DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der Hurrikan «Dorian» bereitet nicht nur Puerto Rico sorgen. Gegen Ende der Woche soll er auch auf Florida treffen.
Der Hurrikan «Dorian» bereitet nicht nur Puerto Rico sorgen. Gegen Ende der Woche soll er auch auf Florida treffen.Bild: EPA

Hurrikan «Dorian» steuert auf Florida zu ++ Notstand ausgerufen

28.08.2019, 22:3529.08.2019, 09:46

Der US-Bundesstaat Florida hat wegen des nahenden Hurrikan «Dorian» den Notstand ausgerufen. Gouverneur Ron DeSantis erklärte am Mittwoch, damit solle sichergestellt werden, dass Florida auf die Ankunft des Wirbelsturms vorbereitet sei.

Die Bewohner der Ostküste Floridas sollten den Verlauf des Hurrikan genau verfolgen. Ausserdem sollten alle Menschen in dem Bundesstaat Lebensmittel, Wasser und Medikamente für sieben Tage bereithalten. Der Notstand gilt für alle Landkreise, die auf dem Pfad des Wirbelsturms liegen.

US-Meteorologen gehen davon aus, dass «Dorian» in den kommenden Tagen über dem warmen Atlantik weiter an Stärke gewinnen und dann am Wochenende als «gewaltiger Hurrikan» Florida erreichen könnte. Ein genauer Pfad des Hurrikans lässt sich aber nicht vorhersagen.

Puerto Rico weitgehend verschont

Hurrikan «Dorian» hat Puerto Rico weitgehend verschont. Auf der zu den USA gehörenden Karibikinsel gab es am Mittwoch heftige Regenfälle und starke Winde. Ein 80-Jähriger starb, als eine Windböe die Leiter umriss, mit der der Mann für Reparaturen auf das Dach seines Hauses klettern wollte.

«Dorian» war am Mittwoch zu einem Hurrikan der Stärke eins auf einer Skala bis fünf hochgestuft worden. Der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern zieht inzwischen weiter in Richtung des US-Bundesstaates Florida, wo «Dorian» am Wochenende erwartet wird.

Puerto Rico war 2017 von Hurrikan «Maria» verwüstet worden. Dabei kamen Schätzungen zufolge 3000 Menschen ums Leben.

Trump wettert gegen Korruption

US-Präsident Donald Trump fuhr kurz vor der erwarteten Ankunft von «Dorian» in Puerto Rico eine verbale Generalattacke gegen Politiker des US-Aussenterritoriums. Puerto Rico sei «einer der korruptesten Orte der Erde», schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die dortigen Politiker seien «entweder inkompetent oder korrupt».

Trump beschwerte sich, dass Milliarden von Dollar aus den Hilfen für Puerto Rico nach «Maria» an «betrügerische Politiker» geflossen seien. Der frühere Gouverneur des Territoriums, Ricardo Rosselló, war Anfang August unter dem Druck von Strassenprotesten zurückgetreten. Ihm wurde unter anderem Korruption im Zusammenhang mit Hilfsgeldern nach «Maria» vorgeworfen.

Harte Kritik gab es aber nicht nur am Krisenmanagement von Rosselló nach dem Hurrikan, sondern auch an dem von Trump. Bei einem Besuch des Territoriums im September 2017 bezeichnete der Präsident die Zahl der dortigen Todesopfer als vergleichsweise minimal.

Der Hilfe für die damals ungefähr zeitgleich vom Wirbelsturm «Harvey» heimgesuchten US-Bundesstaaten Texas und Louisiana hatte Trump dagegen hohe Priorität eingeräumt. Trump-Kritiker stellten einen Zusammenhang mit der Tatsache her, dass die Bürger von Puerto Rico nicht zur Teilnahme an US-Präsidentschaftswahlen berechtigt sind. (ohe/mim/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

«Eine zerstörte Insel»: Hurrikan «Maria» verwüstet Puerto Rico

1 / 11
«Eine zerstörte Insel»: Hurrikan «Maria» verwüstet Puerto Rico
quelle: epa/efe / thais llorca
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Puerto Rico einen Monat nach dem Hurrikan

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Österreich: Nehammer soll neuer Regierungschef werden

Der 49-jährige Karl Nehammer soll neuer Chef der konservativen ÖVP und neuer Kanzler Österreichs werden. Das hat der Parteivorstand der ÖVP am Freitag nach den Worten Nehammers einstimmig beschlossen.

Zur Story