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Rückschlag in Libyen: Offizielle Regierung lehnt UNO-Kompromissvorschlag ab



People take part in a protest against candidates for a national unity government proposed by U.N. envoy for Libya Bernardino Leon, in Benghazi, Libya, October 16, 2015. REUTERS/Esam Omran Al-Fetori

Proteste gegen Kandidaten für die von der UNO vorgeschlagenen Einheitsregierung: Die Friedensbemühungen erlitten einen Rückschlag.
Bild: ESAM OMRAN AL-FETORI/REUTERS

Die Bemühungen um eine Lösung der politischen Krise in Libyen haben einen Rückschlag erlitten. Das international anerkannte Parlament des nordafrikanischen Landes lehnte nach Angaben von Abgeordneten am Montag einen UNO-Vorschlag zur Bildung einer Einheitsregierung ab. Allerdings werde man weiter an Gesprächen mit den politischen Gegnern teilnehmen.

Libyen versinkt nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi im Chaos. Zwei rivalisierende Regierungen ringen um Einfluss: die international anerkannte Regierung und ihr gewähltes Parlament sowie eine inoffizielle Führung, die die Hauptstadt Tripolis kontrolliert.

Beide Seiten werden von bewaffneten Gruppen unterstützt. In dem Chaos haben auch radikale Gruppen wie der Islamische Staat Fuss gefasst. (trs/sda/reu)

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