International
USA

Trump in New York wegen Geschäftspraktiken befragt

Trump in New York wegen Geschäftspraktiken befragt

14.04.2023, 06:3414.04.2023, 10:40

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist in New York zu seinen Geschäftspraktiken befragt worden. Mit Autokolonne kam der 76-Jährige TV-Bildern zufolge am Donnerstag zum Büro der Generalstaatsanwältin Letitia James in Manhattan. Rund acht Stunden später fuhr die Kolonne wieder ab. Vor dem Büro der Generalstaatsanwältin hatten sich einige Gegner und auch Unterstützer des ehemaligen US-Präsidenten versammelt. Vergangene Woche war Trump nach einer Strafanklage im Zusammenhang mit Schweigegeldzahlungen an einen Pornostar in New York gewesen.

In dem Fall zu Geschäftspraktiken hatte New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James Trump aber zivilrechtlich angeklagt. Sie wirft ihm, dem nach ihm benannten Unternehmen und seinen drei Kindern Donald Junior, Eric und Ivanka vor, Vermögenswerte je nach Bedarf grösser oder kleiner dargestellt zu haben, um beispielsweise einfacher an Kredite zu kommen oder weniger Steuern zu zahlen.

FILE - New York Attorney General Letitia James speaks to supporters during the election night party for Gov. Kathy Hochul, Nov. 8, 2022, in New York. A House committee is set to release six years of D ...
New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James.Bild: keystone

Mit dem Fall, der im Oktober vor Gericht verhandelt werden soll, will James erreichen, dass die Trumps 250 Millionen Dollar (221 Millionen Franken) als Wiedergutmachung zahlen müssen. Trumps Konzern weist die Vorwürfe zurück. Bei einer vorherigen Befragung unter Eid im vergangenen Jahr verweigerte Trump über Stunden Hunderte Male die Aussage – bis auf die zu seinem Namen.

Diesmal soll Trump Medienberichten zufolge Aussagen getätigt haben. «Präsident Trump ist nicht nur willens, sondern auch erpicht darauf, heute vor der Generalstaatsanwältin auszusagen», hatte eine seiner Anwältinnen, Alina Habba, vorab mitgeteilt. «Er betont weiter, dass er nicht zu verbergen hat und freut sich darauf, die Generalstaatsanwältin über den grossen Erfolg seines milliardenschweren Unternehmens aufzuklären.» Inhaltliche Ergebnisse der Befragung wurden zunächst nicht bekannt, auch welchen Fokus sie hatte, blieb zunächst unklar.

Vergangene Woche war Trump als erster ehemaliger US-Präsident strafrechtlich angeklagt worden. Der Manhattaner Bezirksstaatsanwalt Alvin Bragg wirft ihm vor, mit Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen versucht zu haben, seine Chancen bei der Präsidentenwahl 2016 zu erhöhen und damit gegen Wahlgesetze verstossen zu haben. Die Zahlungen habe er mit falschen Einträgen in Geschäftsunterlagen versucht zu verschleiern. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Donald Trump vor Gericht in New York
1 / 28
Donald Trump vor Gericht in New York
Bereits in der Nacht herrscht in New York Ausnahmezustand. Der Eingang zum Gericht in Manhattan wird von Polizisten bewacht.
quelle: keystone / john minchillo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Trump gibt erstes Interview nach der Anklage – und lässt den Moderator ungläubig zurück
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Pest in Russland: Behörden sprechen von Lungenentzündung und dementieren weiter
Eine junge Forscherin stirbt in Sibirien an der Pest. Die Behörden in Russland versuchen, den Fall vor der Öffentlichkeit geheim zu halten und dementieren. In der Region wächst die Panik, während Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt werden.
In Russland versuchen die Behörden der Region Irkutsk, einen Ausbruch der Pest zu verhindern. Gleichzeitig setzen sie alles daran, Informationen über den tödlichen Fall in der Stadt Schelechow von der Öffentlichkeit fernzuhalten: Berichte verschwinden wieder aus dem Netz, offizielle Aussagen werden nachträglich zensiert, in Mitteilungen ist teils nur noch von einer «besonders gefährlichen Infektion» die Rede.
Zur Story