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Menschenrechtler werfen Trump Gefährdung von Journalisten vor

US-Präsident Donald Trump gefährdet mit seinen verbalen Angriffen gegen die Medien nach Angaben prominenter Menschenrechtler das Leben von Journalisten.

02.08.18, 19:26 03.08.18, 06:32


«Seine Attacken sind strategisch, sollen das Vertrauen in die Berichterstattung untergraben und Zweifel an überprüfbaren Fakten schüren», schrieben die Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen und der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, David Kaye und Edison Lanza, am Donnerstag. «Wir sind besonders besorgt, dass diese Angriffe das Risiko erhöhen, dass Journalisten Gewalt ausgesetzt werden.»

Trump hat Sender, Zeitungen und Zeitschriften, die kritisch über ihn berichten, wiederholt als unehrlich und als «Feinde des amerikanischen Volkes» diffamiert. Er wirft ihnen vor, Verschwörungstheorien zu verbreiten und der Demokratie zu schaden. Der US-Präsident habe aber nie den Beweis erbracht, dass Medien aus unlauteren Motiven falsch berichtet hätten, so die Menschenrechtler.

Die USA hätten wie alle Staaten die Verpflichtung, die Pressefreiheit zu respektieren. Kaye und Lanza kritisierten auch das US-Justizministerium, das Journalisten anklagen und mithilfe der Spionagegesetze zwingen will, Quellen für vertrauliche Informationen preiszugeben.

Die Faktenprüfer der «Washington Post» berichteten am Mittwoch, dass Trump in den 558 Tagen seit Amtsantritt 4229 falsche oder irreführende Angaben gemacht habe – das seien 7,6 Behauptungen pro Tag. Die Zeitung gehört gemeinsam mit der «New York Times» und dem US-Sender CNN zu den bevorzugten Zielscheiben von Trump. (sda/dpa)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Betty Burke 02.08.2018 22:19
    Highlight Das Klima in den USA ist allgemein aufgeheizter, durch Trump und durch tendenziöse Berichterstattung der Medien. Denn ja, Fake News gibt es von Trump ausgehend, sowie ihn selbst betreffend. Und macht man Trump für Angriffe auf Journalisten verantwortlich, darf man doch auch die Grage stellen, in wie weit die Medien an Angriffen auf Trumpunterstützer verantwortlich sind.
    11 43 Melden
    • Klaus07 03.08.2018 05:23
      Highlight Echt jetzt? Wieviele Angriffe auf Trumpunterstützer kennen Sie? Ich lese täglich in den Medien auf Breitbart und Fox News über gewaltige Massen, die sich auf Trumpunterstützer werfen. Sarkasmus off.
      12 7 Melden
    • Fabio74 03.08.2018 07:03
      Highlight Es ist Trump der Journalisten als Feinde des Staates hinstellte, weil sie keine Hofberichterstattung machen.
      Sowas läuft nur in totalitären Staaten.
      Es wäre mal Zeit aufhören zu verharmlosen und zu relativieren.
      15 4 Melden
    • rodolofo 03.08.2018 07:42
      Highlight Das ist die typische Methode von Tätern, die sich als Opfer inszenieren, während die tatsächlichen Opfer weiter leiden, als wäre das selbstverständlich und sie ihre Geschichte des Leidens nicht erzählen dürfen, weil ihnen niemand zuhört.
      Am meisten zu leiden haben in den USA immer noch die diskriminierten Minderheiten und die Frauen!
      Das Leiden eines fetten, weissen Immobilien-Hais an fehlendem Echt-Haar hält sich aber mit Sicherheit in sehr engen Grenzen...
      12 4 Melden
  • Clife 02.08.2018 19:58
    Highlight Trump ist das lebende Beispiel dafür, dass die Meinungsfreiheit nicht nur positives, sondern auch negatives nach sich zieht...
    14 18 Melden
    • roger.schmid 02.08.2018 23:02
      Highlight Das Problem ist eher, dass abstruse, extreme Ansichten und Verschwörungstheorien, die vorher nur von ein paar verwirrte Hinterwäldler an ihren Stammtischen dargeboten wurden, nun via das Internet, Foxnews usw. und durch dubiose Geldgeber im Hintergrund extrem verstärkt und verbreitet werden.
      9 5 Melden
  • swisskiss 02.08.2018 19:58
    Highlight "...in den 558 Tagen seit Amtsantritt 4229 falsche oder irreführende Angaben gemacht habe - das seien 7,6 Behauptungen pro Tag. "


    Aber Trump hat das erkannt und arbeitet daran.

    In den Monaten Juni und Juli hat er die Quote auf 16 mal pro Tag steigern können...
    41 10 Melden

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