DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ehemaliger nationaler Sicherheitsberater: John Bolton im Juli 2019.
Ehemaliger nationaler Sicherheitsberater: John Bolton im Juli 2019.
Bild: AP

«Aus Angst, was ich sagen könnte?» – Zensur-Vorwürfe ans Weisse Haus von Ex-Berater Bolton

22.11.2019, 23:0423.11.2019, 13:29

John Bolton, der frühere Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, hat dem Weissen Haus Versuche vorgeworfen, ihn auf Twitter mundtot zu machen. Bolton setzte am Freitag mehrere Tweets über seinen bisherigen Account ab und schrieb, das Weisse Haus habe ihm zuvor den Zugang zu diesem Twitter-Konto verweigert.

«Aus Angst, was ich sagen könnte?», schob er nach. Es tue ihm leid, dass er jene enttäuschen müsse, die geglaubt hätten, er sei abgetaucht, spottete er. Es sei gelungen, seinen Twitter-Account zu «befreien». Er sei froh, nun dort zurück zu sein. Bolton ergänzte später, nicht das Weisse Haus habe ihm den Zugang zu seinem Account wieder gewährt, sondern Twitter habe ihm die Kontrolle zurückgegeben.

Trump hatte im September völlig überraschend die Entlassung Boltons verkündet. Der Präsident begründete den Rausschmiss mit inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten. Bolton stellte die Dinge damals anders dar und schrieb am selben Tag auf Twitter, er selbst habe dem Präsidenten seinen Rücktritt angeboten. Zwischenzeitlich hatte Bolton keinen einzigen Tweet abgesetzt.

Auf die Frage, ob er Bolton den Zugang zu dessen Twitter-Account verweigert habe, sagte Trump am Freitag in einem Telefoninterview des US-Fernsehsenders Fox News: «Natürlich nicht.» Er habe ein gutes Verhältnis zu Bolton gehabt. Die beiden hätten einfach bei einigen Dingen unterschiedliche Ansichten gehabt.

In den laufenden Impeachment-Ermittlungen gegen Trump tauchte der Name Bolton bei Zeugenbefragungen immer wieder auf – und die Frage, was er von den Vorgängen in der Ukraine-Affäre wusste. Offen ist bislang, ob Bolton selbst vor dem Kongress aussagen wird.

Laut einem Bericht der «New York Times» hat sein Anwalt signalisiert, dass Bolton selbst Kenntnis von «vielen wichtigen Treffen und Unterhaltungen» in der Affäre habe. (cbe/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Impeachment-«Who is who»: Diese Zeugen treten auf

1 / 17
Das Impeachment-«Who is who»: Diese Zeugen treten auf
quelle: epa / jim lo scalzo
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Trumps «Impeachment» erklärt:

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Trump hält Rede, das Internet hat aber nur seine Hose im Blick 🙄

US-Ex-Präsident Donald Trump dominiert wieder mal die Hashtags. Der Grund: ein zweideutiges Video und seine Hose.

Das ist Donald Trump. Man kennt ihn auch als nicht-wiedergewählten US-Präsidenten oder rechtsgedrehten Populisten.

Trump ist nicht mehr Präsident, obwohl er es immer noch sein will. Dafür verbreitet er immer wieder Unwahrheiten darüber, dass die vergangene US-Präsidentschaftswahl nicht sauber ablief. Und versucht regelmässig, mediale Präsenz zu bekommen. So etwa in der Nacht auf heute.

Trump gab seinen ersten grossen Auftritt nach der Abwahl, schimpfte mit China, beleidigte Anthony Fauci, den …

Artikel lesen
Link zum Artikel