International
USA

Mit seltenem Veto: Obama blockiert Verteidigungsbudget

Der US-Präsident im Oval Office.
Der US-Präsident im Oval Office.
Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

Mit seltenem Veto: Obama blockiert Verteidigungsbudget

23.10.2015, 03:2823.10.2015, 06:41

In einem seltenen Schritt hat US-Präsident Barack Obama eine Vorlage für das 612 Milliarden Dollar umfassende Verteidigungsbudget per Veto blockiert. Unter anderem hält der Entwurf ihn davon ab, das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu schliessen.

«Meine Botschaft an Sie ist sehr einfach: Lasst es uns richtig machen.»

Als weitere Gründe gab Obama bei der Unterzeichnung seines Vetos im Oval Office des Weissen Hauses am Donnerstag an, es würde Geld verschwendet und Reformen verschleppt. Senat und Repräsentantenhaus, die beide von den Republikanern beherrscht werden, hatten das Budget mit breiter Mehrheit verabschiedet.

USA

Obama lehnt die darin enthaltenen, als «Sequester» bekannten Rasenmäher-Kürzungen aber ab und fordert zudem ein Budget für das am 1. Oktober begonnene Budgetjahr 2016. Der Kongress hatte eine drohende Finanzierungslücke zuletzt nur mit einem bis Anfang Dezember geltenden Budget geschlossen und den Streit auf die lange Bank geschoben.

«Meine Botschaft an Sie ist sehr einfach: Lasst es uns richtig machen», sagte Obama. Parlamentspräsident John Boehner warf Obama dagegen vor, die Sicherheit amerikanischer Truppen und die des Landes aufs Spiel zu setzen.

US-Medien zufolge ist es erst das fünfte Mal seit 1961, dass ein Präsident das Verteidigungsbudget des Kongresses per Veto blockiert. (dwi/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Grossschadenslage» nach Anschlag auf Stromnetz in Berlin
Zehntausende Menschen mitten im Winter ohne Strom, Heizung und warmes Essen, Dunkelheit und ein Grosseinsatz von Polizei und Rettungskräften: Der Anschlag auf die Berliner Stromversorgung vom Samstag hat für die Hauptstadt dramatische Folgen, die noch tagelang zu spüren sein werden. Einen Tag nach der Attacke auf wichtige Kabel nahe einem Kraftwerk im Berliner Südwesten steht für Politik und Behörden fest, dass es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt und Linksextremisten dahinterstehen.
Zur Story