Same Shit, different Year?
Ich bin null in Gion verschossen. Ok. Wir hatten zwei Dates an einem Tag und am gleichen Tag bis in die Nacht drei Mal Sex und all diese fünf Dinge waren wirklich super. Ich finde es ein gutes Zeichen, wenn der erste Sex knallt. Öfters erlebte ich es, dass der erste Sex mehr krampft als knallt.
Was ich sagen will ist, dass ich total bereit für eine Situationship mit Gion wäre. Mega unkompliziert. Ein bisschen Sex, ein bisschen Netflix, ein bisschen Vino und Pasta. Kein Kennenlernen der Familie. Kein Dinner mit Freunden. Kein Sonntagsspaziergang, nada.
Ich war mir ziemlich sicher, dass es Gion ähnlich sieht. Ich habe mich aber geirrt. Gion scheint es nämlich gar nicht zu sehen.
Gion ghostet mich nämlich. Er tut das länger, als dass man es irgendwie rechtfertigen wollen würde, wenn man das unbedingt wollen täte. Ich tu mir das nicht mehr an. Ich habe schon lange geschnallt: Wenn jemand was will, meldet er sich, meldet sie sich.
Meldet er sich nicht, ist er just not that into you. Das weiss ich seit dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 2009.
Wieso küssen Männer Katzen?
Ich habe Gion zwei Mal geschrieben. Das erste Mal harmlos. Bei der zweiten Nachricht habe ich auf leichtes Sexting gesetzt. Mehr als zwei blaue Häkchen gabs nicht.
In dem Fall: Tschüss, Gion. Schade, Gion. Es hätte easy sein können, Gion.
Natürlich könnte ich jetzt wieder um Sandro flennen. Was ich auch tue. Also abseits dieses Textes, drüben im real life halt.
Ich tu aber auch anderes im real life: Ich habe Hinge runtergeladen. Lustig, wie viele Männer Büsis busseln. Ich glaube nicht, dass ich ein Stein bin, aber mit mir macht das nichts.
Bei gleichaltrigen und etwas älteren Männern stelle ich etwas anderes fest: Business, Baby! Krawatten, teure Sonnenbrillen, Capri, New York, you name it. Ich habe nichts gegen New York. Alles andere turnt mich ab.
Also schraube ich das Alter nach unten. Why not? Was Vera Dillier, Heidi Klum und Melanie Winiger können, kann ich auch.
Da sind sie also wieder. Diese Züri-Dudes in Sneakers, Hoodies und dem ein oder anderen Tattoo, das ich sexy finde. Sie posieren mit Rennvelos, an der Limmat sitzend oder irgendwo an einem anderen Ort der Welt. Vielleicht Bali. Vielleicht Bologna.
Ich matche drei von ihnen. Und schreibe sie alle an. Ich gehe extra nicht auf die Eisbrecher-Fragen ein. Macht ja sicher jede.
Eine Sexbombe aus dem Darknet? WTF!?
Den ersten Match frage ich, ob es für ihn ein Problem ist, dass ich als Kind ein Küken über die Grenze geschmuggelt habe. Den zweiten frage ich, was er im Darknet bestellen würde. Den dritten frage ich, welche Nummer er am liebsten hätte: die von Kim Kardashian, Sydney Sweeney oder Emma Amour.
Typ Nummer 2 antwortet am schnellsten. Er würde im Darknet «eine Sexbombe» bestellen. Entweder schnall ich den Joke nicht oder er ist wirklich schlecht. So schlecht, dass ich raus bin. Genauso wie bei der Antwort zum Schmuggel-Bibeli. Der findet nämlich einfach nur «Hehe».
Ich will mich gerade darüber beklagen, dass Dating Apps 2026 so scheisse sind, wie sie es schon 2023 und all die Jahre vorher waren, als Typ No. 3 antwortet.
«Klarer Fall von Emma Amour. Aber nur wenn sie wirklich die besten Brüste von Zürich hat und kein Stocki aus meiner neunjährigen Kartoffel macht.»
Oha, 2026. Da geht was.
Das sind die beliebtesten Babynamen der Schweiz
Magst du Puppentheater? Dann wirst du dieses Video lieben
*Joke, Leute!
