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China trifft USA bei wichtiger Sicherheitskonferenz in Singapur

China trifft USA bei wichtiger Sicherheitskonferenz in Singapur

31.05.2024, 08:5931.05.2024, 09:45

Im Machtkampf zwischen den Supermächten USA und China haben die Verteidigungsminister beider Länder bei einer wichtigen Sicherheitskonferenz in Singapur das direkte Gespräch gesucht.

Das Treffen zwischen dem chinesischen Verteidigungsminister Dong Jun und seinem US-Amtskollegen Lloyd Austin fand am Freitag am Rande der dreitägigen Sicherheitstagung Shangri-La Dialog statt, wie beide Seiten bestätigten. In dem Gespräch sei es auch um Fragen zu Taiwan und das Südchinesische Meer gegangen.

U.S. Secretary of Defence Lloyd Austin, center, walks out after a bilateral meeting with China's Defence Minister Dong Jun on the sidelines of the 21st Shangri-La Dialogue summit at the Shangri-L ...
US-Verteidigungsminister Austin nach dem Treffen mit dem chinesischen Verteidigungsminister.Bild: keystone

Austin äusserte Bedenken über die Aktivitäten der chinesischen Armee um Taiwan, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte. Ausserdem habe er über die Rolle Chinas bei der Unterstützung für Russlands Verteidigungsindustrie gesprochen.

An der Konferenz in der südostasiatischen Wirtschaftsmetropole, die am Freitag startete und bis Sonntag dauert, diskutieren Hunderte Minister, Militärs und Experten aus aller Welt über die aktuellen Krisenherde und Bedrohungslagen der Welt. Auch Themen wie Künstliche Intelligenz, Cyber-Abwehr und künftige Arten der Kriegsführung sollen besprochen werden.

Unter Dong Juns verschwundenem Vorgänger Li Shangfu herrschte zwischen den Verteidigungsbehörden beider Seiten Funkstille, da die USA Li mit Sanktionen im Zusammenhang mit Russlands Angriffskrieg in der Ukraine belegt hatten. Peking hatte Li aus offiziell bislang unbekannten Gründen abgesetzt. Seit einem öffentlichen Auftritt Ende August war er nicht mehr gesehen worden.

Streit um Taiwan

Seit dem Treffen zwischen Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Joe Biden im November in San Francisco nahmen auch die Militärs beider Seiten wieder Kontakt auf. Peking glaube, dass die strategische Kommunikation auf hoher Ebene helfe, die Beziehungen zwischen den Militärs zu stabilisieren, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums Wu Qian vor Beginn der Konferenz. China stehe dem offen gegenüber.

Speziell im Streit um das demokratisch regierte Taiwan, das China als Teil seines Territoriums betrachtet, gibt es aber erhebliche Spannungen zwischen beiden Ländern. Die USA haben dem Inselstaat im Verteidigungsfall Unterstützung zugesichert. Zudem sind die Vereinigten Staaten mit den Philippinen verbündet, mit denen sich Peking regelmässig im Südchinesischen Meer Konfrontationen wegen einiger Riffe liefert, die China für sich beansprucht.

Am Abend stand eine Grundsatzrede des philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. auf der Agenda, in der die Streitigkeiten mit China und die ständigen Zwischenfälle in dem Meeresgebiet ebenfalls eine Rolle spielen dürften.

Der Shangri-La-Dialog gilt als wichtigstes sicherheitspolitisches Forum im indopazifischen Raum auf Ebene der Verteidigungsminister. Veranstalter ist das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS). (rbu/sda/dpa)

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