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US-Justizminister William Barr beklagt «schwere Unregelmässigkeiten» in der New Yorker Strafanstalt (Archivbild).
US-Justizminister William Barr beklagt «schwere Unregelmässigkeiten» in der New Yorker Strafanstalt (Archivbild).Bild: EPA

Fall Epstein: US-Justizminister Barr bemängelt schwere Fehler

12.08.2019, 18:24

Nach dem Tod des Unternehmers Jeffrey Epstein in einem New Yorker Gefängnis hat US-Justizminister William Barr «schwere Unregelmässigkeiten» in der Haftanstalt beklagt. Diese seien Grund für tiefe Besorgnis und verlangten eine gründliche Untersuchung.

Die Bundespolizei FBI und die interne Kontrollbehörde des Justizministeriums würden den Vorgang nun aufklären, sagte Barr am Montag in New Orleans. «Wir werden herausfinden, was passiert ist», versprach er in einer Rede vor Polizisten. Falls angezeigt, würden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.

Trotz Epsteins Tod werde der Fall gegen seine möglichen Komplizen weiter verfolgt werden. «Die Opfer verdienen Gerechtigkeit, und sie werden sie bekommen», versprach Barr. Er sei «entsetzt» und «verärgert» gewesen, als er erfahren habe, dass die Haftanstalt es versäumt habe, Epstein ordnungsgemäss zu sichern, so Barr.

Der wegen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Mädchen angeklagte Epstein hatte am Wochenende in seiner Zelle offenbar Suizid begangen. Allem Anschein nach hatte der 66-Jährige bereits wenige Wochen zuvor versucht, sich das Leben zu nehmen.

Wie die «New York Times» berichtete, soll das Gefängnis in Manhattan in der Nacht vor Epsteins Tod die vorgeschriebenen Überwachungsmassnahmen nicht eingehalten haben. (mim/sda/dpa)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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FrancoL
12.08.2019 18:58registriert November 2015
Nun ich verstehe die amerikanische Politik irgendwie nicht oder nicht mehr. Er bemängelt als Justizminister? Und wer soll nun die Konsequenzen ziehen? Bei einem derart brisanten Fall?
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Gurgelhals
12.08.2019 18:45registriert Mai 2015
Als ob man dem lügenden Fred Feuerstein-Doppelgänger William "Bagdad Bill" Barr Glauben schenken könnte.

Die Untersuchung wird natürlich ergeben, dass Epstein Suizid begangen hat und dies aufgrund von Verfahrensfehlern im Gefängnis überhaupt möglich war. Das kann sich durchaus genau so zugetragen haben. Entscheidend ist aber, dass ohne einen Angeklagten und ohne einen Prozess diese ganze Geschichte in ein paar Wochen aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden ist. Und das ist dann auch der Zeitpunkt, wo Barr die nun gross angekündigten Untersuchungen stillschweigend versanden lässt.
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Magnum
12.08.2019 18:39registriert Februar 2015
Die Haftanstalt, in welcher sich Jeffrey Epstein das Leben nahm, mag zwar in der Stadt New York stehen. Aber sie untersteht direkt dem Justizministerium. Somit ist es höchst schäbig und irreführend, wenn der Herr Justizminister nun die Zustände in ebendieser Anlage beklagt und eine Untersuchung anordnet: Das ist der Saustall der US-Administration und nicht dem Bundesstaat New York anzulasten.

William Barr hat bekanntlich schon mit seiner irreführenden Zusammenfassung des Mueller Reports gezeigt, dass seine Integrität nicht existent ist. Ein Dummschätzer im Dienste vom orangen Grossmaul.
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