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epa08027058 US Secretary of State Mike Pompeo speaks to the media about numerous issues, including the impeachment inquiry and economic protests in Iran, from the State Department in Washington, DC, USA, 26 November 2019. Pompeo also lent support to President Trump's desire to investigate Ukraine over the long-debunked conspiracy that Ukraine may have hacked DNC servers before the last election.  EPA/JIM LO SCALZO

Kritik an die Adresse Pekings: US-Aussenminister Mike Pompeo. Bild: EPA

«Drakonische Politik beenden » – USA fordern von China Freilassung internierter Uiguren



US-Aussenminister Mike Pompeo hat China zur sofortigen Freilassung der «willkürlich festgenommenen» Uiguren aufgefordert. Peking müsse seine «drakonische Politik» der Unterdrückung der muslimischen Volksgruppe im Nordwesten Chinas beenden, forderte Pompeo am Dienstag.

Die jüngsten Enthüllungen zu dem Thema entsprächen den zunehmenden Beweisen, dass sich die chinesische Regierung mit Masseninternierungen der Uiguren Menschenrechtsverletzungen begehe. Die USA schätzen demnach, dass rund eine Million Uiguren gegen ihren Willen festgehalten werden.

Am Sonntag hatte das Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) Dokumente veröffentlicht, die von der Kommunistischen Partei Chinas stammen sollen und Anleitungen zur massenhaften Internierung der Uiguren in der Provinz Xinjiang enthalten. Menschenrechtler sprechen von Umerziehungslagern, in denen Uiguren mit teils brutalen Mitteln auf die Linie der kommunistischen Partei eingeschworen werden sollen.

FILE - In this Nov. 4, 2017 file photo, Uighur security personnel patrol near the Id Kah Mosque in Kashgar in western China's Xinjiang region. Classified documents, leaked to a consortium of news organizations, lay out the Chinese government's deliberate strategy to lock up ethnic minorities to rewire their thoughts and even the language they speak. (AP Photo/File)

Sicherheitspersonal patrouillert vor einer Moschee in Kashgar in der Provinz Xinjiang. Bild: AP

«Wir rufen die chinesische Regierung auf, sofort alle freizulassen, die willkürlich festgenommen worden sind, und ihre drakonische Politik zu beenden, die ihre eigenen Bürger in Xinjiang terrorisiert haben», sagte Pompeo im Aussenministerium in Washington vor Journalisten. Auch andere Minderheiten wie Christen und Tibeter litten weiter unter der Verfolgung durch die kommunistische Partei Chinas, fügte er hinzu.

Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandte Muslime und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ost-Turkestan China einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus vor. (cbe/sda/dpa)

Schweiz fordert Uno-Inspektionen

Auch die Schweiz zeigt sich besorgt über Internierungslager für Uiguren im Westen Chinas. Bern fordert ungehinderten Zugang durch die Uno. Menschenrechtler sehen in den Lagern für Muslime im historischen Ost-Turkestan Konzentrationslager für Gehirnwäsche und Folter.
Das Aussendepartement (EDA) in Bern habe mit grosser Sorge Kenntnis genommen von den jüngst veröffentlichten Dokumenten zur Internierung von Uiguren und anderen ethnischen Minderheiten in Xinjiang - im historischen Ost-Turkestan, das die Kommunisten unter Mao 1949 besetzten.
Das EDA rufe die chinesische Regierung dazu auf, der Besorgnis vieler Staaten Rechnung zu tragen und der Uno ungehinderten Zugang zur Region zu gewähren, heisst es in einer Mitteilung von Dienstagabend.
Das EDA verfolge die Menschenrechtssituation im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang seit längerer Zeit. Die Einhaltung der Rechte von Minderheiten sowie die Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit seien ein Schwerpunkt der Schweizer Menschenrechtspolitik in China. (cbe/sda)

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70. Jahrestag der Volksrepublik China

Internierung von Uiguren

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jättelattejaterö 27.11.2019 03:17
    Highlight Highlight China fordert die Aufhebung von Indianerreservaten und Rückgabe der Gebiete
  • pacoSVQ 27.11.2019 00:26
    Highlight Highlight Wo bleibt hier eigentlich der Aufschrei Erdogans?
  • Himan 27.11.2019 00:21
    Highlight Highlight Emm... bitte Bern überdenkt doch nochmals das freihandelsabkommen.
    Finde wir sollten ein Zeichen setzen.
  • Posersalami 26.11.2019 23:43
    Highlight Highlight Könnte die USA denn auch alle ihre politischen Häftlinge entlassen? Am besten gleich mit Guantanamo anfangen und dann alle geheimen Gefängnisse offenlegen, auflösen und alle Verantwortlichen vor Gericht stellen?

    Nein?

    Wieso dann diese grosse Klappe?
    • Ökonometriker 27.11.2019 07:22
      Highlight Highlight Die hunderttausende unschuldig internierte Flüchtlinge in den USA freizulassen wäre schon mal ein Anfang...
    • gagalu 27.11.2019 07:40
      Highlight Highlight Seit wann rechtfertigt ein Unrecht das Andere? Was China mit dem Uigurischen Volk macht grenzt an Holocaust und muss in der Öffentlichkeit offen diskutiert werden!
    • Posersalami 27.11.2019 11:25
      Highlight Highlight Holocaust? Etwas weniger ging nicht, oder? Werden denn in China Menschen vernichtet? Nein? Warum dann dieser dumme Vergleich?

      Zudem rechtfertige ich nichts. Ich frage nur, warum die Amis nicht einfach mal vor der eigenen Tür kehren, bevor sie wieder einen auf dicke Hose machen.
  • Sherlock_Holmes 26.11.2019 22:42
    Highlight Highlight «Die Schweiz zeigt sich besorgt.»

    Ich kann es nicht mehr hören!

    Und unser Ueli schüttelt... äh wäscht die Hände in Unschuld!

    Business as usual... it‘s the economy stupid!

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