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«Extremes Risiko» – aber: Die Vorwahlen in Wisconsin finden statt



Trotz der Corona-Krise soll es im US-Bundesstaat Wisconsin an diesem Dienstag nun doch die geplante Vorwahl geben. Das Oberste Gericht habe die angeordnete Verschiebung durch Gouverneur Tony Evers aufgehoben, schrieb der Vorsitzende der Demokratischen Partei in Wisconsin, Ben Wikler, am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter.

«Tausende werden aufwachen und müssen sich entscheiden, ob sie ihr Wahlrecht ausüben oder gesund und sicher bleiben wollen», erklärte Gouverneur Evers. Das Urteil lasse zu, dass die Wahl wie geplant laufe – gegen den Rat von Gesundheitsexperten und mit einem «extremen Risiko» für die Öffentlichkeit.

FILE - In this Feb. 6, 2020 file photo, Wisconsin Gov. Tony Evers holds a news conference in Madison, Wis. Wisconsin Democratic Gov. Tony Evers' administration is moving ahead with plans to buy 10,000 ventilators and 1 million protective masks in the fight against the coronavirus. The effort comes after Evers' administration had clashed with Republican lawmakers over whether he needed their permission to make such purchases. (Steve Apps/Wisconsin State Journal via AP, File)

Wollte die Wahl verschieben: Gouverneur Tony Evers. Bild: AP

Die Entscheidung des Supreme Courts, über die zahlreiche US-Medien übereinstimmend berichteten, kam nur wenige Stunden nachdem Evers in letzter Minute die Verschiebung der Vorwahl um zwei Monate angeordnet hatte. «Ich kann nicht guten Gewissens zusehen und nichts tun», hatte Evers zu dem kurzfristigen Schritt gesagt. Er sei verpflichtet, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.

Vertreter der Republikaner in Wisconsin waren gerichtlich gegen die Entscheidung vorgegangen und warfen Evers ein «verfassungswidriges Manöver» vor. Es überschreite die Befugnisse des Gouverneurs, eine Wahl «abzusagen», argumentierten sie.

US-Medien berichteten, dass der Supreme Court in Washington - das höchste US-Gericht - am Montagabend gegen eine Verlängerung der Frist für die Briefwahl um sechs Tage entschied.

Wie genau der Wahltag nun ablaufen wird, ist unklar. Diverse andere Bundesstaaten hatten ihre ursprünglich für März und April angesetzten Abstimmungen wegen der Pandemie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Fahrplan des Wahljahres durcheinander

Die USA sind schwer von der Corona-Pandemie getroffen. Die absolute Zahl der Infektionsfälle ist dort so hoch wie in keinem anderen Land. Für viele Teile des Landes gelten Ausgangsbeschränkungen. Der Zeitplan des Wahljahres ist durch die Krise komplett durcheinandergeraten.

Bei den Republikanern will Amtsinhaber Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November für eine zweite Amtszeit antreten. Er steht als Präsidentschaftskandidat seiner Partei bereits fest. Bei den Demokraten liefern sich der frühere US-Vizepräsident Joe Biden und der linke Senator Bernie Sanders noch ein Rennen um die Nominierung ihrer Partei. Biden liegt nach den bisherigen Vorwahlen klar in Führung. Sanders hält bislang aber an seiner Präsidentschaftsbewerbung fest. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 07.04.2020 17:12
    Highlight Highlight Wie Phoenix aus der Asche werden die Überlebenden jungen gesunden Amerikaner das Zepter in die Hand nehmen. (nach der demographischen Bereinigung)
  • kaderschaufel 07.04.2020 11:27
    Highlight Highlight Sind das nicht Demokraten-interne Vorwahlen? Was geht das den Supreme Court an, wie die Demokraten ihren Präsidentschaftskandidat finden?
  • deepmind96 07.04.2020 09:50
    Highlight Highlight Die hätten wohl besser zuerst in Frankreich nachgefragt ob es in einer solchen Situation gescheit ist, Wahlen ab zu halten.

    Die Zahlen in Wisconsin werden explodieren.
  • maylander 07.04.2020 08:42
    Highlight Highlight Es sind nicht nur Vorwahlen sondern auch weitere Wahlen und Abstimmungen auf Staatsebene.
  • Eidi 07.04.2020 07:48
    Highlight Highlight Anstatt einem Demokraten recht zu geben, lieber tausende in Gefahr bringen. Nuff said.
  • tagomago 07.04.2020 07:45
    Highlight Highlight Diese Wahl hat Trump sowieso bereits gewonnen. Biden ist zu senil und Sanders ist leider nicht aggressiv genug.

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