International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Feuerpause für Syrien rückt in Reichweite

Am Rand des G20-Gipfels in China zeichnet sich eine Einigung zwischen den USA und Russland ab.



Nach wochenlangen Verhandlungen über eine Feuerpause in Syrien zeichnet sich eine Einigung zwischen den USA und Russland ab. US-Aussenminister John Kerry sagte am Rand des G20-Gipfels in der chinesischen Stadt Hangzhou, viele Details seien bereits geklärt. Eine Reihe schwieriger Fragen sei jedoch noch offen.

«Wir haben es noch nicht geschafft», sagte Präsident Barack Obama. Für Montag sei das nächste Treffen der Vertreter beider Seiten geplant. Russlands Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow bestätigte, dass eine Vereinbarung in Reichweite sei. «Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Gespräche scheitern», sagte er.

Versorgungsroute freihalten

Eine Waffenruhe soll insbesondere dazu führen, die syrische Bevölkerung mit Hilfslieferungen zu versorgen. Der Vereinbarung zufolge soll Russland die syrische Luftwaffe davon abhalten, von der Opposition gehaltene Gebiete zu bombardieren, schrieb der US-Sondergesandte für Syrien, Michael Ratney, in einem auf Samstag datierten Brief an die Opposition.

Zudem solle eine Versorgungsroute für die umkämpfte Grossstadt Aleppo freigehalten werden. Zuletzt hatte sich der russische Präsident Wladimir Putin zuversichtlich über die Gespräche mit den USA geäussert.

This photo provided by the Syria Press Center (SPC), an anti-government media group, shows civilians leaving the town of Suran, in Hama province, Syria, Thursday Sept. 1, 2016. Suspected government warplanes carried out several airstrikes in Syria's Hama on Thursday, killing at least 25 people, amid a lightning advance by insurgents on government-controlled areas of the central province. (Syria Press Center via AP)

Syrische Flüchtlinge in der Hama-Provinz. Bild: AP/Syria Press Center

Militärvertreter beider Seiten treffen sich bereits seit Wochen, um eine Vereinbarung auszuarbeiten. Russland unterstützt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad unter anderem mit Luftangriffen auf Aufständische.

Eine von den USA geführte Koalition hilft dagegen gemässigten Rebellen und Kurden im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»). Nach Angaben des US-Präsidialamts werden Obama und Putin wahrscheinlich zu informellen Gesprächen am Rande des Gipfeltreffens der führenden 20 Industrie- und Schwellenländer (G20) zusammenkommen.

Türkei eröffnet zweite Front

Die Türkei rückte unterdessen erneut mit Panzern in Syrien ein. Nach Rebellenangaben unterstützten die türkische Soldaten die Aufständischen der Freien Syrischen Armee (FSA) in ihrem Kampf gegen die «IS»-Miliz in der Ortschaft al-Rai etwa 55 Kilometer westlich von Dscharablus. Damit nahmen die von der Türkei unterstützten Kämpfer den «IS» von zwei Seiten in die Zange.

In der vergangenen Woche hatte die Türkei in Dscharablus ihre erste grössere Offensive in Syrien begonnen. Die Regierung in Ankara will einen 90 Kilometer breiten Korridor schaffen, in dem weder der «IS» noch die Kurden das Sagen haben.

Die Offensive der Türkei hat – allen voran in den USA – Besorgnis ausgelöst. Die Kurden-Miliz YPG ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen den «IS». Die türkische Regierung befürchtet dagegen ein Erstarken der Kurden auch im eigenen Land.

(sda/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

30
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Macron stellt bei Nato-Gipfel Trump bloss – und das gleich zwei Mal

Emmanuel Macron ist mit dem Vorgehen der Türkei und der USA in Nordsyrien überhaupt nicht einverstanden. Dabei scheut der französische Präsident auch die Konfrontation mit Donald Trump nicht.

Mit Spannung wurde das Aufeinandertreffen von Emmanuel Macron und Donald Trump am Nato-Gipfel in London erwartet. Und die erste gemeinsame Pressekonferenz hatte es in sich.

Der französische Präsident lancierte das Zusammentreffen des Verteidigungsbündnisses bereits vor einem Monat in mit einer brisanten Aussage im Economist. Macron hatte der Nato Anfang November den «Hirntod» bescheinigt. Macron begründete dies mit dem «aggressiven» Vorgehen des Nato-Mitglieds Türkei in Nordsyrien und …

Artikel lesen
Link zum Artikel