Hegseth bestätigt: Iranisches Kriegsschiff mit Torpedo versenkt, mindestens 80 Tote
Das US-Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein iranisches Kriegsschiff mit einem Torpedo versenkt.
Ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern auf das Schiff geschossen, sagte er bei einer Pressekonferenz. Hegseth zufolge war es der erste Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Unklar war zunächst, um welches Schiff es sich genau handelte.
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— Shin (@hey_itsmyturn) March 4, 2026
IRGC Navy's IRIS Shahid Sayyad Shirazi, Soleimani-class corvette warship has been targeted.
Bandar Abbas, Hormozgan Province, #Iran
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80 Leichen geborgen
Zuvor war bekanntgeworden, dass es auf der Fregatte «IRIS Dena» zu einer Explosion gekommen war. Nach Angaben Sri Lankas sind dabei mindestens 80 Besatzungsmitglieder getötet worden. Die Leichen seien nach dem Untergang des Schiffes geborgen worden, sagte der stellvertretende Aussenminister Arun Hemachandra dem einheimischen Sender Ada Derana. Dutzende Crewmitglieder wurden zudem zunächst noch vermisst.
Die sri-lankische Regierung hatte zuvor von mindestens 180 Personen an Bord des iranischen Schiffes «IRIS Dena» gesprochen. Von ihnen seien 32 bei einem gemeinsamen Bergungseinsatz der sri-lankischen Marine und der Luftwaffe vor der Südwestküste des Landes gerettet worden. Das Schiff war demnach in internationalen Gewässern unterwegs.
Rückfahrt von Indien in den Iran
Das Schiff befand sich laut Hemachandra von Indien auf der Rückfahrt in den Iran. In Indien hatte es an einer Flottenschau teilgenommen.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte vor Journalisten in Washington, das US-Militär habe ein iranisches Kriegsschiff im Indischen Ozean mit einem Torpedo versenkt. Er liess es zunächst im Unklaren, um welches Schiff es sich genau handelte.
Die sri-lankische Zeitung «Daily Mirror» hatte zuvor unter Berufung auf einheimische Militärvertreter berichtet, die «IRIS Dena» der iranischen Marine sei von einem U-Boot angegriffen worden. Die Militärführung hatte dies zunächst nicht bestätigt. «Unsere Aufmerksamkeit galt der Such- und Rettungsaktion», wurde der Sprecher des Marinekommandos von lokalen Medien zitiert. Das Schiff hatte den Berichten zufolge Seenotsignale abgesetzt. (sda/dpa)
