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Poroschenkos Widersacher Kolomojski verliert seinen rechten Arm: Sein Vertrauter, Korban, wird ins Gefängnis gesteckt

Gennadi Korban wird wegen Verdachts auf Korruption und organisiertes Verbrechen festgenommen.
Gennadi Korban wird wegen Verdachts auf Korruption und organisiertes Verbrechen festgenommen.
Bild: GLEB GARANICH/REUTERS

Poroschenkos Widersacher Kolomojski verliert seinen rechten Arm: Sein Vertrauter, Korban, wird ins Gefängnis gesteckt

01.11.2015, 04:4601.11.2015, 10:03

In der Ukraine ist der rechte Arm eines mächtigen Oligarchen und Widersachers von Staatschefs Petro Poroschenko festgenommen worden. Gennadi Korban sowie weitere Verdächtige seien am Samstag im Zuge von Ermittlungen zu Korruption und organisiertem Verbrechen in Gewahrsam genommen worden.

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Das teilten der Inlandsgeheimdienst SBU und die Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit. Korban ist ein enger Vertrauter des Milliardärs Igor Kolomojski. Während dessen Zeit als Gouverneur der östlichen Region Dniepropetrowsk war Korban sein Stellvertreter. Ende Oktober kandidierte er für den Posten des Bürgermeisters in der Hauptstadt Kiew.

Bei den Ermittlungen geht es den Angaben zufolge um die «Organisierung einer kriminellen Gruppe», «Verschleppung eines Vertreters der Ordnungskräfte» und Unterschlagung von umgerechnet 1,5 Millionen Euro. Das Geld war demnach für Soldaten bestimmt, die in der Ostukraine gegen prorussische Rebellen kämpfen.

«Politische Repression»?

Korbans Partei Ukrop warf Poroschenkos Lager «politische Repression» vor. In dem von Kolomojski kontrollierten Fernsehsender 2+2 lief ein Fliessband mit dem Text «Freiheit für Korban!»

Poroschenko (links) und Kolomojski.
Poroschenko (links) und Kolomojski.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Kolomojski ist der zweitreichste Mann der Ukraine. Während seiner kurzen Zeit als Gouverneur gelang es ihm, die separatistischen Spannungen in seiner Region unter Kontrolle zu halten. Poroschenko, selbst ein schwerreicher Geschäftsmann, hatte Kolomojski im März im Streit um ein Ölgeschäft seines Gouverneurspostens enthoben. Er warf dem Oligarchen zudem vor, eine eigene Miliz aufgebaut zu haben. (dwi/sda/afp)

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