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FILE - In this Oct. 28, 2013, file photo, former FBI Director Robert Mueller is seated at FBI Headquarters in Washington. (AP Photo/Charles Dharapak, File)

Sonderermittler Mueller beschwerte sich in einem Brief über Justizminister William Barr. Bild: AP/AP

«Wichtiges wird untergraben»: Mueller ärgert sich über Zusammenfassung seines Berichts



US-Sonderermittler Robert Mueller soll sich Berichten zufolge über die Zusammenfassung des Abschlussberichts zur Russland-Untersuchung von Justizminister William Barr beschwert haben. Dies habe Mueller in einem Brief an Barr erklärt.

Demnach würde seine vierseitige Zusammenfassung den Kontext und den Inhalt der Untersuchungsergebnisse nicht vollständig erfassen, schrieb die «Washington Post» am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf eine Kopie des Briefes. Auch die «New York Times» und andere Medien berichteten über das Schreiben, das das Datum 27. März tragen soll. Ein Sprecher des Justizministeriums wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern. Barr sollte am heutigen Mittwoch vor einem Ausschuss des Senats aussagen.

Mueller hatte fast zwei Jahre lang zwei grosse Fragenkomplexe untersucht: ob Donald Trumps Team geheime Absprachen mit Vertretern Russlands getroffen hat und ob der US-Präsident die Justiz behinderte. Hintergrund ist die mutmassliche Einmischung Moskaus in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Ende März hatte Mueller seine Arbeit abgeschlossen und Justizminister William Barr einen vertraulichen Bericht übergeben. Zunächst hatte Barr nur eine vierseitige Zusammenfassung davon veröffentlicht. Erst später machte er eine in Teilen geschwärzte Version des 400-seitigen Berichts öffentlich.

Keine Beweise

Mueller und sein Team stiessen auf «zahlreiche» Kontakte zwischen Trumps Wahlkampflager und Vertretern Russlands. Beweise für eine Straftat fanden sie aber nicht. Zur Frage, ob Trump die Justiz behindert habe, traf der Sonderermittler keine Festlegung, sondern legte Indizien dafür und dagegen vor. Barr kam auf dieser Grundlage zu dem Schluss, dass dem Präsidenten auch in diesem Punkt keine strafrechtlichen Vorwürfe zu machen seien. Trump sah sich dadurch in allen Punkten entlastet.

Der «Washington Post» zufolge soll Mueller Barr in seinem Brief aufgefordert haben, die Einleitung und die Zusammenfassungen des Berichts zu veröffentlichen. Mueller schrieb demnach: «Inzwischen herrscht in der Öffentlichkeit Verwirrung über entscheidende Aspekte unserer Untersuchungsergebnisse. Das droht einen wichtigen Aspekt zu untergraben, für den das Ministerium den Sonderermittler ernannt hat: Das uneingeschränkte Vertrauen der Öffentlichkeit in das Ergebnis der Untersuchung sicherzustellen.» (sda/dpa)

Twitter und Facebook über russischen Einfluss bei US-Wahlen

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • (M)eine Meinung 01.05.2019 22:36
    Highlight Highlight Game of thrones is over....
  • Rhabarber 01.05.2019 12:27
    Highlight Highlight Irgendwie seh ich diesen Barr in der Zukunft schon im Knast.
  • Gawayn 01.05.2019 11:54
    Highlight Highlight Dieser Bericht. Dieser Eiertanz darum nervt nur noch.
    Mir kommt es vor, Muller wurde beauftragt alles möglichst seriös zu ermitteln und dokumentieren, aber auf keinen Fall damit die 45 zu belasten.

    Wenn man sieht, wie Viele in Trumps Umfeld angeklagt und verurteilt wurden, wie oft sein Wahlkampfteam, sich mit hohen russischen Parteileuten getroffen haben,
    Sorry zu welchem Schluss kann man den sonst kommen?
    Zu einer Pokerrunde waren die Treffen sicher mal nicht.

    Dann wenn was gefunden worden wäre, wurde es geschwärzt.
    Ich würd mich verarscht vorkommen..
    • swisskiss 01.05.2019 12:37
      Highlight Highlight Gawayn: Der Mentor Donald Trumps, Roy Cohn, Ermittler unter McCarthy und Anwalt der Mafiabosse Gotti Salerno und Gallante, brachte ihm bei, heikle Gespräche unter 4 Augen zu führen und keine schriftlichen Belege zu hinterlassen. Wieso wohl gibt es keine Unterschrift beim Stillschweigeabkommen mit Stormy Daniels?

      Es gibt im Mueller Bericht 77 Lügen und Falschaussagen von Trump Angehörigen, Mitarbeitern Wahlampfhelfern und Republikanern. Jedoch nichts, dass man Trump gerichtsverwerbar nachweisen kann. 40 Jahre am Rande der Legalität geschäften und oft darüber, lässt vorsichtig werden.
    • Dragona 01.05.2019 12:48
      Highlight Highlight Alle vergehen wofür Personen angeklagt wurden, wären ohne die Ermittlung gar nicht geschehen. Ist doch aufschlussreich.
  • Matti_St 01.05.2019 08:41
    Highlight Highlight Politisch kann Mueller nichts passieren. Er könnte den Bericht veröffentlichen. Oder würde er sich strafbar machen?
    • Tom H 01.05.2019 09:14
      Highlight Highlight Der Bericht wurde ja inzwischen veröffentlicht, jedoch mit geschwärzten Stellen. Er würde sich wohl strafbar machen, wenn er den Bericht vollständig, mit ungeschwärzten vertraulichen Informationen veröffentlichen würde.
      Solch ein Vorgehen würde aber nicht zum Stil von Muller passen. Die Glaubwürdigkeit der Ermittlungen ist gerade deshalb so hoch, weil Muller und sein Team sich an sämtliche Regeln, Verantwortlichkeiten und Abläufe gehalten haben. Immerhin konnte aber schon mit dem geschwärzten Bericht die falschen Schlüsse von Barr belegt werden.
    • swisskiss 01.05.2019 09:42
      Highlight Highlight Matti_St: Mueller darf als untersuchendes Organ keine Berichte freigeben oder über Schwärzungen des Berichts entscheiden. Dies darf nur sein "Auftraggeber" das Justizministerium mit Barr als Verantwortlicher.

      Der Weg ist ein Anderer. Heute wird JustizministerBarr vor dem Ausschuss der Repräsentantenhaus befragt.

      Da wird gefragt, wie er zu seiner 4 seitigen Zusammenfassung des Berichts kam, seine Pressekonferenz vor der Aushändigung des Berichts und die Widersprüche zwischen Aussage Barrs und den Erkentnissen des Berichts.
    • Vanessa_2107 01.05.2019 09:54
      Highlight Highlight @swisskiss - ich glaube heute sagt er vor dem Senat aus, da werden ihm seine Republikaner sicher zur Seite stehen, da an der Macht und morgen vor dem Haus, da dürfte es wesentlich ungemütlicher werden für ihn. Man darf gespannt sein, wie Trump heute auf die neuen Ereignisse reagieren wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 01.05.2019 08:40
    Highlight Highlight Und das Framing geht weiter. Am Ende zählt nur eins: gibt’s Anklage, resp Verurteilung für eine Straftat - weil ansonsten in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung gilt.
    Das mag uns passen oder nicht.
    • swisskiss 01.05.2019 10:02
      Highlight Highlight WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis: Framing? Artikel gelesen? Genau dieses Framing wirft Mueller Barr vor, der nicht die Schlussfolgerungen Muellers in seinem 4 seitigen Memo verwendete, sondern eigene Einschätzungen einfliessen liess. Sonst darfst gerne mal den Bericht Muellers selbst lesen. Seite 273 bis 288 über die Aufgaben eines Präsidenten samt Administration zum Wohl des Landes und die Eigeninteressen dieser Kreise.

      Am Ende zählt nur Eines. Wird Trump wiedergewählt oder nicht. Da sind die Erkenntnisse dieses Berichts mit Sicherheit nicht hilfreich für Teflon Don.
    • Vanessa_2107 01.05.2019 10:03
      Highlight Highlight @Wer...ja aber Trump hat so viel Dreck am Stecken, schlussendlich muss man dem Gangster einfach endlich einmal etwas nachweisen können.Bisher konnte er sich immer aus allem rauswinden. Seine Armada aus Anwälten klagt ja immer sofort. Den Originalbericht von Mueller mit Anlagen haben die Demokraten immer noch nicht erhalten. Barr rückt ihn nicht raus, er deckt Trump total. Die Deutsche Bank wurde nun auch verklagt, da haben die Demokraten ja Papiere über die Bankgeschäfte Trumps verlangt. Trump weiss wie das geht,immer Alle verklagen, alles verschleiern,alles verheimlichen.
    • bytheway 01.05.2019 11:22
      Highlight Highlight Nein, was am Ende zählt, ist die öffentliche Meinung zu Trump und seiner Administration. Diese entscheidet am Ende darüber, ob er 2020 wiedergewählt wird oder nicht.
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