier-Meter-Wal schwimmt 90 km die Themse hoch – und ist Rettungskräften wieder entwischt

Nachdem es Rettungskräften gelungen war, einen jungen Wal aus einer Themse-Schleuse zu befreien, ist er ihnen entkommen. Nun hat ein neuer Rettungsversuch begonnen.



Einen etwa vier Meter langen Wal haben Rettungskräfte in London aus einer Themse-Schleuse befreit. Hunderte Schaulustige im Bezirk Richmond im Südwesten der britischen Hauptstadt beobachteten am Sonntagabend den Beginn der Aktion.

Erst nach Stunden konnten die Helfer das verletzte Tier frei bekommen. Der junge Minkwal werde an einem geeigneten Ort untersucht, sagte Glen Nicolaides von der Londoner Feuerwehr in der Nacht zum Montag der BBC.

Allerdings konnte der junge Minkwal den Rettern entkommen – am Montagnachmittag war er zurück in Richmond und sogar noch ein Stück weiter gelangt, bis zur Teddington-Schleuse. Zahlreiche Menschen versammelten sich an den Ufern und auf einer Fussgängerbrücke, um die neuen Rettungsversuche mitzuerleben.

Wieso das Tier, das normalerweise im Nordatlantik zu Hause ist, fast 90 Kilometer weit die Themse hoch schwamm, war zunächst unklar. Möglicherweise folgte es Fischen aus der Nordsee in den Fluss und verirrte sich.

Die Schleuse in Richmond:

«Es ist überraschend, dass niemand den Wal auf seinem Weg zur Richmond-Schleuse gesehen hat», sagte Julia Cable von der Hilfsorganisation British Divers Marine Life Rescue dem Sender Sky News. Die Schleuse in Richmond ist die am weitesten flussabwärts gelegene, an der noch die Nordsee-Gezeiten zu spüren sind.

Um von der Themsemündung dorthin zu gelangen, muss der Wal auch durch die Innenstadt Londons entlang des Parlaments geschwommen sein. Ein Handyvideo zeigt das Tier wenige Stunden, bevor es stecken blieb, auf Höhe der Barnes-Brücke in Westlondon.

Der junge Wal noch nicht ausser Lebensgefahr, so Martin Garside, ein Sprecher der Port of London Authority gegenüber Reuters: «Dass das Tier nicht mehr auf dem Beton gefangen ist, ist ein kleiner Erfolg – aber das Leben dieses Wals hängt in der Schwebe: Er ist verletzt, er ist sehr jung und er ist sehr weit weg von zu Hause.»

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein Wal in die Themse verirrt. Berühmt wurde der Willy genannte «River Thames Whale», ein Nördlicher Entenwal, der im Januar 2006 in dem Fluss entdeckt wurde, aber nicht gerettet werden konnte. 2019 wurden innerhalb kurzer Zeit gleich zwei tote Wale in der Themse entdeckt, allerdings deutlich näher an der Mündung. (sda/dpa)

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