Mehr als 100 neue Tier- und Pflanzenarten auf französischen Antillen entdeckt
Ein kleiner weisser Skorpion, dutzende Insekten und Pflanzen: Forscherinnen und Forscher haben auf den französischen Antillen mehr als 100 bislang unbekannte Arten entdeckt.
Gefunden wurden sie im vergangenen Jahr bei einer Expedition zur Erkundung der Artenvielfalt auf mehreren kleinen Inseln südlich von Guadeloupe, wie die Forscher am Dienstag in Pointe-à-Pitre berichteten. Insgesamt seien etwa 50 Meerestiere, 30 neue Pflanzen und 40 Insekten erfasst worden, sagte die Präsidentin der Regionalen Behörde für biologische Vielfalt, Sylvie Gustave-Di-Duflo.
«Hätten wir nicht gedacht»
An der Expedition waren demnach 120 einheimische und internationale Forscherinnen und Forscher beteiligt. Zu den neu entdeckten Arten zählen insbesondere viele Fliegen.
«Wir hätten nicht gedacht, dass wir so schnell so viele neue Arten entdecken», sagte der Forscher Julien Touroult mit Blick auf die nur gut 20 Quadratkilometer kleine Insel Désirade. In den kommenden Jahren soll nun erforscht werden, wo die neuen Arten verbreitet sind, wie viele Exemplare es gibt und ob sie zu den gefährdeten Arten zählen. (sda/afp)
