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«Schmiergeld»: Trumps Entschädigungsfonds erntet Kritik von Demokraten

epa12972575 US President Donald Trump delivers remarks at a healthcare affordability event in the Eisenhower Executive Office Building on the White House campus in Washington, DC, USA, 18 May 2026. EP ...
Donald Trump richtet einen Fonds für Geschädigte des US-Staates ein.Bild: keystone

«Schmiergeld»: Demokraten kritisieren Trump für neuen Entschädigungsfonds

US-Präsident Donald Trump hat wegen eines neuen Entschädigungsfonds für angebliche Opfer von Behörden Kritik auf sich gezogen.
19.05.2026, 07:5819.05.2026, 07:58

Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sprach von «Schmiergeld» für Trump-Verbündete.

Rund 1,8 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) sollen nach Angaben des US-Justizministeriums in einen neuen Fonds fliessen, mit dem angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden sollen.

Der Fonds ist das Ergebnis eines bemerkenswerten Vergleichs zwischen Trump und der Justiz: Der Präsident hatte im Januar als Privatperson gegen den Staat geklagt und eine Milliardenentschädigung gefordert. In der Klage war einem damaligen Mitarbeiter der Bundessteuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) vorgeworfen worden, sich während Trumps erster Amtszeit (2017-2021) unrechtmässig Zugang zu Steuerdaten der Familienfirma Trump Organization verschafft und diese an «linksgerichtete Medien» weitergegeben zu haben. Die Behörde untersteht dem US-Finanzministerium.

Senate Minority Leader Chuck Schumer, D-N.Y., speaks on fair elections and the Supreme Court's ruling to strike down a majority Black congressional district in Louisiana, at the Capitol in Washin ...
Chuck Schumer, Senator und Minderheitsführer der Demokraten, kritisiert Trump scharf.Bild: keystone

Trump lässt Klage fallen

Das Justizministerium teilte nun mit, die Staatsanwaltschaft habe sich mit Trump auf die Einrichtung des Fonds geeinigt. Im Gegenzug wurde die Klage fallengelassen. Schumer bezeichnete Trumps Vorgehen als Korruption.

Mehreren US-Medien zufolge könnte sich der Fonds etwa an Trump-Anhänger richten, die beim Sturm auf das Kapitol 2021 dabei gewesen waren und dafür während der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte nach seinem Amtsantritt 2025 etliche Begnadigungen ausgesprochen.

An jenem Januar-Tag 2021 war es in der US-Hauptstadt Washington zu einem gewaltsamen Sturm auf das Parlamentsgebäude gekommen, wo der Wahlsieg des Demokraten und Trump-Gegners Biden offiziell bestätigt werden sollte.

Trump – damals nach seiner ersten Amtszeit (2017-2021) abgewählt, aber noch im Amt – wiederholte in einer Rede die mehrfach widerlegte Behauptung, er sei durch Betrug um den Wahlsieg gebracht worden. Nach der Rede stürmten Trumps Anhänger den Sitz des Parlaments. (nil/sda/dpa)

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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future--?
19.05.2026 08:08registriert November 2023
Staat zahlt, Trump zieht Klage zurück, Kapitolstürmer werden entschädigt – Schumer hat recht, das riecht nach Korruption. Staatliche Mittel zur Belohnung politischer Loyalität ist keine Justiz mehr, sondern Machtpolitik.
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mrmikech
19.05.2026 08:57registriert Juni 2016
Ein Präsident, der das eigene Land verklagt – das kann man sich nicht ausdenken.
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Fribourgeoise
19.05.2026 08:46registriert Dezember 2022
Schmiergeld - Korruption - Vetternwirtschaft - Erpressung - Drohungen - Insiderhandel - Missachtung der Gesetze
Habe ich etwas vergessen?
Das ist das Geschäftsmodell von Trump und seinen Höflingen.
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