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epa05099691 A handout picture made available by the official website of Iranian Revolutionary Guard Corps (IRGC) on 13 January 2016 shows American military personnel who were captured by the IRGC a day earlier, at an undisclosed location in Iran. Ten American military personnel and two US naval vessels held by Iran have been released, Iranian authorities said in a statement on 13 January. The two US boats strayed two kilometers into Iranian waters on 12 January and were detained by Iran's Revolutionary Guards.  EPA/IRGC OFFICIAL WEBSITE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die US-Soldaten an einem unbekannten Ort im Iran.
Bild: EPA/IRGC OFFICIAL WEBSITE

Iran lässt gestrandete US-Soldaten frei

Zwei US-Marineboote mit zehn Soldaten an Bord sind wegen einer Motorpanne eines der Schiffe in iranische Gewässer geraten. Die Soldaten befinden sich auf einer iranischen Marinebasis. Die US-Regierung bemüht sich um eine rasche Lösung.



Der Iran hat zehn nach einem Vorfall in seinen Hoheitsgewässern festgehaltene US-Soldaten wieder freigelassen. Die Soldaten waren am Dienstag auf zwei Marinebooten bis zu zwei Kilometer weit unbefugt in die Hoheitsgewässer des Landes eingedrungen.

Daraufhin wurden Boote sowie Soldaten festgesetzt. Die Revolutionsgarden erklärten am Mittwoch, die Soldaten wieder freigelassen zu haben. Der Iran wertete den Vorfall nicht als Spionage, sondern ging von einem technischen Defekt des Navigationssystems als Ursache aus. Auch die Schiffe wurden wieder freigegeben.

Die zehn Soldaten, darunter eine Frau, wurden an einen sicheren Ort gebracht, wie der Marinekommandant der Revolutionsgarden, General Ali Fadawi, sagte. Die Aussenminister beider Länder, John Kerry und Mohammed Dschawad Sarif, seien nach dem Zwischenfall in ständigem Kontakt gewesen, sagte der General iranischen Medien weiter.

Ein US-Militärvertreter sagte, eines der beiden kleinen Patrouillenboote habe offenbar eine Motorpanne gehabt. Sie seien daraufhin von Schiffen der iranischen Revolutionsgarden auf eine Marinebasis auf der Insel Farsi gebracht worden.

Die winzige Insel Farsi liegt mitten im Persischen Golf auf halber Strecke zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Wegen der Insel reichen die iranischen Hoheitsgewässer bis weit in den Persischen Golf hinein, durch den eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt verläuft.

Riverine command boats assigned to Coastal Riverine Squadron (RIVRON) 4, transit open water in the 5th fleet area of responsibilities in this June 27, 2013 handout photo provided by the U.S. Navy, January 12, 2016. Ten sailors aboard two U.S. Navy riverine patrol boats were seized by Iran in the Gulf on Tuesday, and Tehran told the United State the crew members would be promptly returned, according to U.S. Officials. REUTERS/Mass Communication Specialist 1st Class Peter Lewis/U.S. Navy/Handout via Reuters

Die Marinesoldaten waren in solchen Patrouillenbooten unterwegs.
Bild: US NAVY/REUTERS

Ein US-Militärvertreter sagte, eines der beiden kleinen Patrouillenboote habe offenbar eine Motorpanne gehabt. Sie seien daraufhin von Schiffen der iranischen Revolutionsgarden auf eine Marinebasis auf der Insel Farsi gebracht worden.

Die winzige Insel liegt mitten im Persischen Golf auf halber Strecke zwischen dem Iran und Saudi-Arabien. Wegen der Insel reichen die iranischen Hoheitsgewässer bis weit in den Persischen Golf hinein, durch den eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt verläuft.

Die Revolutionsgarden bestätigten, zwei US-Boote aufgegriffen und auf die Insel Farsi gebracht zu haben, nachdem sie in iranische Gewässer eingedrungen waren.

Weiterfahrt bei Tagesanbruch

Ein hoher US-Regierungsbeamter sagte, es gebe bisher «keinen Hinweis», dass der Iran einen feindlichen Akt begangen habe. Der stellvertretende Nationale Sicherheitsberater Ben Rhodes sagte, die US-Regierung hoffe, «die Frage bald zu lösen».

Allerdings dürften die US-Soldaten erst bei Tagesanbruch ihre Fahrt fortsetzen können – und damit während der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Barack Obama in der Hand der Iraner bleiben. Psaki sagte, Obama habe nicht die Absicht, den Fall in der Rede anzusprechen – seiner letzten vor dem Ende seiner Amtszeit.

Es wurde aber erwartet, dass Obama darin auch das Atomabkommen mit dem Iran anspricht, das nach jahrelangen Verhandlungen im Juli geschlossen worden war. In dem Abkommen, das in wenigen Tagen in Kraft treten dürfte, sagt der Iran zu, im Gegenzug für die Aufhebung internationaler Sanktionen sein Atomprogramm drastisch einzuschränken. (dwi/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 15.01.2016 10:08
    Highlight Highlight Derzeit gibt es nur ein Schiff der US-Navy, das sich seit 1968 in "Feindeshand" befindet, die USS Pueblo (AGER-2). Diese wurde damals gemäss USA in internationalen Gewässern, oder gemäss Nordkoreas in nordkoreanischen Gewässern, von Schiffen der nordkoreanischen Marine aufgebracht und nach Wonsan verbracht, später nach Pjöngjang. Dort wurde es festgemacht und stellt bis heute eine beliebte Touristenattraktion dar.
    • ferox77 16.01.2016 15:16
      Highlight Highlight 2)
      Fakt ist, das die amerikanische Besatzung sich bei dem Angriff nicht wehrte, aber hinterher gefoltert und misshandelt wurde. (Wikipedia-AGER-2)
      Es ist erfreulich, dass den beiden Marineeinheiten als auch deren Besatzungen im Iran ähnliches erspart blieb.
  • osaliven 13.01.2016 09:53
    Highlight Highlight Als wenn man den Artikel liest, finde ich klingt das Wort festhalten stark übertrieben. Für mich ist das mehr so, wir haben die gefunden, gerettet, flicken das Boot und dann lassen wir sie weiter fahren.

    Persönlich würde ich ja auch gerne wissen wie wohl die Amerikaner reagiert hätten, wenn der Iran, amerikanisches Hoheitsgebiet verletzt hätte.
  • YesImAMillenial 13.01.2016 08:46
    Highlight Highlight klingt irgendwie eher nach einer Seenotrettung als nach "Festhalten" aber ok...
  • Gott 13.01.2016 07:43
    Highlight Highlight Zum Glück ist Obama noch Präsident, jeder andere hätte wohl grad mit Krieg gedroht.
    • conszul 13.01.2016 08:43
      Highlight Highlight @Radiochopf
      Oder irgend ein Schiff in US-amerikanischem Gewässer...

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