International
UNO

Offizielle Regierung in Libyen lehnt UNO-Kompromiss ab

Rückschlag in Libyen: Offizielle Regierung lehnt UNO-Kompromissvorschlag ab

20.10.2015, 00:3820.10.2015, 07:17
Proteste gegen Kandidaten für die von der UNO vorgeschlagenen Einheitsregierung: Die Friedensbemühungen erlitten einen Rückschlag.
Proteste gegen Kandidaten für die von der UNO vorgeschlagenen Einheitsregierung: Die Friedensbemühungen erlitten einen Rückschlag.
Bild: ESAM OMRAN AL-FETORI/REUTERS

Die Bemühungen um eine Lösung der politischen Krise in Libyen haben einen Rückschlag erlitten. Das international anerkannte Parlament des nordafrikanischen Landes lehnte nach Angaben von Abgeordneten am Montag einen UNO-Vorschlag zur Bildung einer Einheitsregierung ab. Allerdings werde man weiter an Gesprächen mit den politischen Gegnern teilnehmen.

Libyen versinkt nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi im Chaos. Zwei rivalisierende Regierungen ringen um Einfluss: die international anerkannte Regierung und ihr gewähltes Parlament sowie eine inoffizielle Führung, die die Hauptstadt Tripolis kontrolliert.

Beide Seiten werden von bewaffneten Gruppen unterstützt. In dem Chaos haben auch radikale Gruppen wie der Islamische Staat Fuss gefasst. (trs/sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Infantino will Russland zurück auf die Fussball-Bühne holen
Der Schweizer FIFA-Präsident Gianni Infantino will russischen Teams wieder die Teilnahme an internationalen Wettbewerben ermöglichen, wie er in einem Interview mit dem britischen Sender Sky erklärt. Auf die Frage, ob die FIFA ihr Verbot aufheben sollte, antwortete er: «Oh, auf jeden Fall. Das müssen wir. Ja ... zumindest auf Jugendebene. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur zu mehr Frustration und Hass geführt.»
Zur Story