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Sheep graze near a burnt patch of reeds on the shores of Titicaca lake near Ancoraimes in Bolivia, September 7, 2015. REUTERS/David Mercado

Die Idylle trügt: Blick über den Titicacasee.  Bild: DAVID MERCADO/REUTERS

Rätselhaftes Frosch-Sterben in Peru: Tausende «Giganten vom Titicaca» sind schon tot



Ein rätselhaftes Sterben der «Giganten vom Titicaca», wie die Froschart Telmatobius genannt wird, bereitet den peruanischen Behörden Sorge. In den vergangenen Tagen wurden im und am Fluss Rio Coata von Bewohnern und Umweltschützern über 10'000 tote Frösche gefunden.

Der Fluss fliesst nahe der Stadt Puno in den berühmten Titicacasee. Es wurden auch tote Vögel gefunden, die sich von Fröschen ernähren, wie die Umweltbehörde SERFOR am Dienstag bestätigte.

Als Ursache wird eine Verschmutzung des Flusses vermutet. Seit Jahren gibt es Kritik an der Einleitung giftiger, umweltschädlicher Stoffe in den auf 3800 Meter gelegenen, von der Andenkordillere eingerahmten malerischen Titicaca-See.

Die toten Tiere wurden auf einer Strecke von rund 50 Kilometern entdeckt. Schon 2015 schlugen Umweltschützer Alarm, weil der seltene Titicaca-Riesenfrosch vor der Ausrottung stehen könnte. Er kommt nur dort vor und zählt mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den grössten Froscharten der Welt.

This April 25, 2015 photo shows dead frogs floating on the surface of Lake Titicaca in Pata Patani, Bolivia. As human and industrial waste from nearby cities increasingly contaminate the famed lake that straddles the border between Bolivian and Peru, the native Aymara people who rely on it for food and income say action must be taken before their livelihoods, like the frogs, die off. (AP Photo/Juan Karita)

Tote Frösche am Titicacasee.  Bild: Juan Karita/AP/KEYSTONE

Schon 2012 erklärte der Global Nature Fund (GNF) das rund 190 Kilometer lange Gewässer, das von über zwei Dutzend Flüssen gespeist wird, zum «bedrohten See». Der See ist insgesamt 8288 Quadratkilometer gross . Der westliche Teil (56 Prozent) liegt in Peru und der östliche Teil in Bolivien (44 Prozent). (sda/dpa)

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