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Kuba bereitet sich auf US-Militäreinsatz vor

Kuba bereitet sich auf US-Militäreinsatz vor

22.03.2026, 19:5722.03.2026, 19:57
FILE - Cuban soldiers march during a military parade along the Revolution Square in Havana, Cuba, Dec. 2, 2006. (AP Photo/ Javier Galeano, File)
Trump Military Parade Global History
Kuba schliesst eine militärische Aggression der Vereinigten Staaten nicht aus.Bild: keystone

Kubas Militär bereitet sich laut einem hochrangigen Beamten auf einen eventuellen US-Einsatz auf der sozialistisch regierten Insel vor. Es wäre naiv, eine militärische Aggression der Vereinigten Staaten auszuschliessen, sagte der kubanische Vize-Aussenminister Carlos Fernández de Cossio in einem Interview des US-Senders NBC News. Man hoffe jedoch, dass es nicht dazu komme. US-Präsident Donald Trump hatte jüngst eine «Übernahme» des sozialistischen Inselstaates angedeutet.

«Wir wissen offen gestanden nicht, wovon sie sprechen, aber ich kann Ihnen Folgendes sagen: Kuba ist ein souveräner Staat. Kuba würde es nicht akzeptieren, ein Vasallenstaat oder ein von einem anderen Staat abhängiges Land zu werden», sagte der Vizeminister. Das kubanische Militär sei stets auf eine mögliche Aggression vorbereitet – und derzeit gebe es auch konkrete Schritte im Kontext der jüngsten Spannungen.

Havanna schweigt zu Gesprächen mit Washington

Seit der Revolution von 1959 unter dem linken Revolutionären Fidel Castro sind die Beziehungen zwischen Havanna und Washington angespannt. In Trumps zweiter Amtszeit hat sich die Lage weiter zugespitzt. Ein US-Ölembargo hat die wirtschaftliche und humanitäre Krise auf Kuba dramatisch verschärft. Das Land steckte bereits seit Jahren wegen Misswirtschaft, Korruption und eines US-Handelsembargos in einer schweren Wirtschaftskrise. Am Samstag (Ortszeit) kam es zum zweiten inselweiten Stromausfall innerhalb einer Woche.

Washington und Havanna führen zugleich geheime Gespräche. Wann und wo sich beide Seiten zuletzt getroffen haben, wollte Fernández im Interview nicht preisgeben. Havanna hat jedoch Änderungen an seinem politischen System ausgeschlossen. Die Art der kubanischen Regierung, ihre Struktur und ihre Mitglieder sind laut Fernández nicht Gegenstand der Verhandlungen. Auf der Insel ist nur die Kommunistische Partei zugelassen. (sda/dpa)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Derpsie
22.03.2026 20:37registriert November 2017
Und wieder mal: Die Fortschritte von Obama zur Liberalisierung eines Staates rückgängig gemacht, nur um die USA in ein zweites Vietnam/Afghanistan zu stürzen.

Ich bin kein Freund von diesen Staaten, jedoch gibt die USA Nährstoff um die autoritäre Regierungsform à la Iran zu legitimieren.
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