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Trump schmiss Geheimdienst-Chef wegen Russland-Gespräch raus



epa07871608 Acting Director of National Intelligence Joseph Maguire testifies before the House Intelligence Committee on the whistleblower complaint against President Trump in the Rayburn House Office Building in Washington, DC, USA, 26 September 2019. Speaker of the House Nancy Pelosi initiated an impeachment inquiry against the president following the whistleblower complaint over his dealings with Ukraine.  EPA/JIM LO SCALZO

Gefeuert: Joseph Maguire Bild: EPA

US-Präsident Donald Trump hat den Geheimdienstdirektor des Landes laut Medienberichten aus Wut darüber ausgetauscht, dass die Abgeordneten des Kongresses über eine erneute Einmischung Russlands in den Präsidentschaftswahlkampf informiert wurden.

Trump sei nach der Unterrichtung vom 13. Februar äusserst wütend auf den bisherigen geschäftsführenden Koordinator der US-Geheimdienste, Joseph Maguire, gewesen, berichteten verschiedene US-Medien am Donnerstag.

Demnach soll Maguires Beraterin Shelby Pierson den Abgeordneten in der Sitzung gesagt haben, dass Russland sich erneut zugunsten Trumps in den diesjährigen Wahlkampf einmische. Laut «New York Times» soll Trump insbesondere erbost über die Anwesenheit von Adam Schiff gewesen sein - des demokratischen Abgeordneten, der die Ermittlungen zum Amtsenthebungsverfahren gegen Trump geleitet hatte.

President Donald Trump acts as if he is choking to describe the Democratic debate performance of Michael Bloomberg as Trump speaks at a campaign rally Thursday, Feb. 20, 2020, in Colorado Springs, Colo. (AP Photo/David Zalubowski)
donald trump

Wie man ihn kennt: Trump. Bild: AP

Die «Washington Post» berichtete, Maguire habe gute Karten gehabt, den Posten des Geheimdienstdirektors dauerhaft zu übernehmen. Trump habe sich aber gegen ihn gewendet, als er von der Unterrichtung der Abgeordneten erfahren habe.

Kreml bestreitet Einmischung

Russland hat Berichte über eine erneute Einmischung in den US-Wahlkampf als absurd zurückgewiesen. «Das sind die nächsten paranoiden Nachrichten, die leider immer im Vorfeld von Wahlen auftauchen», sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. «Natürlich haben sie nichts mit der Wahrheit zu tun.»

Der Präsident habe Maguire dann vergangene Woche im Oval Office wegen der «Illoyalität» von dessen Mitarbeitern gescholten und seine Chance auf die dauerhafte Übernahme des Geheimdienstdirektor-Postens zunichte gemacht.

Der demokratische Abgeordnete Bennie Thompson erklärte, indem Trump Maguire wegen der Russland-Unterrichtung gefeuert habe, weigere sich der Präsident nicht nur, sich gegen eine ausländische Einmischung zu verteidigen, er rufe geradezu dazu auf.

epa08231277 epa07282928 US ambassador to Germany Richard Allen Grenell attends the New Year's reception of the German federal President for the Diplomatic Corps at the Bellevue Palace, the German presidents' official residence, in Berlin, Germany, 14 January 2019.  EPA/ALEXANDER BECHER (reissued 20 February 2020). US President Trump named Richard Grenell to be the new acting Director of National Intelligence (DNI) on 19 February 2020. Grenell is set to replace the current acting DNI, Joseph Maguire, who had served in the role as the administration's top intelligence chief since former Republican Senator Dan Coats resigned from the post last summer.  EPA-EFE/ALEXANDER BECHER *** Local Caption *** 54895636

Richard Grenell Bild: EPA

Trump hatte am Donnerstag den US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum neuen amtierenden US-Geheimdienstdirektor ernannt. Grenell gilt als treuer Mitarbeiter des Präsidenten und hat in der Vergangenheit Zweifel am Ausmass der russischen Einmischung geäussert.

Nach den Erkenntnissen der US-Geheimdienste manipulierte Russland den Präsidentschaftswahlkampf 2016 und verschaffte Trump damals Vorteile gegenüber seinen demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton. Etwaige geheime Absprachen des Trump-Teams mit Russland konnten nicht nachgewiesen werden. (aeg/sda/afp)

Trump am WEF 2020

Trumps Rede an die Nation

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    Alle Leser-Kommentare
  • BratmirnenStorch 21.02.2020 13:25
    Highlight Highlight Der Typ ist einfach nur noch peinlich. Ich verstehe niemanden, der sich dazu bereit erklärt, für Trump zu arbeiten.
  • Fairness 21.02.2020 12:23
    Highlight Highlight Ein Normaler kann für diesen Kotzbrocken (der zwar auch ein paar wenige Sachen richtig gemacht hat)ja sowieso gar nicht arbeiten. Das können nur Schleimer. Davon gibt es leider genug..
    • Klaus07 21.02.2020 12:35
      Highlight Highlight „der zwar auch ein paar wenige Sachen richtig gemacht hat“

      Und das wären?
    • [CH-Bürger] 21.02.2020 14:27
      Highlight Highlight @Fairness:
      was hat er denn richtig gemacht? 🤔
  • Tag ohne Sonne 21.02.2020 11:48
    Highlight Highlight Und was macht Trump!
    Er schmeisst gleich seinen Mitarbeiter und stellt einen seiner Speichellecker ein. Damit ja niemand erfährt was eh alle wissen. Trump ist Putins Marionette!
    Und sich mal Vorstellen, das der Präsident alles unternimmt das die Russen ungestört Trump in den USA an der Macht halten kann! Unglaublich!
    Und alle die die immer vom Deep Staat Reden!
    Trump und die Arschkricher sind der Deep Staat, die alles Rechtsstaatliche bekämpft und zu einer Diktatur Umbauen wollen!
    Da stören Informationen und Kritische Medien!
  • KoSo 21.02.2020 11:32
    Highlight Highlight ...und täglich grüsst das Murmeltier...
  • Therealmonti 21.02.2020 11:22
    Highlight Highlight Ist doch seit langem klar, dass Trump (und die Republikaner) alles dafür tun, dass er wiedergewählt wird. Da kommt auch die Einmischung Russlands mehr als recht. Aber sie haben noch andere fiese Tricks auf Lager: Gerrymandering (Manipulieren von Wahlkreisen). Wähler daran zu hindern, an den Wahlen teilnehmen zu können (Für Stimmabgabe nötige Ausweise nicht aushändigen, Strassensperren, künstliche Verkehrsstaus usw). Alles auch bei den letzten Wahlen und schon zuvor bei der Wahl von Bush vs. Gore) erfolgreich praktiziert.
    Und es wird wieder funktionieren.
    • Unicron 21.02.2020 12:02
      Highlight Highlight Und es ist lustig wie solche Techniken fast ausschliesslich von den Republikanern angewendet werden. Und es gibt immer noch Leute welche denken diese sind die "Good Guys".
    • neurot 21.02.2020 12:33
      Highlight Highlight Diese „Leute“ sind sie selber. Alles eine Frage der Perspektive.
    • Tag ohne Sonne 21.02.2020 13:01
      Highlight Highlight @Unicron
      Nicht ganz. Die Dem. haben das Gerrymandering auch praktiziert. Aber nicht im Ausmass wie die Reps.
      Georgia, da wurden 100 000 von Minderheiten aus der Wahlliste geschmissen, da die angeblich den Namen Falsch eingetragen haben.
      Und das wegen nichtigkeiten! Auch wurden Wählerlisten aus Quartiren mit einem hohen Anteil Minderheiten, zwar gesammelt aber dann einfach Entsorgt.
      Wer mehr davon wissen will. www.gregpalast.com
      Aber zur zeit versuchen die Dem. Sanders los zu werden.
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