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FILE - In this Feb. 1, 2019, file photo,President Donald Trump speaks during an event on human trafficking in the Cabinet Room of the White House in Washington. (AP Photo/ Evan Vucci, File)

Trump gibt sich nach der Veröffentlichung des Mueller-Reports zwar siegessicher. Doch die Sache ist für den US-Präsidenten noch nicht ausgestanden. Bild: AP/AP

«I'am fucked»: Die 5 wichtigsten Punkte aus dem Mueller-Report

Nach knapp zwei Jahren Ermittlungen, Schlammschlachten und endlosen Spekulationen wurde der 448-seitige Bericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller zur Russland-Affäre veröffentlicht. Die brisantesten Erkenntnisse.



Trumps Schreckensmoment

Trump gibt sich zwar siegessicher. Doch er zitterte vor dem knallharten Sonderermittler Robert Mueller, wie auf Seite 290 nachzulesen ist.

Auf die Nachricht, dass ein Sonderermittler in der Russland-Affäre eingesetzt werde, sei er im Oval Office in seinen Stuhl zurückgefallen und habe zu Justizminister Sessions gesagt: «Oh mein Gott! Das ist schrecklich! Das ist das Ende meiner Präsidentschaft. I'm fucked».

Dies sei das schlimmste, was ihm passieren könne. Alle hätten ihm gesagt, dass dies seine Präsidentschaft ruiniere. Der Präsident sorgte sich um seine Handlungsfähigkeit in der Regierung während der laufenden Untersuchungen.

Trump versuchte Mueller zu feuern

FILE - In this June 19, 2013, file photo, Federal Bureau of Investigation Director Robert Mueller testifies before the Senate Judiciary Committee, on Capitol Hill in Washington. (AP Photo/J. Scott Applewhite, File)

Trump wollte Sonderermittler Mueller aus seinem Amt entfernen. Bild: AP/AP

US-Präsident Donald Trump hat die Russland- Ermittlungen zu Beginn als Bedrohung seiner Präsidentschaft gesehen und auf verschiedenen Wegen versucht, diese abzuwenden.

Als Verdachtsmoment für eine mögliche Einmischung des Präsidenten in die Ermittlungen zur Russland-Affäre schildert Mueller einen Versuch Trumps, ihn aus dem Amt zu entfernen. Einen Monat nach Muellers Ernennung im Mai 2017 habe Trump seinen damaligen Rechtsberater im Weissen Haus, Don McGahn, angewiesen, bei Justizminister Jeff Sessions die Entlassung des Sonderermittlers zu erwirken. McGahn sei dieser Aufforderung nicht nachgekommen.

Special counsel Robert Mueller's redacted report on the investigation into Russian interference in the 2016 presidential election is photographed Thursday, April 18, 2019, in Washington. The photos in the report show George Papadopoulos and others in meetings. (AP Photo/Jon Elswick)

Bild: AP/AP

«Die Versuche des Präsidenten, die Ermittlungen zu beeinflussen, waren überwiegend erfolglos, vor allem weil Personen aus dem Umfeld des Präsidenten sich weigerten, Anweisungen auszuführen oder seinen Aufforderung zu folgen», schreibt Muellers Team.

Bericht entlastet Trump nicht

Bild

Zahlreiche Teile des Berichts sind geschwärzt. Bild: AP/AP

Die Ermittler kommen nicht zu einem Schluss, ob Trumps Einflussversuche eine Behinderung der Justiz darstellen. Sie betonen aber: «Während dieser Bericht nicht zu dem Schluss kommt, dass der Präsident eine Straftat begangen hat, entlastet er ihn auch nicht.»

Die Schlussfolgerung übernahm Justizminister Barr und sprach Trump am Donnerstag erneut öffentlich von diesen Vorwürfen frei. Mueller habe weder Beweise für Geheimabsprachen mit Russland noch für eine Behinderung der Justiz durch Trump gefunden, betonte Barr. Das Weisse Haus sei hochkooperativ bei den Ermittlungen gewesen und habe auch keinerlei Schwärzungen des Berichts veranlasst. Dem Präsidenten könnten insgesamt keine unlauteren Motive unterstellt werden.

Die Aussagen des Justizministers

Fest steht aber: Mueller selbst lässt in seinem Abschlussbericht den Verdacht im Raum stehen, Trump könne sich als Präsident der Justizbehinderung schuldig gemacht haben. Der Sonderermittler habe sich «nicht in der Lage»“gesehen, in dieser Frage zu einer Schlussfolgerung zu gelangen.

Zahlreiche Kontake zu den Russen

Die Ermittler stiessen auf «zahlreiche» Kontakte zwischen Trumps Wahlkampflager und Vertretern Russlands. Es habe aber keine ausreichenden Belege zum Nachweis einer Straftat gegeben.

Mueller legt in seinem Bericht dar, dass sich Personen mit Verbindungen zur russischen Regierung schon im Sommer 2015 für Trump als Kandidaten der Republikaner interessiert hätten und dass die russische Regierung geglaubt habe, sie würde von einem Wahlsieg Trumps und seiner Präsidentschaft profitieren.

President Donald Trump gives thumbs up as his motorcade arrives at Air Force One at Andrews Air Force Base , Md., Monday, April 15, 2019. Trump is heading to Minnesota to tout the 2017 tax law. (AP Photo/Susan Walsh)

Bild: AP/AP

Nach der Wahl habe Moskau sofort versucht, sich Zugänge zur neuen Regierung zu verschaffen. Es werden ausführlich mehrere Kontakte beschrieben - etwa zwischen Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort und dessen langjährigem Geschäftspartner Konstantin Kilimnik, der Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben soll.

So triumphiert Trump

Der Präsident gab sich nach der Veröffentlichung des Mueller-Berichts triumphal. Auf Twitter postete Trump unter anderem ein Bild im Stil eines Kinofilmplakates. Darauf ist Trump von hinten zu sehen. Dazu die Worte: «Keine Geheimabsprachen, keine Behinderung» und der Slogan: «Game over».

Bei einem Termin mit Veteranen im Weissen Haus sagte Trump, er habe einen guten Tag. Es habe keine Geheimabsprachen mit Russland und auch keine Behinderung der Justiz gegeben.

(amü/sda/dpa/afp)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gender Bender 18.04.2019 22:28
    Highlight Highlight Wenn der Bericht keine Beweise einer Schuld jedwelcher Art enthält, ist er tatsächlich als unschuldig anzusehen. Er sollte nicht seine Unschuld beweisen müssen. Auch wenn er offensichtlich eine Knalltüte ist.
  • Pana 18.04.2019 22:13
    Highlight Highlight «Oh mein Gott! Das ist schrecklich! Das ist das Ende meiner Präsidentschaft. I'm fucked»

    Typische Reaktion einer völlig unschuldigen Person.
    • AdvocatusDiaboli 18.04.2019 22:34
      Highlight Highlight Ja ist es, denn der Einsatz eines Sonderermittlers ist in jedem Fall extrem rufschädigend.

      Wenn du beispielsweise als Lehrer plötzlich vollkommen erfundenen, öffentlichen Vorwürfen von sexueller Handlungen mit Minderjärigen gegenüber stehst, dann wäre so eine Reaktion erst einmal angemessen.

      Donald Trump ist eben auch nur ein Mensch.
    • zeromaster80 18.04.2019 22:48
      Highlight Highlight Die Fake News wirken bei Dir, einfach mal etwas weiter den ganzen Absatz lesen und es erscheint in neuem Licht.
    • Faktenchecker 18.04.2019 22:50
      Highlight Highlight Hier was Trump noch gesagt hat:

      Everyone tells me if you get one of these independent counsels it ruins your presidency. It takes years and years and I won't be able to do anything. This is the worse thing that ever happened to me.

      "Jeder sagt mir, wenn ein solcher independent counsel eingesetzt wird, die Präsidentschaft ruiniert wird. Es dauert Jahre und Jahre und ich werde nicht in der Lage sein irgendwas tun zu können (regieren). Das ist das schlimmste was mir passieren konnte."

      Völlig verständliche Reaktion und im Nachhinein auch absolut gerechtfertigte Bedenken seitens Trump.



    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 18.04.2019 21:49
    Highlight Highlight Der grosse Katzenjammer in der Watsonblase.
    Ich leide mit euch 😭
  • Der Tom 18.04.2019 21:44
    Highlight Highlight Alles schwarz übermalen was nicht passt. Gut gemacht 🤣😵

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