International
USA

Trotz Gnadengesuch des Papstes: Frau in Georgia durch Giftspritze hingerichtet

Trotz Gnadengesuch des Papstes: Frau in Georgia durch Giftspritze hingerichtet

30.09.2015, 08:0030.09.2015, 08:41
Gissendaner während der Gerichtsverhandlung 1998.
Gissendaner während der Gerichtsverhandlung 1998.
Bild: AP/AJC

Alles Beten und Hoffen war vergeblich: In der Nacht auf Mittwoch wurde Kelly Gissendaner als 16. Frau seit 1976 in den USA mittels Injektion des Schlafmittels Pentobarbital hingerichtet. 

Bekannte und Verwandte von Gissendaner ausserhalb des Gefängnisses, in dem die 47-Jährige vergangene Nacht hingerichtet worden war.
Bekannte und Verwandte von Gissendaner ausserhalb des Gefängnisses, in dem die 47-Jährige vergangene Nacht hingerichtet worden war.
Bild: TAMI CHAPPELL/REUTERS

Zuvor hatten nicht nur ihre Kinder ein Gnadengesuch eingereicht, auch der Papst richtete sich mit einem Schreiben an die Begnadigungskommission des US-Bundesstaats Georgia. Franziskus hatte während seines Besuchs in den Vereinigten Staaten vergangene Woche erneut die Abschaffung der Todesstrafe verlangt. 

Die 47-Jährige Gissendaner war 1998 wegen Beihilfe zum Mord an ihrem Ehemann zum Tod verurteilt worden. Zusammen mit ihrem damaligen Liebhaber, Gregory Owen, hatte Gissendaner den Mord geplant – die Ausführung oblag Owen. Owen bekannte sich im Gerichtsprozess schuldig und belastete Gissendaner. Er wurde mit lebenslänglicher Haft bestraft.

USA

Gissendaner ist die 21. Person, die im laufenden Jahr in den USA hingerichtet wurde. Seit 1976, als die Todesstrafe wieder eingeführt worden war, wurden insgesamt 1414 Personen hingerichtet. Im vergangenen Jahr wurden in den USA 35 Personen hingerichtet, nur Irak, Saudi-Arabien, Iran und China vollstreckten im gleichen Zeitraum mehr Todesurteile. (wst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Trumps wollen an Gold Coast Riesen-Turm bauen – die Australier haben gar keine Lust darauf
An Australiens Ostküste soll ein neuer Wolkenkratzer entstehen – der höchste des Landes. Das Projekt trägt einen Namen, der die Gemeinschaft spaltet.
Die Gold Coast, ein Küstenstreifen mit mehreren Stadtteilen an Australiens Ostküste, steht für Surfer- und Fitnesskultur, sonniges Wetter und kilometerlange Strände. Vor allem aber ist sie bekannt für ihre Hochhäuser – Türme, die in der Sonne glitzern und scheinbar direkt aus der Brandung in den Himmel wachsen.
Zur Story