Trump-Recherchen dominieren Pulitzer-Preise
«Wenig überraschend konzentrierte sich ein Grossteil der Berichterstattung auf die umstrittensten Themen des Jahres 2025», sagte Marjorie Miller bei der Verkündung der Sieger und nannte unter anderem Einwanderungspolitik, drastische Kürzungen der US-Entwicklungshilfe sowie die Akten zu Jeffrey Epstein und den Netzwerken um den Sexualstraftäter als Beispiele für Einreichungen.
Die «Washington Post» wurde etwa für ihre Recherche über die Auswirkungen der Umstrukturierung von Bundesbehörden durch die Trump-Administration ausgezeichnet. Der «New York Times» wurde der Preis für Recherchen verliehen, die aufgedeckt hätten, wie Trump Macht zum finanziellen Vorteil seiner Familie ausspiele. Mitarbeiter der «Chicago Tribune» erhielten den Preis für Berichterstattung über das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in der Stadt.
Sonderpreis für Berichte über Jeffrey Epstein
Preise gab es auch für Berichte über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz, die verheerende Flut im US-Bundesstaat Texas sowie die Zerstörung in Gaza. Einen Sonderpreis erhielt die Journalistin Julie K. Brown vom «Miami Herald» für ihre Recherchen in den Jahren 2017 und 2018 rund um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und den Missbrauch junger Frauen.
Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller stellte die Auszeichnung ausdrücklich als Bekenntnis zu Pressefreiheit in Zeiten wachsenden Drucks auf Medien dar. Man stehe für Diskurs und gegen Zensur.
Die Pulitzer-Preise gelten als wichtigste Journalismus-Auszeichnung der Welt. Sie werden aber auch für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben. (sda/dpa)
