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«America first» trifft auf «Make in India»: Trump spricht vor 100'000 Indern



Donald Trump in Indien

«America first» trifft auf «Make in India»: Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen hat US-Präsident Donald Trump am Montag seinen ersten Staatsbesuch in Indien begonnen.

Regierungschef Narendra Modi empfing den US-Präsidenten und dessen Ehefrau Melania im grössten Kricket-Stadion der Welt in der Stadt Ahmedabad. Zum Sonnenuntergang wollte das US-Präsidentenpaar danach zum weltberühmten Mausoleum Tadsch Mahal fliegen.

Nach den medienwirksamen Auftritten am Montag sollen am Dienstag bilaterale Gespräche in Neu Delhi stattfinden. Konkrete Ergebnisse werden von dem Staatsbesuch nur wenige erwartet.

Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden grössten Demokratien der Welt sind seit langem problematisch und haben sich unter Trump und Modi weiter verschlechtert. Trumps Parole «Amerika zuerst» steht Modis Mantra «Make in India» (etwa: Produziert in Indien) gegenüber.

U.S. President Donald Trump, first lady Melania Trump, and Indian Prime Minister Narendra Modi arrive for a

Bild: AP

«König der Zölle»

Washington stösst sich an der traditionell protektionistischen Handelspolitik Indiens. Trump bezeichnete das Land als «König der Zölle». Vor dem Staatsbesuch sagte er, das asiatische Land habe «uns viele, viele Jahr sehr, sehr hart getroffen».

Laut Medienberichten könnten Trump und Modi kleinere Abkommen unterzeichnen, in dem es um die Einfuhr von Harley-Davidson-Motorrädern und US-Milchprodukten sowie Rüstungsverträge geht. Doch auch wenn ein 2,4 Milliarden-Dollar-Deal für US-Helikopter unterzeichnet werden könnte, bleibt Russland der grösste Rüstungspartner Indiens. Auch um die Lieferung von sechs Atomreaktoren könnte es gehen, Ergebnis eines Nuklearvertrags aus dem Jahr 2008.

U.S. President Donald Trump and Indian Prime Minister Narendra Modi wave after a

Bild: AP

Gemeinsame Sorge

In politischer Hinsicht blicken beide Staaten mit Sorge auf das Machtstreben Chinas, in der Verteidigungspolitik arbeiten sie enger zusammen. Hingegen reagierte Indien empört auf Trumps Vermittlungsangebot im Kaschmirkonflikt mit Pakistan und auf Kritik aus Washington an dem umstrittenen indischen Staatsbürgerschaftsgesetz.

Kritiker werfen Modis hinduistisch-nationalistischer Partei BJP vor, damit die 200 Millionen Muslime im Land zu diskriminieren. Die landesweiten Proteste gegen das Gesetz dauern an.

Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters will Trump bei seinen Gesprächen mit Modi seine Besorgnis über die Achtung der Religionsfreiheit in dem mehrheitlich hinduistischen Land zum Ausdruck bringen. Diese sei «äusserst wichtig für seine Regierung».

Freundschaftsgeste und Wahlkampfaktion

Auf dem Flug nach Indien twitterte Trump aus der Präsidentenmaschine Air Force One in Hindi, er freue sich sehr auf Indien. Bei seiner Ankunft in dem Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern wurde er am Strassenrand von mehreren tausend Menschen begrüsst - deutlich weniger als die von Trump bei einem Wahlkampfauftritt in den USA in Aussicht gestellten «sechs bis zehn Millionen Menschen».

Modi revanchierte sich mit dem Empfang im Kricket-Stadion bei seinem Gast aus den USA. Trump hatte sich im September zusammen mit Modi bei einer Veranstaltung in einem Fussballstadion im US-Bundesstaat Texas gezeigt.

Der Auftritt wurde als Freundschaftsgeste gewertet, aber auch als Wahlkampfaktion an die Adresse der rund vier Millionen indischstämmigen Menschen in den USA, die traditionell mehrheitlich die oppositionellen Demokraten wählen.

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 24.02.2020 19:09
    Highlight Highlight Da trafen sich mit Modi & Trump ja zwei Brüder im Geiste 😠
  • Goldjunge Krater 24.02.2020 17:04
    Highlight Highlight Toller Auftritt von Trump 👍💪
    • [CH-Bürger] 24.02.2020 23:16
      Highlight Highlight wie bitte?! was genau ist an seinem pompös inszenierten, völlig übertrieben dargestellten und heuchlerisch hochgelobten Staatsbesuch toll...?

      "für Toleranz (...) Religionsgleichheit":
      fragt mal die hispanische Bevölkerung in Kalifornien, ob die finden Trump macht das zuhause auch so gut...
      oder die nicht-weissen in den suburbs anderer Grosstädte, die eben keine medicare (mehr) erhalten...

      ich erkenne langsam tatsächlich gewisse Fähigkeiten bei DT:
      - grenzenlose Fantasie
      - knallharter dealmaker, er macht das soooo gut!
      - Wasser predigen und Wein trinken
      /sarcasmOFF
  • De-Saint-Ex 24.02.2020 16:15
    Highlight Highlight Das einzige „Oberhaupt“, das bei seinen offiziellen Auslandsreisen so auftritt ist... ja richtig: der Papst.
    Hat‘s jetzt jeder kapiert?
  • BratmirnenStorch 24.02.2020 14:34
    Highlight Highlight Das Schlimmste ist für mich, dass man bei dem Gequatsche gar kein konkretes Resultat mehr erwartet. Trump war noch nie in Indien. Jetzt war er in Indien. Noch ein wenig Werbung für die Waffenindustrie und dann geht‘s wieder nach Hause.
  • Quacksalber - Fehler beim bearbeiten der Anfrage 24.02.2020 14:17
    Highlight Highlight Da hat der Schurke ja seinen Meister gefunden.
  • De-Saint-Ex 24.02.2020 13:44
    Highlight Highlight Ginge es nicht um Trump, wäre ich fassungslos. Da wird einem amtierenden Präsidenten, der sich im Wiederwahlskampf befindet so eine Bühne zur Verfügung gestellt... und dies im Ausland... sowas kennt man sonst nur von Diktaturen... eben!
    • Basti Spiesser 24.02.2020 14:19
      Highlight Highlight https://www.spiegel.de/politik/ausland/obamas-rede-in-berlin-jetzt-ist-die-zeit-neue-bruecken-zu-bauen-a-567905.html

      Warst du 2008 bei Obama auch so fassungslos? Da war er noch nicht mal Präsident und begrüsste über 200‘000 an der Veranstaltung in Berlin.
    • d10 24.02.2020 14:59
      Highlight Highlight Amerikanische Präsiddenten gehen immer gerne auf Auslandsreisen im Wahljahr, das ist nix Neues
    • De-Saint-Ex 24.02.2020 16:05
      Highlight Highlight Ach ja... genau darauf habe ich gewartet... Obama und Berlin... Indien mit Berlin zu vergleichen zeigt mir schon mal, dass Du offensichtlich die historische Bedeutung nicht kennst, die Berlin für die USA und die USA für Berlin haben. Da hätten ja die Briten Trump bei seinem letzten Staatsbesuch im Wembley auftreten lassen können. Wäre weder in den USA noch in GB, zumindest bei den meisten besonders gut aufgenommen worden. Zurecht.
  • insert_brain_here 24.02.2020 13:13
    Highlight Highlight Die beiden passen super zusammen, sichern sich ihre Macht durch Klientelpolitik, vertiefen gesellschaftliche Gräben und füllen sich und den ihren nebenbei die Taschen.
  • Michael von der Halde 24.02.2020 12:01
    Highlight Highlight MACA - Make Curry great again!
    • [CH-Bürger] 24.02.2020 23:17
      Highlight Highlight 😂😂

      selten so gelacht!!

      buchstabiere bitte mal ACDC 😜
  • DrDeath 24.02.2020 11:06
    Highlight Highlight Trump wirbt für Toleranz. Für Muslime. Jetzt hab ich alles gehört. Hat denn wirklich JEDER schon vergessen, wie Trumps Einreisesperren für Muslime von den Gerichten kassiert wurden?!?
  • Prügelknabe 24.02.2020 09:03
    Highlight Highlight "Bei den Gesprächen mit Modi will Trump der US-Regierung zufolge auch für Toleranz und die Erhaltung der Religionsfreiheit in Indien werben.

    Damit war ein von Modi durchgedrücktes kontroverses Einbürgerungsgesetz gemeint, das nach Ansicht von Kritikern gezielt Muslime diskriminiert."

    "Die USA erschweren die Einreise für Menschen aus sechs weiteren Ländern. Wie die US-Regierung am Freitag mitteilte, gelten die verschärften Einreisebestimmungen für Nigeria, Kirgistan, Myanmar, Eritrea, den Sudan und Tansania. Die neuen Verschärfungen treten am 22. Februar in Kraft."

    Was für ein Heuchler!
    • Basti Spiesser 24.02.2020 11:55
      Highlight Highlight Hätte er also besser für weniger Toleranz werben sollen?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 24.02.2020 14:31
      Highlight Highlight @basti
      Stichwort Muslimbann.
      Aber bei deiner selektiven Wahrnehmung ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass du das schon wieder vergessen hast.
    • max julen 24.02.2020 14:32
      Highlight Highlight hahaha basti, kannst wieder nur in schwarz oder weiss denken!?

      genau genommwn wäre er dann ja ehrlich gewesen, mit werbung für weniger toleranz!

      er hätte gar nichts sagen sollen!!! aber er lügt und schleimt lieber 🤡
    Weitere Antworten anzeigen
  • [CH-Bürger] 24.02.2020 07:38
    Highlight Highlight mMn braucht es für eine funktionierende Demokratie die Rechtsgleichheit der gesamten Bevölkerung.

    Weiss jemand, wie das politische System mit Indiens Kastenwesen vereinbar ist / funktioniert?

    das würde mich interessieren...
    • ursus3000 24.02.2020 09:13
      Highlight Highlight Es gibt verschiedene Spielarten von Demokratie , aber nach Deiner reinen Lehre wird sie nicht funktionieren
    • Kaspar Floigen 24.02.2020 09:29
      Highlight Highlight Das Kastensystem ist offiziell seit 1949 abgeschafft und hat keine rechtlichen Auswirkungen. Natürlich ändert das nichts daran, dass es im Alltag weiterhin zu grossen Diskriminierungen kommt, vor allem in Bezug auf Religionsausübung (z.T. wird der Zugang zu Tempeln verwährt etc.).
    • DrDeath 24.02.2020 11:18
      Highlight Highlight Das ist eine GUTE Frage! Wie funktioniert eine Demokratie in einem 1.35 Milliarden Seelen zählenden Staat? Erfahrungsgemäss lautet die Antwort höchstwahrscheinlich: Gar nicht. Schon in Deutschland mit seinen 80 Mio EW ist es faktisch mehr eine parlamentarische Lobbyisten-Oligarchie den echte Demokratie. In einem Staat der Grösse von Indien dürfte echte Vertretung besonders bei den armen Schichten und Minderheiten einfach nicht vorhanden sein. Hinzu kommt noch eine hohe Korruption, was die Sache nicht besser macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • THEOne 24.02.2020 07:09
    Highlight Highlight das grösste stadion der welt steht zwar in pjöngjang... aber es ist ja trump... da hat alles seine alternative richtigkeit
    • Pisti 24.02.2020 13:37
      Highlight Highlight Es ist das grösste Cricket Stadion der Welt.
    • In vino veritas 24.02.2020 13:58
      Highlight Highlight Keine Angst. Wenn im weissen Haus wieder Feuer unter dem Dach ist wird er dem Kim wieder in den Allerwertesten kriechen. Vielleicht darf er anschliessend auch in Pjöngjang mit Kim um die Wette grinsen. Mit vielen fröhlich winkenden Bürger welche um die Wette (oder um ihr Leben) winken und jubeln...
    • bullygoal45 24.02.2020 17:00
      Highlight Highlight Danke Pisti!

      Bleibt beim „haten“ bitte bei den Tatsachen. 🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️

DAS ist das Krasseste, was wir bisher an Hamsterkäufen gesehen haben

US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner am Sonntag noch dazu aufgerufen, Panikkäufe wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Er betonte: «Sie müssen nicht so viel kaufen. Nur keine Hektik, entspannen Sie sich einfach.» Seine Gesprächspartner hätten ihm zugesagt, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Genützt hat es allerdings nicht wirklich viel, wie es scheint. Derzeit geht nämlich ein Video viral, in dem jemand an einer riesigen Schlange von wartenden Kunden vorbeiläuft.

Um …

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