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1 Milliarde für 3 Monate: Michael Bloombergs teurer Wahlkampf



Michael Bloomberg hat innerhalb von gut drei Monaten rund eine Milliarde Dollar (970 Millionen Franken) für seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ausgegeben. Das ging am Montag aus einem Bericht der Wahlkommission (FEC) zur Finanzierung der Kampagne bis einschliesslich März hervor. Der Multimilliardär und frühere Bürgermeister von New York hatte seinen Wahlkampf selbst finanziert und keine Spenden angenommen.

Democratic presidential candidate and former New York City Mayor Michael Bloomberg speaks at a campaign event in Raleigh, N.C., Thursday, Feb. 13, 2020. (AP Photo/Gerald Herbert)
Michael Bloomberg

Das war teuer: Michael Bloomberg. Bild: AP

Bloomberg (78) war Anfang März nach enttäuschenden Ergebnissen bei den Vorwahlen nach nur gut drei Monaten aus dem Rennen um die Kandidatur ausgestiegen. Er hatte hunderte Millionen US-Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben – weit mehr als alle anderen Bewerber.

Nach dem jüngsten Ausscheiden des linken Senators Bernie Sanders ist der frühere Vizepräsident Joe Biden (77) inzwischen der designierte Kandidat der Demokraten. Er wird am 3. November gegen US-Präsident Donald Trump (73) antreten. Bloomberg hat zugesagt, die Demokraten im Wahlkampf finanziell zu unterstützen, um Trump zu schlagen.

Bloomberg, einer der reichsten Menschen der Welt, zählt wie Biden zu den gemässigten Demokraten der Mitte. Er setzte sich unter anderem für strengere Waffengesetze, den Kampf gegen den Klimawandel, Gesundheitsreformen und bessere Schulen ein. Im Wahlkampf forderte er auch höhere Steuern für Vermögende.

Zuletzt gab es mehrfach kritische Medienberichte über Bloomberg, weil er Versprechen gegenüber seinen Wahlkampf-Mitarbeitern zur Lohnfortzahlung und Übernahme der Kosten der Krankenversicherung nicht eingehalten haben soll.

In New York war Bloomberg 2001 zunächst als Republikaner zum Bürgermeister gewählt worden. Er leitete die Stadt durch die schwierigen Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, später dann auch durch die globale Finanzkrise. Er war bis Ende 2013 Bürgermeister der Ostküstenmetropole. Zuletzt schloss sich Bloomberg den Demokraten an und wurde einer der wichtigsten Spender für die Kandidaten und Anliegen der Partei. (sda/dpa)

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