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President Donald Trump speaks after touring of the National Museum of African American History and Culture, Tuesday, Feb. 21, 2017, in Washington. From left are, Candy Carson, Housing and Urban Development Secretary-designate Dr. Ben Carson, Trump, and Alveda King, niece of Dr. Martin Luther King Jr. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump am Dienstag bei einem Besuch des Museums für afroamerikanische Geschichte und Kultur in Washington.  Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Trump verurteilt antisemitische Vorfälle – und kassiert umgehend die Retourkutsche



Die Drohungen gegen jüdische Gemeinden seien furchtbar, sagte Trump am Dienstag bei einem Besuch des Museums für afroamerikanische Geschichte und Kultur. Die Vorfälle seien eine traurige Erinnerung daran, dass noch viel getan werden müsse, um Hass und Vorurteile «auszurotten».

Am Montag gab es anonyme Bombendrohungen gegen mehrere Zentren der jüdischen Organisation JCC. Auf einem jüdischen Friedhof im Bundesstaat Missouri wurden mehr als 100 Gräber geschändet.

«Nur ein Pflaster auf den Krebs des Antisemitismus»

Der Leiter des Anne-Frank-Zentrums in New York, Stephen Goldstein, bezeichnete Trumps Worte als «zu wenig und zu spät». «Die plötzliche Anerkennung von Präsident Trump ist nur ein Pflaster auf den Krebs des Antisemitismus, der seine eigene Regierung zersetzt.»

«Der Antisemitismus der aus der aktuellen Administration kommt, ist der schlimmste, der jemals aus einer Administration gekommen ist», so Goldstein weiter. Das Weisse Haus habe wiederholt vergessen, die Juden zu nennen, wenn dem Holocaust gedacht wurde – und habe es Mal für Mal verpasst, sich dafür zu entschuldigen. Auf Twitter forderte das Anne-Frank-Zentrum Donald Trump dazu auf, seinen Berater Steve Bannon zu feuern, der es bis anhin verpasst hat, sich klar vom Antisemitismus zu distanzieren.

Jüdischer Weltkongress besorgt

«Die amerikanischen Juden sind besorgt», sagte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald Lauder, laut Mitteilung in New York.

«Wir hoffen, dass es eine starke und entschiedene Reaktion von den Behörden auf allen politischen Ebenen gibt, dies zu bekämpfen. Es ist nicht nur ein Problem für die jüdische Gemeinschaft, sondern für ganz Amerika», hiess es dort. Der WJC hat es sich zur Aufgabe gemacht, die nicht in Israel lebenden Juden zu vertreten.

US-Präsident Trump war in der vergangenen Woche auf einer Pressekonferenz nach antisemitischen Strömungen unter seiner Anhängerschaft gefragt worden. Trump sagte, er sei kein Antisemit. Er warf seinen politischen Gegnern vor, hinter dem Anstieg von Vorfällen zu stehen. (cma/sda/dpa)

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