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Schweizer Bevölkerung tendiert zu Flugstolz statt Flugscham

Fluggaeste schlaengeln sich um den Check-In Schalter auf dem Flughafen in Zuerich, aufgenommen am Sonntag, 15. Juli 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
In den Sommerferien wird der Flughafen Zürich wieder rappelvoll sein.Bild: KEYSTONE

Flugstolz statt Flugscham – warum die Mehrheit der Schweizer Flugreisen positiv bewertet

04.05.2026, 11:26

Flugscham ist bei der Schweizer Bevölkerung kaum ein Thema. Eine Mehrheit ist gegen strengere Regeln wie kürzere Betriebszeiten und lehnt eine Flugticketabgabe ab, wie aus einer Studie im Auftrag des Verbandes für Schweizer Luftfahrt Aviationsuisse hervorgeht.

Generell bewerteten 61 Prozent der Bevölkerung Flugreisen als positiv, wie der Verband in einer Mitteilung vom Montag ausführte. Das Forschungsinstitut Sotomo führte die repräsentative Studie durch.

Demnach schämen sich nur 28 Prozent der Befragten, wenn sie eine Flugreise buchen, während 55 Prozent angaben, stolz auf die Schweizer Luftfahrt zu sein.

Als wichtigsten Grund für die Wahl des Flugzeugs galt für 76 Prozent der Befragten die kürzere Reisezeit. Der Preis spielte hingegen nur für ein Viertel eine entscheidende Rolle. 13 Prozent sahen im Komfort den wichtigsten Grund für eine Flugreise

Betriebszeiten «genau richtig»

Was die aktuellen Rahmenbedingungen betrifft, sprach sich die Mehrheit der Befragten laut der Studie gegen eine Veränderung der Betriebszeiten an den Flughäfen aus. 57 Prozent erachteten die heutigen Nachtruhe-Regelungen als «genau richtig», während sich rund ein Fünftel Anpassungen in die eine oder andere Richtung wünschten.

Strengere Regulierungen zum Schutz von Klima und Umwelt wünschten sich 45 Prozent der Befragten. Beim Klimaschutz setze die Bevölkerung vor allem auf technologische Lösungen wie «effizientere Flugzeuge» und «nachhaltige Treibstoffe», heisst es im Studienbericht. Eine CO2-Abgabe auf Flugtickets erachteten hingegen 71 Prozent als wenig oder gar nicht wirksam.

Mit 72 Prozent sah eine grosse Mehrheit für den Klimaschutz die «internationale Ebene» in der Pflicht. Weniger genannt wurden die Airlines (46 Prozent), die nationale Politik (44 Prozent) und individuelle Reisende (38 Prozent).

Meinung zu Ausbau weniger klar

Gespalten fiel die Meinung zu einem Ausbau der Infrastruktur aus. 52 Prozent der Befragten befürworteten einen Ausbau der Flughafeninfrastruktur, falls die Menschen mehr fliegen oder mehr Güter transportiert werden.

Die Befragung wurde zwischen dem 22. Januar und dem 5. Februar durchgeführt. Rund 3700 Erwachsene aus der Deutschschweiz und der Romandie nahmen daran teil. Rund ein Drittel davon waren Anwohnerinnen und Anwohner der Flughafenregionen Zürich, Basel und Genf. (pre/sda)

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